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Assist und Tor: Marseiler macht den Unterschied bei 2:1-Sieg

Luca Marseiler nimmt Maß und zirkelt den Ball zum 2:1-Sieg in den rechten Winkel. (Foto: Besnik Abazaj/Viktoria Köln)

Kein Scherz: Die März-Serie hält auch am 1. April – Viktoria Köln dreht gegen den SC Verl einen 0:1-Pausen-Rückstand und gewinnt am Ende 2:1. Es ist das sechste Ligaspiel in Folge (vier Siege/zwei Remis), in dem das Team von Cheftrainer Olaf Janßen nicht zu schlagen ist. Und es ist ein Riesenschritt in Richtung einstelliger Tabellenplatz, da man die Ostwestfalen durch den knappen Sieg auf sieben Punkte distanzieren konnte.

 

Janßen änderte seine zuletzt in Oldenburg siegreiche Startelf auf einer Position: Für Mike Wunderlich, der unter der Woche aufgrund seines Trainerlehrgangs einige Einheiten verpasste, begann David Philipp.

 

Die ersten Abschlüsse gehörten der Viktoria, doch Simon Handle (2.) verzog links am Tor vorbei, Patrick Koronkiewicz (3.) jagte den Ball mit vollem Risiko auf die VIP-Terrasse und André Becker (8.) brachte den Fuß nicht  mehr entscheidend an den Ball von Handle, der so knapp rechts am Tor vorbei rollte.

 

Im Anschluss konnten die Gäste die Partie offener gestalten, blieben aber im Abschluss ebenfalls zu ungenau. Jesse Tugbenyo (16.) köpfte den Ball nach einer Ecke zentral in die Arme von Ben Voll.

 

Für Philipp war die Partie nach nicht mal einer halben Stunde verletzungsbedingt schon wieder beendet, so dass Wunderlich früher als erwartet ins Spiel eingriff – und fast auf Anhieb die Führung erzielt hätte: Doch Nico Ochojski rettete für den chancenlosen Verler Keeper Tim Wiesner auf der Linie.

 

Und so lagen plötzlich die Gäste in Führung: Tugbenyo legte im Strafraum ab für Joel Grodowski, der Voll keine Chance ließ, es hieß 0:1 (40.). „Das Tor war absolut vermeidbar“, haderte Sport-Vorstand Franz Wunderlich im Halbzeit-Interview bei MagentaSport: „Ärgerlich, weil wir eigentlich einen Tick besser im Spiel waren. Verl ist eine gefährliche Mannschaft mit einem guten Plan, aber ich bin überzeugt, dass wir das Spiel jetzt noch drehen.“ Immerhin hatte der Pfosten in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit bei Tugbenyos Schuss das 0:2 verhindert, sonst wäre es noch schwieriger geworden.

 

Den ersten Abschluss nach der Pause setzte Koronkiewicz (49.) ans Außennetz. Doch dann waren die Gäste wieder am Drücker. Als Moritz Fritz Mael Corboz in höchster Not nur per Foul stoppen konnte und Gelb sah, waren die Gäste damit gar nicht einverstanden und hätten lieber Rot gesehen. Den folgenden Freistoß von Maximilian Wolfram bekam Fritz voll ins Gesicht, er ging kurz k.o., konnte aber schließlich weitermachen und hielt bis zum Schlusspfiff durch.

 

Und plötzlich zeigte Viktoria wieder, wie einfach und schön Fußball sein kann: Niklas May (zur Pause eingewechselt) trieb den Ball links nach vorne, steckte durch auf Luca Marseiler (zur 60. Minute eingewechselt), und dessen Flanke setze Robin Meißner mit links volley ins rechte Eck, ein herrlicher Treffer zum 1:1 (67.).  

 

Jetzt wollten die Höhenberger Jungs natürlich mehr und drückten. Becker (70.) scheiterte mit einem Kopfball aus spitzem Winkel an Wiesner. Doch dann fiel er, der Siegtreffer. Und er war genauso schön wie der Ausgleich. Marseiler, eben noch Vorbereiter, war nun der Vollstrecker. „Ich habe im Augenwinkel gesehen, dass er freisteht“, erklärte Mike Wunderlich, der den Assist verbuchte, im Magenta-Interview, und schwärmte von Marseilers Abschluss in den rechten Winkel: „Was Luca dann macht, ist überragend, und das nicht zum ersten Mal. Er hat heute richtig Alarm gemacht. Wenn er fit und in Form ist, ist er in dieser Liga ein Unterschiedsspieler.“

 

An diesem Samstag machte Marseiler den Unterschied – und bescherte sich und seinen Teamkollegen damit drei freie Tage. Die gab Janßen gerne und zeigte sich als fairer Gewinner, als er Gäste-Coach Michèl Kniat nicht wirklich widersprechen wollte, der mit der Gelben Karte für Moritz Fritz haderte: „Gegen zehn Mann wäre es vielleicht etwas leichter geworden. So haben wir dann nach und nach etwas die Kontrolle verloren.“

 

„Mitch hat ein paar knifflige Szenen angesprochen, wir hatten heute auch das nötige Matchglück“, gestand Janßen, der nach den freien Tagen noch bis Ostermontag (Anpfiff 19 Uhr) Zeit hat, sein Team auf das Auswärtsspiel bei Spitzenreiter SV Elversberg vorzubereiten. Dann fehlen Lars Dietz (5. Gelbe) und Moritz Fritz (10. Gelbe).

 

Viktoria Köln: Ben Voll – Michael Schultz (60. Jamil Siebert), Moritz Fritz, Lars Dietz - Patrick Koronkiewicz, Hamza Saghiri (60. Luca Marseiler), Patrick Sontheimer, Simon Handle (46. Niklas May) – David Philipp (28. Mike Wunderlich) - Robin Meißner, André Becker

 

Tore: 0:1 Joel Grodowski (40.), 1:1 Robin Meißner (67.), 2:1 Luca Marseiler (85.)

 

Zuschauer: 2.198

 

Schiedsrichter: Eric Weisbach

 

Gelbe Karten:

 

Köln: Michael Schultz, Lars Dietz, Moritz Fritz

 

Verl: Yari Otto, Tim Wiesner

 

Viktoria – das V steht für Vussball! 

 

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