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Keine Angst vor der 112! Bei Schlaganfall muss gehandelt werden

Prof. Dr. Marc Horlitz erklärt im Interview, was bei einem Schlaganfall zu tun ist (Foto: Besnik Abazaj/Viktoria Köln)

28.10.2022

Am 29. Oktober war Welt-Schlaganfall-Tag. Dies haben wir zum Anlass genommen, um mit Professor Dr. Marc Horlitz im Höhenberger Vussballtalk den Blick auch einmal raus aus dem Vussball zu werfen.

Rund 270.000 Menschen jährlich erleiden in Deutschland einen Schlaganfall (Quelle: Stiftung Deutsche Schlaganfall Hilfe), die Volkskrankheit ist damit die häufigste Ursache für Behinderungen im Erwachsenenalter. Professor Dr. Marc Horlitz, Chefarzt der Klinik für Kardiologie des Krankenhauses Porz am Rhein und Mannschaftsarzt von Viktoria Köln, erklärt, was bei einem Schlaganfall passiert und wie man sich bei ersten oder eindeutigen Anzeichen eines Schlaganfalls verhalten muss.

„Im Notfall immer die 112 anrufen“, appelliert Horlitz. „Wir sind niemals böse oder emotional, wenn jemand einmal zu viel die 112 wählt. Wenn wir kommen und wir sehen, es ist alles in Ordnung, dann sind wir glücklich. Keine Angst vor der 112! Wenn ein Notfall da ist, wenn neue Beschwerden da sind, dann muss gehandelt werden.“ Horlitz gibt aber auch wertvolle Tipps, wie wir einem Schlaganfall vorbeugen können. (Hier könnt ihr das ganze Interview im Video anschauen).

Wie kann ich einen Schlaganfall erkennen?

Horlitz: „Es gibt verschieden Anzeichen für einen Schlaganfall, das ist nicht so einfach mit einem Wort zu beantworten. Aber jede akute neu aufgetretene Veränderung, jedes Symptom, das plötzlich aus dem Nichts auftritt, das mit irgendwelchen Veränderungen einhergeht – Kopfschmerzen, Schwindel, plötzlich kann ich den Arm nicht mehr heben, ich habe plötzlich das Gefühl, ein Kribbeln im Gesicht zu haben oder auch Beschwerden, wo man nicht mehr sprechen kann – das sind Symptome wo man sofort nicht nur hellhörig sein, sondern sofort handeln muss.“

Wie handele ich?

Horlitz: „Sofort die 112 anrufen, den Notarzt. Der Patient muss sofort ins Krankenhaus, die Diagnose muss bestätigt und unverzüglich eine Therapie eingeleitet werden, damit ein Blutgerinsel sich wieder auflöst oder eine Blutung gestillt wird. ‚ZEIT IST GEHIRN‘ – je länger du wartest, desto größer ist die Gefahr, dass das Gehirn abstirbt oder der Patient vielleicht verstirbt.“

Was kann ich präventiv tun?

Horlitz: „Möglichst versuchen, immer schlank zu bleiben. Wer schlank ist, hat wenig Risikofaktoren. Hohen Blutdruck erkennen, das heißt ab und zu zuhause messen routinemäßig. Ab und zu mal den Puls fühlen am Daumen, wenn der Puls regelmäßig ist, ist eigentlich alles in Ordnung. Wenn er unregelmäßig ist, kann das Vorhofflimmern sein, dann sollte man zum Hausarzt gehen und ein EKG machen, um zu sehe, ob das Vorhofflimmern ist. Das Erkennen von Vorhofflimmern ist ganz wichtig, dann gibt einen Blutverdünner, damit es nicht zum Schlaganfall kommen kann. Hoher Blutdruck oder Zucker sind Risikofaktoren. Dagegen helfen viel Bewegung, Sport, und wenn es geht, kohlehydratarme, mediterrane Kost, um ein bisschen das Gewicht zu halten, das wird ja jeden Tag ein bisschen schwieriger.“

Hier könnt ihr das ganze Interview im Video anschauen!

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