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Gegnercheck: Der VfL Osnabrück kommt auf die Schäl Sick

Florian Heister (links) und Kai Klefisch (rechts) werden alles tun, damit Marc Heider (2.v.l.) diesmal kein Tor schießt [Foto: Julia Schulz/Viktoria Köln]

12.02.2022

Flutlichtspiel in Höhenberg: Montagabend (Anpfiff: 19.00 Uhr) wartet auf die Viktoria gegen Zweitligaabsteiger VfL Osnabrück eine echte Herkulesaufgabe. „Ich kann nicht sagen, wir wollen die aus dem Stadion schießen, das wäre vermessen“, weiß Chefcoach Olaf Janßen, „wir wollen so etwas wie Augenhöhe erreichen, dafür müssen wir unser Herz auf dem Platz lassen.“

Bisherige Saison: Wer absteigt, möchte am liebsten sofort wieder aufsteigen, das liegt in der Natur des Fußballs. Dafür hat der VfL seinen Kader neu aufgestellt: 18 Abgänge, 13 Zugänge, ein neuer Trainer – im Sommer 2021 blieb bei den Niedersachsen kaum ein Stein auf dem anderen. Und nach dem starken Start ins neue Jahr, der VfL kommt mit drei Siegen und zwei Remis noch ungeschlagen nach Höhenberg, sind die Lila-Weißen voll mit drin in der Aufstiegsverlosung. Auf das spektakuläre 6:3 im Wiederholungsspiel beim MSV Duisburg folgte zwar daheim gegen Abstiegskandidat Türkgücü München „nur“ ein 1:1-Remis, doch auch hier hatte der VfL „gefühlt acht bis zehn Hundertprozentige“, so Olaf Janßen.

Der Torjäger: Ba-Muaka Simakala (25) kam im Sommer von Regionalligist SV Rödinghausen und stellte längst seine Drittligatauglichkeit unter Beweis. Der in Eschweiler geboren Deutsch-Kongolese traf bereits achtmal, allein vier Tore erzielte er in den letzten drei Spielen gegen Dortmund II, Duisburg und Türkgücü. 

Der Kapitän: Noch so ein Torjäger: Marc Heider (35) spielt seit 2016 wieder dort, wo er seine Profikarriere einst startete. Seit Saisonbeginn führt er das Team als Kapitän aufs Feld. Als solcher ist der Angreifer nicht nur durch seine Erfahrung enorm wichtig, sondern liefert seinen Mitspielern auch weiter fleißig Torbeteiligungen: In 23 Saisonspielen traf er wie auch Simakala bereits achtmal selbst, legte zudem sieben weitere Tore auf.

Das Dauerbrenner: Philipp Kühn kennt den Sportpark Höhenberg: Der 29-jährige Torwart spielte in der Saison 2016/17 für die Viktoria, ehe es ihn über die SV Drochtersen/Assel (Regionalliga Nord) zum VfL zog. Dort hat er in der laufenden Saison noch keine einzige Minute verpasst, stand 25 Mal von An- bis Abpfiff auf dem Feld.

Der Trainer: Seit Saisonbeginn zieht Daniel Scherning die Fäden beim VfL Osnabrück. Zuvor war er jahrelang an der Seite von Steffen Baumgart der Co-Trainer beim SC Paderborn. Mit dem SCP stieg der 38-Jährige 2018 ins Unter- und 2019 ins Oberhaus auf. Nun will er beweisen, dass er auch als Cheftrainer aufsteigen kann.

Der Spielabbruch: Am 19. Dezember war die Partie des VfL beim MSV wegen eines mutmaßlichen Rassismusvorfalls abgebrochen worden, als erstes Profi-Vussballspiel in Deutschland überhaupt. Das von der Staatsanwaltschaft Duisburg eingeleitete Ermittlungsverfahren gegen einen Zuschauer wurde jedoch im Januar eingestellt. Polizei und Staatsanwaltschaft konnten nicht zweifelsfrei nachweisen, dass die Beleidigungen tatsächlich Aaron Opoku galten. Laut Ermittlungen habe die Beleidigung „mutmaßlich dem Spieler Florian Kleinhansl und nicht Aaron Opoku" gegolten. Das DFB-Sportgericht entschied auch auf Wunsch beider Vereine, ein Wiederholungsspiel auszutragen.

„Wir sind froh, dass das Verfahren abgeschlossen ist", erklärte VfL-Geschäftsführer Dr. Michael Welling und stellte klar: „Die strafrechtliche Würdigung der Beleidigung spielt zwar für den Verursacher eine bedeutende Rolle, mit Blick auf die Reaktionen und das notwendige Engagement gegen Ausgrenzung ist das aber unbedeutend. Grundsätzlich bleibt für uns relevant, wie sich unser Spieler Aaron Opoku im Moment des Vorfalls gefühlt hat. Entsprechend würden wir auch heute noch genauso entscheiden wie im Dezember."

Bisherige Bilanz: In der 3. Liga trafen beide Teams erst einmal aufeinander, das Hinspiel in Osnabrück gewann der VfL durch einen Doppelpack von Marc Heider und ein Eigentor des im Winter zum SC Verl gewechselten Aaron Berzel 3:0.

Die Partie in den Medien: Anpfiff der Partie im Sportpark Höhenberg ist am Montag um 19.00 Uhr. Die Partie wird live und in voller Länge ab 18.45 Uhr auf Magenta Sport zu sehen sein. Dazu werden die Anhänger der Viktoria wie gewohnt über die Social Media Kanäle (FacebookInstagramYoutube und Twitter) auf dem Laufenden gehalten. Zudem wird auch das Vussballradio Schäl Sick wieder live auf Sendung gehen!

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