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Gegnercheck: Viktoria zu Gast bei „kölschen“ Hallensern

Luca Marseiler war beim 2:0-Sieg im Hinspiel mit einem Doppelpack der Matchwinner. (Foto: Besnik Abazaj/Viktoria Köln)

29.04.2022

Sollte unsere Viktoria den 2:0-Hinspielerfolg vom 28. November (Doppeltorschütze war Luca Marseiler) am morgigen Samstag im Auswärtsspiel beim Halleschen FC wiederholen können, wäre der Klassenerhalt eingetütet – unabhängig davon, wie das Freitagsspiel zwischen Viktoria Berlin und dem 1. FC Saarbrücken endet. „Alles in der eigenen Hand zu haben, das haben wir uns hart erarbeitet, und darauf sind wir zunächst mal stolz“, sagt Cheftrainer Olaf Janßen, „wohlwissend, dass der letzte Schritt der wichtigste ist, und den müssen wir natürlich noch gehen.“ Doch auch die mit uns punktgleichen Gastgeber wollen natürlich mit einem Dreier endgültig die Ziellinie erreichen. Wir stellen den Halleschen FC vor.

Bisherige Saison: Der HFC startete äußerst stabil, verlor von den ersten acht Spielen nur das gegen Aufstiegsanwärter Eintracht Braunschweig. Die Auswärtsniederlage in Mannheim beantworteten die Hallenser mit einem 3:2-Sieg im Sachsen-Anhalt-Derby gegen den inzwischen als Aufsteiger und Meister feststehenden 1. FC Magdeburg. Auch nach dem 2:1-Sieg gegen den MSV Duisburg am 14. Spieltag lagen die Hallenser noch in unmittelbarer Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen. Doch dann zeigte die Kurve nach unten. Von den verbleibenden sechs Spielen bis Weihnachten konnte der HFC keines mehr gewinnen, es setzte fünf Niederlagen, darunter jene im Sportpark Höhenberg.  

Der Trainer: Der Klub trennte sich zum Jahresende von Florian Schnorrenberg, André Meyer übernahm und bereitete das Team auf die Rückrunde vor. Seine Bilanz nach bislang 14 Drittligaspielen: Vier Siege, fünf Remis, fünf Niederlagen. Der 37-jährige Meyer ist gebürtiger Hallenser, sein Vertrag läuft zunächst bis Juni 2023. „Wir haben einen Trainer verpflichtet, der alle Voraussetzungen für erfolgreiche Arbeit mitbringt und sich Schritt für Schritt weiterentwickelt hat“, erklärte Sportdirektor Ralf Minge, der von Juli 1998 bis Dezember 1999 beim damaligen Zweitligisten Fortuna Köln als Co-Trainer von Toni Schumacher arbeitete. Meyer studierte Sportwissenschaften an der Sporthochschule Köln und erwarb 2014 die Fußballlehrer-Lizenz. Als Trainer und sportlicher Leiter im Nachwuchsbereich sammelte er bei den Bundesligavereinen des 1.FC Köln, Hertha BSC, FC Augsburg und Union Berlin Erfahrungen. Seit 2018 war er Cheftrainer in der Regionalliga, zuletzt beim Berliner AK. Zwischenzeitlich war er auch als Co- und Interimstrainer in der 2.Bundesliga beim FC Erzgebirge Aue tätig.

Der Kapitän: Jonas Nietfeld ist in der zweiten Saison in Folge der Spielführer des HFC. Der 28-Jährige kam 2019 von Jahn Regensburg. Der Defensiv-Allrounder absolvierte in der laufenden Saison 30 Spiele, musste lediglich Ende Februar bis Mitte März mit Adduktorenbeschwerden pausieren und saß zuletzt beim 0:0 in Dortmund eine Gelbsperre ab.

Der Top-Scorer: Bester Scorer der Hallenser ist nach dem Winter-Wechsel von Terence Boyd zum 1. FC Kaiserslautern Michael Eberwein (26). Der Stürmer erzielte bereits 13 Tore, bereitete drei Treffer direkt vor.

Die kölschen Halle-Torhüter: Torwart Daniel Mesenhöler (sechs Saisoneinsätze) spielte in der Saison 2019/2020 für unsere Viktoria und kam damals auf 18 Einsätze. Sein Weg führte ihn über die Niederlande (Heracles Almelo) nach Sachsen-Anhalt. Der 26-Jährige wurde wie auch der gleichaltrige Sven Müller beim 1. FC Köln zum Torwart ausgebildet. Müller (ebenfalls sechs Saisoneinsätze) hatte sich im September einen Verrenkungsbruch des Sprunggelenks zugezogen und saß letzten Samstag beim 0:0 in Dortmund erstmals wieder auf der Bank des HFC. Das von RB Leipzig ausgeliehene Torwart-Talent Tim Schreiber (20 Jahre/23 Saisoneinsätze) fällt derzeit mit einer Meniskusverletzung aus.

Viktoria-Chefcoach Olaf Janßen sagt über den Gegner: „Sie haben eine sehr interessante Spieleröffnung, wenige Gegner haben wirklich Zugriff auf ihr Aufbauspiel. Sie spielen sehr variabel mit dem Ball. Ich finde, sie haben den sicherlich schmerzlichen Abgang von Terence Boyd gut kompensiert. Mit Niklas Kreuzer haben sie auf dem Flügel einen extrem gefährlichen Flankengeber. Insgesamt wird es ein Spiel auf Augenhöre, wir werden unsere beste Leistung bringen müssen. Sie werden genau wie wir alles dafür tun, den Klassenerhalt zu sichern, von daher wird das ein Spiel auf Biegen und Brechen.“

Bisherige Bilanz: Es wartet das sechste Drittliga-Duell beider Klubs, unsere Viktoria führt die Bilanz mit 3:2-Sigeen an, wovon zwei im Sportpark Höhenberg gelangen. In Halle gewannen unsere Höhenberger Jungs am 22. Spieltag der Saison 2019/20 mit 4:3, in der letzten Saison gab es am 13. Spieltag eine 0:2 Niederlage. Das Torverhältnis aus Kölner Sicht lautet nach fünf Duellen 8:7.

Historie: Der Hallesche FC, bis 1991 Hallescher FC Chemie, wurde am 26. Januar 1966 durch Ausgliederung der Fußballsektion aus dem SC Chemie Halle gegründet. In der Saison 2011/12 gelang dem HFC der Aufstieg in die 3. Liga. Nach einem starken vierten Platz in der Spielzeit 2018/19  folgte im Jahr darauf der Absturz auf Platz 15, mit nur zwei Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Im Sommer 2021 landete der Klub im sicheren Mittelfeld auf Platz neun.

Die Partie in den Medien: Anpfiff der Partie ist am Samstag um 14:00 Uhr im Leuna-Chemie-Stadion. Für alle, die zu Hause mitfiebern wollen, wird das Spiel zwischen dem Halleschen FC und Viktoria Köln ab 13:45 Uhr live bei Magenta Sport übertragen. Über die Social-Media-Kanäle (Facebook, Instagram, Twitter, YouTube) werden unsere Viktorianer ebenfalls auf dem Laufenden gehalten. Und für jeden, der Vussball lieber hört als sieht oder liest, für den geht unser Vussballradio Schäl Sick ab 13:55 Uhr mit Besnik und Christian an den Mikrofonen live auf Sendung.

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