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Wiedersehen mit Patrick Glöckner

Patrick Glöckner (re.) war früher als Co-Trainer von Olaf Janßen (li.) tätig (Foto: Peter Ciper/Viktoria Köln)

16.08.2021

Seit 30 Jahren wartet Viktoria Köln nun schon auf einen Sieg gegen den SV Waldhof Mannheim. Am Samstag haben die Höhenberger Jungs wieder die Chance, diese Uhr auf Null zu stellen. Doch leicht wird das nicht: Die Buben haben sich mit bekannten Spielern aus der 1. und 2. Bundesliga verstärkt.

Saisonstart:

Nach zwei Unentschieden und einer Niederlage aus den ersten drei Spielen rangiert der SV Waldhof Mannheim derzeit auf dem 15. Tabellenplatz. Allerdings täuscht der Blick auf die Liga darüber hinweg, dass die Baden-Württemberger im DFB-Pokal den Europa League Teilnehmer Eintracht Frankfurt mit 2:0 aus dem Wettbewerb gekegelt haben. Eines ist jedoch klar: Bisher fielen alle Mannheim-Tore in der 3. Liga von der Strafraumkante. Viktoria ist also gewarnt.

Kader:

Kaum ein anderer Drittligist hat sich mit solch namhaften Spielern verstärkt wie der SV Waldhof. So begrüßen die Buben nicht nur Marco Höger in ihren Reihen (159 Bundesliga-Spiele für den 1. FC Köln und Schalke 04), sondern auch die Heidenheim-Legende Marc Schnatterer. Letzterer lieferte unglaubliche 457 Pflichtspiele für den 1. FC Heidenheim ab, feierte mit dem Rot-Blauen 2013 die Drittligameisterschaft und war über Jahre hinweg der Dreh- und Angelpunkt des Offensivspiels des FCH. In den sozialen Netzwerken steht ein anderer Neuzugang im Rampenlicht: Niklas Sommer von DAC Dunajska Streda aus der Slowakei kommt auf Instagram auf 250.000 Follower. Der 23-Jährige aus Dessau kann aber weit mehr als sich nur für soziale Medien in Szene zu setzen, wie er im DFB-Pokal gegen Eintracht Frankfurt 90 Minuten lang sehenswert unter Beweis stellte. Bei all den interessanten Neuverpflichtungen muss allerdings auch ein Blick auf die Abgänge geworfen werden: So verließ beispielsweise der Mittelfeldspieler Max Christiansen das Team und schloss sich Bundesligist Greuther Fürth an. Zudem zog es Offensivmotor Arianit Ferati in die Eredivisie zu Fortuna Sittard. Und auch Sechser Marco Schuster ist nun nicht mehr Teil der Buben, sondern festigt die Verteidigung des SC Paderborn in der 2. Liga. Ob diese Abgänge aus dem Mittelfeld kompensiert werden können, wird der Saisonverlauf zeigen.

Spieler im Fokus:

Hamza Saghiri spielte nicht nur sein letztes Jahr in der U 19 bei der Viktoria. Der Mittelfeldspieler absolvierte auch 98 Partien bei den Profis der Höhenberger. Er stieg mit den Rechtsrheinischen im Jahr 2019 in die 3. Liga auf und war ein fester Bestandteil der Mannschaft, bevor er sich für einen Wechsel zum SV Waldhof Mannheim entschied. Der mittlerweile 24-Jährige ist gut bei den Buben aufgenommen worden, gehört größtenteils zur Startelf und konnte am letzten Spieltag gegen die Würzburger Kickers mit einem Treffer der Marke Traumtor seinem Verein einen Punkt sichern. Wenn man der Statistik glaubt, wird der in Würselen geborene Spieler am Samstag auf dem Rasen stehen: Saghiri verpasste bisher keine Minute gegen seinen früheren Verein.

Der Trainer:

Seit 2005 ist Patrick Glöckner als Trainer aktiv, allerdings hatte er seine erste Anstellung als Chefcoach einer Profi-Mannschaft erst 2018. In der Zwischenzeit sammelte er Erfahrungen als Co-Trainer – unter anderem bei dem FC St. Pauli und Viktoria Köln. Hier arbeitete er unter der Regie von Olaf Janßen, dem heutigen Chefcoach der Höhenberger. Als dieser nach der abgeschlossenen Saison 2017/2018 zum VfL Wolfsburg ging, um mit Bruno Labbadia ein Trainerteam zu bilden, übernahm Glöckner die Position des Cheftrainers von Janßen. Auch wenn er am Ende der Spielzeit 2018/2019 nicht mehr an der Seitenlinie stand, ist ihm der Drittliga-Aufstieg zu großen Stücken anzurechnen. Nachdem er an der schwierigen Aufgabe scheiterte, den Chemnitzer FC vor dem Abstieg aus der 3. Liga zu bewahren, heuerte ihn Waldhof Mannheim an. In seiner ersten Saison als SVW-Chefcoach erreichte er einen soliden achten Tabellenplatz.

Die Historie:

Auch wenn Waldhof Mannheim in den letzten Jahrzehnten einige Spielzeiten in der Ober- und Regionalliga verbrachte, ist der Verein doch ein wichtiger Bestandteil der deutschen Fußballgeschichte. Eines der wichtigsten Spiele der Blau-Schwarzen fand bereits am 28. April 1940 statt, keine zwei Wochen bevor die Wehrmacht den Westfeldzug gegen Frankreich startete. Das Finale des Tschammerpokals (heute bekannt als DFB-Pokal) zwischen dem 1. FC Nürnberg und Mannheim verfolgten 60.000 Zuschauer im Berliner Olympiastadion. Dabei war das Endspiel auf dem Papier eine klare Sache: Nürnberg war bereits sechsfacher Deutscher Meister und konnte seinen wertvollsten Spieler, Hans Uebelein, von der Front für das Finale auf den Platz holen. Anders sah es da bei den Blau-Schwarzen aus, die ihren Schlussmann nicht vom Kriegsdienst freistellen konnten und zudem sieben Spieler im Kader hatten, die keine 20 Jahre alt waren. Die Mannheimer ergaben sich nicht ihrem Schicksal und überzeugten in der ersten Halbzeit durch kämpferisches Auftreten. Erst in der zweiten Hälfte wurde der Favorit aus Franken stärker und gewann dank eines Doppelpacks von Max Eiberger mit 2:0. Bis heute ist das Finale die Partie mit den meisten Zuschauern für den SV Waldhof Mannheim.

Bisherige Bilanz:

Siebenmal standen sich die Spieler der Viktoria und der Baden-Württemberger in den letzten 84 Jahren gegenüber: Die ersten beiden Begegnungen 1937 gewann Waldhof, doch als sie 1991 im DFB-Pokal aufeinandertrafen, gingen die Höhenberger mit einem 1:0 als Sieger vom Platz. In den letzten zwei Spielzeiten in der 3. Liga gab es je ein Unentschieden und eine Niederlage für die Kölner. Der Klub von der Schäl Sick wartet somit seit fast 30 Jahren auf einen Sieg gegen die Buben wartet. Statistisch gesehen ist Simon Handle da ein Hoffnungsträger aus Viktoria-Sicht: Der Flügelflitzer traf als einziger aktueller Spieler der Kölner bereits zweimal gegen die Mannheimer in der 3. Liga.

Die Partie in den Medien:

Anpfiff der Partie ist am Samstag um 14:00 Uhr im Sportpark Höhenberg. Das Spiel zwischen Viktoria Köln und dem SV Waldhof Mannheim wird ab 13:45 Uhr live bei Magenta Sport (als Einzelspiel und in der Konferenz) übertragen. Über die Social-Media-Kanäle des Vereins (Facebook, Instagram, Twitter, YouTube) werden die Anhänger natürlich auch wieder auf dem Laufenden gehalten. Einen Liveticker wird es auf der Viktoria-Homepage auch geben.  

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