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BENJAMIN HEMCKE IM PORTRÄT: „ICH HABE GERNE ACTION“

Benjamin Hemcke ist seit 2017 Teil der Viktoria (Foto: Jakob Settgast/Viktoria Köln)

Auf den Tag genau vor 19 Jahren kam im hügeligen Oberbergischen Mühlen an der Bech Benjamin Hemcke zur Welt. Ein kleines Dorf mit ein paar hundert Einwohnern und einem Bäcker, gut zwanzig Fahrradminuten von Wiehl entfernt. Den Fußstapfen seines Vaters folgend, gab es für „Benni“, wie er von allen gerufen wird, zu Beginn nur Eishockey. „Ich weiß noch, dass ich in der Eishalle stand, nach draußen geschaut habe und den Vussballplatz sah“, erinnert sich der heutige Nachwuchsspieler der Viktoria zurück. Zunächst war er auf dem Eis wie auf dem Rasen zu Hause, doch schon bald übernahm der Vussball ganz.

 

Zum FV Wiehl kam Hemcke mit fünf Jahren. Der zurückhaltende Junge durchlief die Jugend, wurde zu Stützpunkten eingeladen und schaffte es auch in die Mittelrheinauswahl. „Klar gab es da Angebote aus Köln oder Düsseldorf“, sagt der Mittelfeldspieler bescheiden, „aber ich war zufrieden in meinem Verein.“ Bis Marian Wilhelm, damaliger U 15-Coach (heutiger U 19- und Übergangstrainer bei den Profis), ihn bei einem Spiel des FV Wiehl entdeckte.

 

Seine Mentalität, seine technische Versiertheit und sein absoluter Siegeswille imponierten dem Jugendtrainer, der den Nachwuchsspieler deshalb zur Viktoria lotste. Bis heute arbeiten sie eng zusammen. „Ich bin Marian sehr dankbar“, so Hemcke über den Trainer, der ihn mittlerweile fast ein Viertel seines Lebens begleitet, „wir verstehen uns gut, und im Verein kenne ich ihn am besten.“ Für jede Trainingseinheit in das 40 Autominuten entfernte Höhenberg zu fahren, war ein großer Schritt für den damals 14-Jährigen. Zum Glück konnte sich Benni auf die Unterstützung seiner Eltern verlassen. Doch auch wenn der Einstieg bei der Viktoria „ein cooler Moment“ war, lief es zu Beginn nicht ganz so einfach.

 

„Ich habe mich am Anfang klein gemacht“, weiß er noch, „ich brauche immer etwas Zeit, um in einer neuen Situation anzukommen.“ Nach einem erfolgreichen Jahr in der U 15 zog Wilhelm, der mittlerweile U 17-Trainer geworden war, Benni direkt hoch in die B-Jugend. Die Entwicklungskurve zeigte klar nach oben, doch dann kam der Schock. Bei einem Zweikampf ging Hemcke zu Boden und konnte danach nicht mehr auftreten. Der Krankenwagen fuhr ihn direkt ins Krankenhaus, die Diagnose: Schien- und Wadenbeinbruch. Es folgten Operationen und die Ärzte konnten nicht mit Gewissheit sagen, ob Benni zurück auf den Platz kommen würde. Doch der Verein sprach ihm das langfristige Vertrauen aus. „Ein ganzes Jahr habe ich nicht richtig spielen können“, erinnert sich der heute 19-Jährige daran zurück, „es gab viel Aufbautraining und selbst als ich wieder spielen konnte, war ich weit entfernt von meinem eigentlichen Level.“

 

Der Jugendspieler ging weiterhin zu jedem Meeting, brachte sich in der Mannschaft ein. Und während die Welt mit Corona beschäftigt und in der U 19-Bundesliga der Spielbetrieb ausgesetzt war, konnte Hemcke sich zurückkämpfen. In der Vorbereitung zur jetzigen Saison nutzte er dann seine Chance: Beim Testspiel gegen die SpVg. Porz wurde er in der zweiten Hälfte eingewechselt und war an der Entstehung zweier Treffer beim 3:0-Erfolg beteiligt. Kurz darauf durfte er mit den Profis ins Trainingslager fahren, mittlerweile trainiert er komplett bei der 1. Mannschaft. Sein Debüt für die Profis gab der Nachwuchsspieler im wahrscheinlich größten Spiel der Viktoria in dieser Saison: die DFB-Pokalpartie gegen die TSG Hoffenheim.

 

 

„Das war krass“, erinnert sich Benni zurück, „ich war vor dem Spiel noch richtig aufgeregt, aber dann wollte ich einfach nur noch spielen und gewinnen.“ Zwar musste die Viktoria sich dem Bundesligisten in der Verlängerung beugen, doch Hemcke hatte Eindruck hinterlassen. Mittlerweile kommt er auf zehn Pflichtspieleinsätze bei den Profis, doch will der Nachwuchsspieler auch weiterhin Teil der A-Jugend sein. „Ich gehe immer noch zu den U 19-Meetings“, so Hemcke, „und ich habe auch immer noch Bock auf 90 Minuten A-Junioren-Bundesliga- Vussball!“ Und die Doppelbelastung, in zwei Teams gleichzeitig zu spielen? „Ich habe gerne Action“, gibt Benni zurück und grinst. Darauf muss er auch Lust haben, denn in der letzten Woche bedeutete dies für ihn, Freitag in Freiburg im Kader zu stehen, Sonntag im Sportpark Höhenberg gegen die A-Jugend von Alemannia Aachen anzutreten und Montag mit den Profis nach Zwickau zu reisen.

 

Doch dem Mittelfeldspieler gefällt es im Verein und in seiner Heimat. In Wiehl Doch dem Mittelfeldspieler gefällt es im Verein und in seiner Heimat. In Wiehl hat er Freundin, Freunde und Vamilie und studiert neben dem Vussball BWL. Im Dezember vergangenen Jahres verlängerte er seinen Vertrag bei der Viktoria vorzeitig. „Hier wurde ich ausgebildet und hier bin ich zufrieden. Warum sollte ich also weggehen wollen?“, so der 19-Jährige. Und ein klares Ziel hat er auch vor Augen. „Ich hoffe, dass ich irgendwann hier Startelfspieler bin. Dafür werde ich alles geben“, so Hemcke.

 

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