Viktoria Köln 1904
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Gegnercheck: Viktoria bei den Löwen

Marcel Risse traf in der Hinrunde gegen 1860 München (Foto: Jakob Settgast/Viktoria Köln)

19.04.2021

Gerade erst gegen Halle mit 2:0 gewonnen, steht für Viktoria Köln das Gastspiel beim TSV 1860 München an. Am Dienstag (Anpfiff 19:00 Uhr) lässt sich die Mannschaft von Olaf Janßen auf den Kampf mit den Löwen ein. Dabei können beide Teams mit Stolz ihre Zähne zeigen. Denn von den letzten sechs Ligaspielen haben beide Mannschaften je fünf gewonnen. Damit treffen im Stadion an der Grünwalder Straße zwei sehr formstarke Drittligisten aufeinander.

Bisherige Saison:

Das Ziel von 1860 ist seit Saisonbeginn klar: Die Münchner wollen zurück in Liga zwei. Das konnte der TSV bereits früh untermauern, denn in den ersten fünf Spielen blieben die Sechziger ungeschlagen. Zwar fielen die Löwen zwischenzeitlich auf Rang elf ab, fanden aber schnell wieder in das Aufstiegsrennen zurück. Nach der 1:2-Niederlage bei Dynamo Dresden verlor der Verein in den folgenden elf Spielen nur einmal – und zwar bei Viktoria Köln. Nach sieglosen Spielen gegen Duisburg (0:1) und Lübeck (0:0), schienen sich die Löwen erneut aus dem Aufstiegsrennen zu verabschieden. Doch Siege gegen Halle (4:0), Dresden (1:0), Uerdingen (3:1) und Verl (3:2) brachten die Mannschaft aus der bayerischen Landeshauptstadt wieder in Tuchfühlung zur Spitze. Dank des jüngsten 2:0-Derbysieges bei Türkgücü im Münchner Olympiastadion hat Sechzig nur noch zwei Punkte Rückstand auf die Aufstiegsplätze.

Das Hinspiel:

In der Hinrunde gewann Viktoria Köln daheim nach einem späten 2:1-Siegtreffer von Marcel Risse. Doch im ersten Spielabschnitt gingen zunächst die Gäste aus München in Führung. Richard Neudecker nahm sich nach einer Viertelstunde aus der Distanz ein Herz und ließ Sebastian Mielitz keine Chance. Fünf Minuten vor dem Seitenwechsel zeigte Patrick Koronkiewicz ungewohnte Fähigkeiten: Der Verteidiger lauerte in Stürmerposition auf einen langen Ball von Kai Klefisch und schob gekonnt zum Ausgleich ein. In der Folge musste Sechzig-Keeper Marco Hiller einige Chancen vereiteln, denn die Kölner hatten beim 1:1 neuen Löwenmut getankt. Der Lucky Punch gelang Viktoria dann in der 88. Minute: Koronkiewicz schlug einen Ball von der rechten Seite zur linken Strafraumkante. Dort wartete Risse und traf zum 2:1-Endstand.

Personelle Situation:

Bei den Münchnern kommt Linksverteidiger Phillipp Steinhart nach abgesessener Gelbsperre zurück in den Kader. Bei Offensivmann Keanu Staude sieht die Situation anders aus. Der 24-Jährige zog sich im Training vor dem Spiel gegen Verl einen Sehnenriss zu und wird nicht mitwirken können. Gleiches gilt für Quirin Moll. Der Mittelfeldspieler zog sich im Januar einen Kreuzbandriss zu. Auch für den Langzeitverletzten Tim Linsbichler wird die Partie zu früh kommen.

Spieler im Fokus:

Gegen Halle musste die Kölner Verteidigung mit Terrence Boyd schon gegen den aktuell zweitbesten Torschützen der 3. Liga ran. Doch der Kapitän der Löwen, Sascha Mölders, legt noch eine Schüppe drauf: Mit 20 Treffern ist der 36-Jährige der gefährlichste Angreifer der Liga. Der gebürtige Essener netzte seit seinem Wechsel nach München im Jahr 2016 in 184 Partien 75-mal ein und fungierte bei 42 weiteren Toren als Vorlagengeber. Damit hatte und hat Mölders einen Löwenanteil am Drittliga-Aufstieg und den erneuten Aufstiegsambitionen von Sechzig. Seine Qualitäten sind bundesweit bekannt, beim FC Augsburg hat der Stürmer bereits reichlich Bundesliga-Erfahrung sammeln können. Zuletzt machte der Kult-Stürmer auch mit seinem eigenen Fanshop auf sich aufmerksam. Dort verkauft er unter anderem Shirts mit dem Schriftzug „Die Wampe von Giesing“, basierend auf einen Schnappschuss, der Mölders mit freiem Bauch beim Seitfallzieher zeigt. Außerdem ist der Torjäger ein alter Bekannter von Mike Wunderlich: Die beiden Routiniers standen zwischen 2008 und 2011 für Rot-Weiss Essen und den FSV Frankfurt 64-mal gemeinsam auf dem Rasen.

Trainer:

Namentlich würde der Sechzig-Coach auch gut auf die andere Seite passen: Michael Köllner hat seit 2019 das Heft beim TSV in der Hand. Der 51-Jährige arbeitete von 2002 bis 2014 beim DFB als Koordinator für Talentförderung. 2017 übernahm Köllner den Trainerposten beim 1. FC Nürnberg und stieg in die Bundesliga auf. Mit den Löwen feierte der Trainer in der vergangenen Saison den Sieg des Bayerischen Toto-Pokals. Zuletzt ließ sich der Coach einen „Ungeschlagen-Bart“ wachsen. Diesen will er erst bei der nächsten Niederlage entfernen. Ob Köllner am Dienstagabend den Rasierapparat anschmeißen muss?

Bisherige Spiele:

In der 3. Liga trafen die beiden Vereine bisher dreimal aufeinander. Jedes Mal behielt die jeweilige Heimmannschaft drei Punkte im eigenen Stadion. Diese Serie wollen die Domstädter am Dienstag beenden. Beim ersten Aufeinandertreffen gewannen die Löwen mit 4:2. In der Rückserie der vergangenen Saison siegten die Domstädter dank der Treffer von Albert Bunjaku und Kevin Holzweiler mit 2:0. In der Hinrunde der laufenden Saison gelang der Viktoria ein 2:1-Sieg. Trotzdem sind die Münchner, die aktuell den vierten Tabellenplatz in der 3. Liga belegen, im Heimspiel gegen Köln wohl eher Favorit.

Vereinshistorie:

Der TSV 1860 München gehört zu den Drittligisten, die bereits die Deutsche Meisterschale in den Himmel strecken durften. Als Gründungsmitglied der obersten Spielklasse gelang den Löwen 1966 das Kunststück. Vier Jahre später stieg die Mannschaft ab und war 1974 Gründungsmitglied der neuen 2. Bundesliga. 1982 musste Sechzig zwangsweise den Gang in die Bayernliga antreten. Zwölf Jahre später kehrten die Löwen in die Bundesliga zurück. Die Spielzeit 1999/2000 beendete der TSV auf dem vierten Rang. Nach zehn Jahren war für die Münchener Schluss im Oberhaus. Seitdem ging es in Giesing drunter und drüber: 2015 gelang dem Verein der Klassenerhalt in Liga zwei in der Relegation. 2017 stieg 1860 dann ab, doch da die Sechziger keine Lizenz für die 3. Liga erhielten, mussten sie zwangsweise in der Regionalliga Bayern antreten. Dort gelang dem Verein der direkte Wiederaufstieg. Nun spielen die Giesinger die dritte Spielzeit in Folge in der 3. Liga.

Partie in den Medien:

Das Spiel zwischen dem TSV 1860 München und Viktoria Köln beginnt am Dienstag um 19:00 Uhr im Städtischen Stadion an der Grünwalder Straße. Die Partie überträgt Magenta Sport ab 18:45 Uhr live (als Einzelspiel und in der Konferenz). Darüber hinaus werden die Anhänger der Viktoria wie gewohnt über die Social Media Kanäle von Viktoria Köln (FacebookInstagram und Youtube) und den Live-Ticker auf Twitter auf dem Laufenden gehalten.

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