Viktoria Köln 1904
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Nach bitterem 0:4: Fans bauen Mannschaft wieder auf

Bittere Niederlage in Lautern (Bild: Besnik Abazaj/Viktoria Köln)

04.12.2021

Ein gebrauchter Nachmittag. Schmerzhafte 0:4-Niederlage gegen clevere und abgezockte Lauterer. Ein bitterer Rückschlag für unsere Viktoria nach dem souveränen 2:0-Heimsieg gegen den Halleschen FC.

Dauerregen in Kaiserslautern. Der Himmel weint. Es passt irgendwie zur Szenerie. Der Betzenberg verabschiedet Horst Eckel. Freitag verstarb die Lauterer Fußball-Legende im Alter von 89 Jahren. Für den Weltmeister von 1954 wird eine Schweigeminute abgehalten. Die Mannschaften tragen Trauerflor, die Viktoria spielt auf Bitten der Gastgeber statt im schwarzen Dress mit weißen Trikots.

Unser Cheftrainer Olaf Janßen verändert sein Team im Vergleich zum Heimsieg gegen Halle nur auf einer Position. Kapitän Marcel Risse kehrt nach überwundener Muskelverletzung zurück ins Team, dafür nimmt Benjamin Hemcke auf der Bank Platz. Auf dem Rasen kommt es zum Wiedersehen mit Viktorias Rekordspieler und Rekordtorschützen Mike Wunderlich, der nach neun Jahren in Höhenberg zum Betzenberg wechselte.

10 000 Zuschauer sind trotz der verschärften Corona-Bestimmungen zugelassen. Und die machen nach bereits vier Minuten einen Höllenlärm. Lautern mit einer Blitzführung. Unsere Abwehr ist ungeordnet, die Kugel fällt Patrick Hanslik vor die Füße, Drehschuss mit links, drin ist das Ding. Der Gastgeber führt 1:0.

Wir versuchen trotz des frühen Rückstandes Spielkontrolle zu bekommen. Die Partie wiegt hin und her. Und wieder ist es eine Unachtsamkeit, die uns den nächsten Nackenschlag versetzt.

Eine Ecke, eine Kopfballverlängerung, am langen Pfosten steht Maximilian Hercher völlig blank und netzt ein. 0:2 nach nur 20 Minuten. Das tut weh!

Wie antwortet die Viktoria? Marcel Risse versucht es in Minute 27 mit einem raffinierten Freistoß, den Lauterns Keeper Matheo Raab nur mit Mühe entschärfen kann.   

Dann wird die Partie hitzig. Lauterns Trainer Antwerpen gestikuliert wild an der Seitenlinie, reklamiert wegen angeblichen Handspiels von Moritz Fritz. Rudelbildung. Schiedsrichter Lukas Benen zeigt beiden den gelben Karton.

Kurz vor der Halbzeit hat Risse noch einmal die große Möglichkeit, um zu verkürzen. Sein Freistoß aus 19 Metern streift aber knapp über die Querlatte. Dann ist Halbzeit. Fazit: Lautern eiskalt. Zwei Chancen, zwei Treffer. Viktoria mit mehr Ballbesitz, aber zu harmlos.

Wir kommen aus der Pause zurück. Klefisch und Buballa bleiben in der Kabine. Dafür sollen Niklas May und Nikolaj Möller die Aufholjagd starten. Aber bereits nach drei Minuten ist die Hoffnung weg. Wieder ein Blitztor der Roten Teufel. Wieder steht Hanslik allein vor der Kiste. Verwandelt eiskalt. Es steht 3:0 für Lautern.

Jetzt bloß nicht kopflos werden. Weiter kämpfen, Viktoria! Irgendwie den Anschlusstreffer erzielen. Vielleicht gibt es ein kleines Fußballwunder…

Aber es gibt kein Durchkommen. Die Defensive des Gastgebers ist ein Bollwerk. Und am Ende kommt es noch schlimmer. Wieder ein Konter, der eingewechselte Jan Zimmer steht drei Minuten vor dem Abpfiff allein vor Moritz Nicolas und hebt die Kugel eiskalt über ihn hinweg ins Netz. 0:4 aus Viktoria-Sicht. Das tut weh.

Dann ist Schluss. Lautern feiert. Janßen ruft seine Mannschaft zusammen, bildet einen Kreis. Mut zusprechen nach der deftigen Pleite.

Schließlich geht es gemeinsam zu unseren Fans, die der Truppe Trost spenden.

„Die Niederlage tut weh“, sagt Janßen später auf der Pressekonferenz, „meine junge Mannschaft erlebt gerade einen besonderen Moment. Jetzt müssen wir gemeinsam zeigen, dass wir diese bittere Niederlage abschütteln, uns von unserem steinigen Weg nicht abbringen lassen und in unserem kommenden Heimspiel gegen Braunschweig die richtige Antwort zeigen.“  

Viktoria

Moritz Nicolas, Florian Heister, Maxim Rossmann, Christoph Greger, Daniel Buballa (ab 46.: Niklas May), Moritz Fritz (ab 73.: Jeremias Lorch), Kai Klefisch (ab 46.: Nikolaj Möller), Patrick Sontheimer (87.: Benjamin Hemcke), Marcel Risse, Simon Handle, Luca Marseiler (ab 59.: Youssef Amyn).

Schiedsrichter:

Lukas Benen

Gelbe Karten:

Viktoria:

Moritz Fritz (35. Minute), Luca Marseiler (38.), Christoph Greger (75.)

Kaiserslautern:

Marlon Ritter (15.), Marco Antwerpen ( 35.), Hendrick Zuck (42.), Kevin Kraus (45.)

 

Tore:

1:0 Daniel Hanslik (5. Minute). 2:0 Philipp Hercher (20.), 3:0 Daniel Hanslik (48.), 4:0 Jan Zimmer (87.)

Viktoria – das V steht für Vussball!

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