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Moritz Fritz im Interview: „Wir sind immer noch heiß“

Moritz Fritz im Hinspiel gegen Borussia Dortmund II (Bild: Besnik Abazaj/Viktoria Köln)

01.04.2022

Am vergangenen Wochenende war für die gesamte Liga spielfrei aufgrund der Länderspielpause. Ist nach zwei gewonnenen Partien ein „freies“ Wochenende genau richtig oder ärgerlich?

Moritz Fritz: Natürlich ist es klasse, etwas mehr Zeit während der Saison mit der Vamilie verbringen zu können, vor allem bei dem super Wetter. Gleichzeitig ist es aber auch schade, dass ausgerechnet jetzt spielfrei war. Wir sind gerade super drauf mit zwei Siegen in Folge. Auch nach meiner langen Ausfallzeit hätte ich gerne am Wochenende gespielt, denn ich fühle mich wieder fast ganz fit. Beides hat seine Vor- und Nachteile.

Zu Beginn des Jahres hattest du eine Covid-19-Erkrankung, aktuell waren und sind Teile der Mannschaft erkrankt. Wie erlebst Du die aktuelle Situation und wie hast Du es erlebt, als Du persönlich betroffen warst?

Die aktuelle Situation ist nicht ohne. Es hat viele von uns getroffen. Als ich mit dem Coronavirus infiziert war, war es wirklich unangenehm. Ich bekam es zum Jahresbeginn, und es zog sich in die Länge. Die Ungewissheit, nicht zu wissen, wann man wieder richtig fit ist und auch wieder spielen darf, ist ein leidiges Thema. Für jeden. Leider müssen wir seit Längerem damit umgehen und keiner kommt richtig davon los. Letztendlich geht es darum, dass jeder wieder gesund wird. Das ist die Hauptsache.

Beim Spiel in Würzburg konntest Du deinen zweiten Saisontreffer erzielen. Und dies erneut per Kopf. Wie gut tat nicht nur der Sieg, sondern auch dieser Treffer?

Die Kombination war auf jeden Fall klasse. Der zweite Sieg in Folge und dazu noch selbst den Siegtreffer erzielen – auch wenn das Tor aus der Distanz nicht so schwer war - hat mich sehr gefreut. Die Rückfahrt konnte ich dann genießen. Auch mit dem ein oder anderen Kaltgetränk (lacht).

Der Sieg in Würzburg fühlte sich fast ein bisschen wie der Klassenerhalt an. Durch den Rückzug von Türkgücü München ist der Abstand in der Tabelle noch einmal etwas geschrumpft.

Das Tabellenbild hat sich dadurch verändert. Aber wir tun gut daran, nicht auf die Tabelle zu schauen. Das haben wir die letzten Wochen auch nicht getan. Klar ist, dass wir noch einige Punkte holen müssen und dies auch unbedingt wollen. Wir sind immer noch heiß.

Beim BVB hast Du in der U 19 und in der U 23 gespielt. Pflegst Du noch engere Kontakte zu Deinem Ex-Klub?

Wenn wir gegen Dortmund spielen, treffe ich viele alte Weggefährten, wie zum Beispiel Betreuer oder Physiotherapeuten. Ich freue mich immer wieder, die Leute von früher zu sehen.

Vor dem Hinspiel war die Viktoria im Tabellenkeller und Dortmund stand ganz oben. Inzwischen stehen beide Vereine in der Tabellenmitte. Wie bewertest Du den Saisonverlauf beider Teams?

Viktoria hatte eine schwierige Anfangsphase, was ja bekannterweise viele Faktoren hatte. Ich finde, dass wir als Team sehr gut zusammengewachsen sind und den Vussball spielen, für den wir auch stehen wollen. Und unsere Punkteausbeute gibt uns Recht.

Dortmund ist sehr furios gestartet und hatte viele Spiele, die sie aufgrund der individuellen Klasse gewonnen haben. Durch meine Erfahrung und die letzten Jahre weiß ich, dass es als U 23-Mannschaft immer schwierig ist, die Konstanz zu halten. Dennoch erwarte ich eine spielstarke und gefährliche Dortmunder Truppe.

Die aktuelle Saison wurde durch die Corona-Pandemie und den Türkgücü-Rückzug stets aufs Neue verzerrt. Glaubst Du, dass sich der Vussball in der kommenden Spielzeit – abgesehen von der langen Winterpause durch die Katar-WM – wieder normalisiert?

Alleine durch die WM in Katar wird die Saison sicherlich anders werden als sonst. Dass das Turnier im Winter stattfindet, hat es noch nie gegeben. Ich hoffe natürlich, dass sich die Corona-Situation ab dem Sommer entspannt, und wir alle etwas mehr von unserem Alltag und auch unserem „alten“ Vussball zurückkriegen. Jeder weiß, dass es nicht planbar ist und sich nicht alles von jetzt auf gleich ändern wird, aber wir sollten alle positiv denken. Egal wie es kommt, wir müssen mit der Situation bestmöglich umgehen. 

Viktoria – das V steht für Vussball!

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