Viktoria Köln 1904

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Gegnercheck: Mittwoch in Lotte gegen Uerdingen

Enes Tubluk war in der Hinrunde gegen Uerdingen in der Startelf (Foto: Jakob Settgast/Viktoria Köln)

28.04.2021

Am kommenden Mittwoch (Anpfiff 19:00 Uhr) steht für die Mannschaft von Olaf Janßen die Auswärtsfahrt zum abstiegsbedrohten KFC Uerdingen an. Im Gegensatz zu den Domstädtern haben die Krefelder am Wochenende nicht spielfrei. Sie bestreiten am 1. Mai noch ein Nachholspiel gegen Dynamo Dresden. Grundsätzlich ist es für Uerdingen eine schwierige Saison: Punktabzug, Investorenrückzug, Corona-Fälle, Abstiegskampf.

Bisherige Saison:

Die Spielzeit fing für die Krefelder schon nicht gut an. Von den ersten sechs Spielen gewann der KFC lediglich eins. Zwar fing sich die Mannschaft wieder und beendete die Hinserie noch auf Platz elf, dennoch gab es zahlreiche Rückschläge zu verkraften. Nach dem Hinspiel in Köln gewannen die Krefelder von zehn Spielen nur eins. Im Januar musste das gesamte Team wegen eines Corona-Falls in Quarantäne. Danach ereilte den Verein die Nachricht, dass wegen Eröffnung eines Insolvenzverfahrens drei Punkte abgezogen werden. Auch die sportliche Misere vertiefte sich. So trennte sich der KFC im April von Cheftrainer Stefan Krämer. Zuletzt gab es aber immerhin ein 2:0 bei Türkgücü München.

Das Hinspiel:

Die Hinrundenpartie verlief aus Viktoria-Sicht alles andere als optimal. Denn die drei Punkte nahm Uerdingen verdient mit nach Hause. Die erste Chance des Spiels gehörte den Kölnern. Enes Tubluk, der sein Startelf-Debüt feierte, verpasste die Kölner Führung knapp (21.). Besser machte es KFC-Kapitän Assani Lukimya fünf Minuten später. Nach einer Ecke von Peter van Ooijen netzte der Innenverteidiger aus etwa vier Metern ein. In der Folge war der KFC deutlich besser und kam zu weiteren Torgelegenheiten. Eine davon nutzten die Krefelder nach dem Seitenwechsel. Letztlich war es Fridolin Wagner, der zum 2:0-Endstand traf (51.). Das letzte Highlight setzte Tim Albutat. Keine zehn Minuten nach seiner Einwechslung musste der Mittelfeldspieler wegen einer Ampelkarte vom Platz (83.).

Die Personalsituation:

Bereits seit dem vergangenen Jahr fehlen Jan Kirchhoff (Muskelbündelriss) und Osayamen Osawe (Knöchel-OP). Für Tim Albutat ist die Spielzeit aufgrund eines Kreuzbandrisses vorzeitig beendet. Ob Christian Kinsombi (Muskelfaserriss) nochmal zum Zug kommt, ist fraglich. Wann Adriano Grimaldi (Corona-Erkrankung) wieder ins Team zurückkehren kann, ist offen.

Spieler im Fokus:

In den vergangenen Wochen hat sich Gustav Marcussen einen Namen gemacht. Vor allem beim Sieg gegen Türkgücü München zeigte der 22-Jährige seine Qualitäten und traf zum 1:0-Führungstreffer. Für den Linksaußen war es das dritte Tor in dieser Spielzeit. Der Rechtsfuß kam 2020 vom dänischen Erstligisten Lyngby BK. Für die Junioren-Nationalmannschaften seines Landes lief Marcussen 18-mal auf.

Der Trainer:

Seit der Entlassung von Stefan Krämer im April steht Co-Trainer Stefan Reisinger an der Seitenlinie. Doch der 39-Jährige verfügt über keine Fußballehrer-Lizenz, sodass er das Amt interimsweise nur bis zum 4. Mai bekleiden darf. So darf man gespannt sein, wer am 5. Mai das Sagen hat.

Das Stadion:

Da die Grotenburg aktuell nicht den Anforderungen der 3. Liga entspricht, trägt der KFC Uerdingen seine Heimspiele nicht in Krefeld aus. Dem Verein steht zurzeit das Stadion am Lotter Kreuz zur Verfügung. Für jedes Heimspiel müssen die Uerdinger eine zweistündige Anreise antreten.

Bisherige Partien:

Gegen den KFC trat Viktoria Köln in den vergangenen zehn Jahren schon öfter an. In der Saison 2011/2012 spielten beide Teams in der NRW-Liga, jede Mannschaft gewann dabei ein Spiel. Beim Aufeinandertreffen in Köln kam es zu der wohl kuriosesten Szene der Ligageschichte: Viktoria-Ersatzspieler Andreas Moog griff unerlaubt in das Spiel ein und schoss den Ball von der Torlinie. Dafür sah der Kölner die Rote Karte. Zwischen 2013 und 2018 gab es sechs weitere Begegnungen in der Regionalliga West. Dabei teilten sich die Vereine fünfmal die Punkte, einmal gewann der Klub von der Schäl Sick (4:1). Die Bilanz in der 3. Liga aber liest sich für die Domstädter weniger gut: Beide Spiele im Sportpark Höhenberg gingen an die Uerdinger, aus Düsseldorf brachte Viktoria in der vergangenen Spielzeit einen Zähler mit.

Vereinshistorie:

Der FC Bayer 05 Uerdingen stieg 1975 als erster Werksverein in die Bundesliga auf. Insgesamt 14 Jahre im Fußballoberhaus folgten. 1985 gewann der Klub den DFB-Pokal und schaffte im Jahr darauf den Sprung ins Europapokalhalbfinale. Namhafte Akteure wie Oliver Bierhoff, Stefan Kuntz, Brian Laudrup, Manfred Burgsmüller, Stéphane Chapuisat oder Ailton trugen einst das blau-rote Trikot. 1994/1995 stieg die Bayer AG aus dem Verein aus. So folgte als KFC Uerdingen der Absturz bis in die Verbandsliga Niederrhein 2008/2009. Zwischen 2017 und 2019 gelang der Durchmarsch aus der fünften in die 3. Liga. Die beiden vergangenen Spielzeiten beendeten die Krefelder im Tabellenmittelfeld.

Partie in den Medien:

Die Begegnung zwischen dem KFC Uerdingen und Viktoria Köln beginnt am Mittwoch um 19:00 Uhr in Lotte. Die Partie überträgt Magenta Sport ab 18:45 Uhr live. Darüber hinaus werden die Anhänger der Viktoria wie gewohnt über die Social Media Kanäle von Viktoria Köln (FacebookInstagram und Youtube) und den Live-Ticker auf Twitter auf dem Laufenden gehalten.

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