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„Verdamp lang her“ – U19-Wiedersehen nach 50 Jahren

Die alte U19-Mannschaft versammelt in Dellbrück (Foto: Besnik Abazaj/Viktoria Köln)

29.05.2024

Wiedersehen nach einem halben Jahrhundert: In Dellbrück haben sich am vergangenen Freitag die Viktoria-A-Junioren aus dem Ende der 1960er-Jahren getroffen. Sie blickten auf die alten Zeiten zurück und erzählten davon, wie es damals war, das Leben als Jugendkicker von Viktoria Köln…

„Verdamp lang her“ zierte das gemeinsame Shirt, das die früheren Jugendkicker unter Leitung von Wolfgang Bauer gemeinsam entworfen haben. Angelehnt an den Klassiker-Song der Kölner Kult-Band BAP. Auch folgende Liedzeile aus dem Lied passt zum Abend: „Et es paar Johr her, doch die Erinnerung fällt nit schwer – et kütt mer vüür als wenn et jestern wör.“

So kamen die damaligen Talente in einer Dellbrücker Kneipe ins Plaudern: „Zweimal die Woche haben wir trainiert. Auf Asche. Gegen den 1. FC hatte man eigentlich nie eine Chance, wenn wir dann auf Kunstrasen spielen mussten“, so Bruno Eigendorf, der heute zu jedem Heimspiel der „neuen“ Viktoria kommt.

Zu früheren Zeiten war Viktoria jahrelanger Erst- und Zweitligist. Bis zur Einführung der Bundesliga 1963 spielte man in der damals höchstklassigen Oberliga, trainiert wurde die Erste Mannschaft von 1958 bis 1964 von Fußball-Legende Hennes Weisweiler. Als Spieler war etwa der spätere Bundestrainer Erich Ribbeck Teil der Viktoria aus Höhenberg.

Diese Zeiten waren bereits vorbei, als das Team um Wolfgang Bauer in der A-Jugend kickte. „Von Höhenberg haben wir damals kaum was gesehen“, erinnern sich die früheren Kicker. „Wir haben auf Plätzen in Mülheim oder Dellbrück trainiert. Jugend und Erste Mannschaft waren damals noch weit voneinander getrennt.“

Undenkbar in der heutigen Zeit, in der gerade bei Viktoria Köln immer wieder U19-Spieler bei den Profis dabei sind und der bisherige A-junioren-Cheftrainer Marian Wilhelm zur neuen Saison Co-Trainer der Ersten Mannschaft wird.

Die C-Jugend-Kreismeisterschaft 1967, bei der bereits 7 Spieler der späteren A-Junioren-Mannschaft dabei waren, feierte man vor Ort als wäre es gestern gewesen. Bilder machten die Runde, die die damaligen Viktoria-Mannschaften mal in Gelb, mal in Blau-Weiß zeigen.

Wolfgang Bauer schaffte tatsächlich den Sprung in die Erste Mannschaft und erlebte turbulente Zeiten: 1972 musste man den Gang in die Verbandsliga Mittelrhein antreten, es gelang der direkte Wiederaufstieg – gefolgt vom erneuten Abstieg in die Verbandsliga.

1975 schaffte Viktoria es noch in die 3. Runde des DFB-Pokals, verlor im Entscheidungsspiel gegen Borussia Dortmund. 1978 dann folgte der Aufstieg in die 2. Bundesliga Nord, 1981 verpasste man den Sprung in die eingleisige 2. Bundesliga.

Einige der in Dellbrück anwesenden kamen später nochmal in Alt-Herren-Mannschaften zusammen und zockten nochmal gemeinsam aus der Liebe zum Vussball. Und selbst ein Weltmeister war mit dabei: Ron-Robert Zieler, so erzählten es die heutigen Viktoria-Fans, kam mit seinem Vater zu den Spielen. Der heute 35-Jährige war damals aber noch zu jung, um wirklich mitzuziehen, mit den Talenten von damals.

Doch Zieler selbst legte eine beeindruckende Karriere hin, die in unserem Klub starten sollte. Beim Vorgänger-Verein SCB Preußen Köln wurde Ron-Robert Zieler zum Keeper, wechselte anschließend in die Jugend-Abteilung des 1. FC Köln. Seine Laufbahn setzte er unter anderem bei Manchester United, dem VfB Stuttgart und Hannover 96 fort. Diese krönte er mit dem WM-Titel 2014 in Brasilien. Noch heute hütet der 35-Jährige das Tor von Hannover 96 in der 2. Bundesliga.

Man fragt sich, was die heutige U19 wohl in 50 Jahren erzählen wird. In diesem Jahr krönten die aktuellen A-Jugend-Viktorianer eine historische Saison im NLZ, alles dazu findet Ihr in diesem Artikel.

Und die früheren Viktoria-U19-Kicker? Die kommen auch heute noch zu den Spielen in den Sportpark Höhenberg, erfreuen sich der Entwicklung, die der Verein in einem halben Jahrhundert genommen hat. Als Dauerkarten-Besitzer sind einige noch heute ein fester Bestandteil der Viktoria-Vamilie. Und doch schwelgt man immer wieder gerne in den alten Zeiten. Als der Ascheplatz noch das zweite Wohnzimmer war.

Viktoria – das V steht für Vussball!  

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