120 Jahre Viktoria – dieses große Jubiläum feierte die Schäl Sick am Samstag mit dem Testspiel gegen den 1. FC Köln und der anschließenden Saisoneröffnung. Nach dem frühen Tor von Florian Engelhardt (4.) war der Tor-Knoten bereits zu Beginn geplatzt. Zunächst drehte der Effzeh die Partie auf 1:3, Viktoria-Neuzugänge Albion Vrenezi (50.) und Serhat-Semih Güler (73.) waren für den Schäl-Sick-Klub erfolgreich. So trennte man sich an einem tollen Vussballtag mit 3:3.

Bereits früh war abzusehen, dass es eine torreiche Partie werden könnte: Nach einer starken Kombination über die linke Seite fand die Viktoria-Offensive im Rückraum Florian Engelhardt, der satt und präzise das Leder im kurzen linken Eck versenkte (4.). Nach einer langen Verletzungsunterbrechung dann musste Kevin Rauhut das Spiel schon nach wenigen Minuten verlassen, der 18-jährige Oskar Hill hütete fortan das Viktoria-Tor. 

Dann aber kamen die Gäste aus dem Linksrheinischen, aus kurzer Distanz traf Sargis Adamyan für die komplett weiß gekleideten Gäste (18.). Anschließend wenig Torraumszenen, beide Teams lieferten sich einen harten Fight bei mehr als sommerlichen Temperaturen in der Merheimer Heide. Doch dann erklang erneut das „Trömmelche“, FC-Verteidiger Dominique Heintz traf nach Ecke per Kopf zur Gäste-Führung (43.). Die Schäl-Sick-Jungs waren um die direkte Antwort bemüht, Simon Handle zielte nur zu zentral auf FC-Keeper Schwäbe (45.). 

Nach der Pause aber dann war es wieder 1. FC Köln, Florian Dietz traf diesmal für die Geißböcke (46.). Die schnelle Antwort dann von den Jungs mit dem roten V auf der Brust, aus halblinker Position war es Albion Vrenezi – der Kosovare verkürzte auf 2:3 (50.). Nach einer gespielten Stunde dann wechselte Chefcoach Olaf Janßen die Mannschaft komplett durch, etwa Kapitän Moritz Fritz kam nun zu weiteren Einsatzminuten (60.). 

Mit Vrenezi hatte bereits ein Viktoria-Neuzugang getroffen, mit Serhat-Semih Güler sollte ein weiterer folgen – der Stürmer traf aus kurzer Distanz zum Ausgleich (73.). Dass der gebürtige Kölner nicht kurz darauf noch einmal traf, war vor allem einem Foul von FC-Offensivmann Jan Thielmann zu verdanken – frei auf Gäste-Keeper Schwäbe zulaufend wurde Güler von Thielmann zu Fall gebracht. Für den FC-Spieler war die Partie damit beendet (88.)

Aufstellung Viktoria: Kevin Rauhut (8. Oskar Hill) – Sidny Lopes Cabral, Lars Dietz, Christoph Greger, Niklas May – Enrique Lofolomo, Florian Engelhardt – Said El Mala, Albion Vrenezi, Simon Handle – Tyger Lobinger

Ab 60. Minute: Oskar Hill – Patrick Koronkiewicz, Kevin Pytlik, Zoumana Keita, Kwabe Schulz – Moritz Fritz, Bryan Henning – Malek El Mala, Luca de Meester, Thomas Idel – Serhat-Semih Güler

Tore: 1:0 Florian Engelhardt (4.), 1:1 Sargis Adamyan (18.), 1:2 Dominique Heintz (43.), 1:3 Florian Dietz (46.), 2:3 Albion Vrenezi (50.), 3:3 Serhat-Semih Güler (73.)

Viktoria – das V steht für Vussball!  

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Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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