Viktoria Köln 1904
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Gegnercheck: Nachbarschaftsduell im knapp 400 Kilometer entfernten Zwickau

Timmy Thiele traf in der Hinrunde per Elfmeter (Foto: Jakob Settgast/Viktoria Köln)

08.04.2021

Der FSV Zwickau ist der nächste Gegner von Viktoria Köln. Die Sachsen stehen auf Platz neun der Drittliga-Tabelle, unmittelbar vor den Domstädtern. Am Sonntag (13.00 Uhr) geht es für die Mannschaft von Olaf Janßen gegen die Schwäne, die unter der Woche Moral bewiesen und gegen Kaiserslautern noch in der Nachspielzeit zum 2:2 getroffen haben.

Bisherige Saison:

Nach einem guten Start in die Spielzeit (Siege in Ost-Duellen gegen Dresden und Halle) fiel der FSV zurück, am 15. Spieltag stand Zwickau auf dem letzten Rang. Gegen Meppen (2:1) gelang der Mannschaft von Joe Enochs der Befreiungsschlag. Weitere Siege gegen Teams wie Lübeck, Haching, Duisburg oder 1860 katapultierten die Rot-Weißen ins Tabellenmittelfeld. Vor der Niederlage gegen Waldhof Mannheim (0:1) am Ostersamstag, blieb der FSV fünf Spiele lang ungeschlagen. Beim 1. FC Kaiserslautern gab es im Nachholspiel am Mittwoch ein Remis. Somit haben die Sachsen derzeit 41 Zähler auf dem Konto, einen mehr als Viktoria Köln.

Das Hinspiel:

In der Hinrunde trennten sich die beiden Teams im Sportpark Höhenberg mit einem 1:1. Bereits in den ersten 20 Minuten kamen die Kölner zu drei Großchancen, konnten diese aber nicht verwerten. Die Viktoria hatte das Spielgeschehen auch in der Folge in der Hand, ohne die Führung zu erzielen. Die Schlussphase wurde dafür umso turbulenter. Eine Viertelstunde vor Abpfiff kamen die Gäste zu ihrer ersten echten Torchance, Morris Schröter traf das Aluminium. In der 87. Minute ging Michael Seaton im Zwickauer Strafraum zu Boden. Der Schiedsrichter entschied auf Strafstoß, Timmy Thiele verwandelte sicher. Doch damit nicht genug: Nach einem Foul an Schröter in der Nachspielzeit entschied der Referee erneut auf Elfmeter, diesmal für Zwickau. Der Gefoulte trat selbst an und traf zum 1:1.

Personelle Situation:

Joe Enochs hat im Vorfeld der Partie voraussichtlich kaum Ausfälle von Stammkräften zu beklagen. Lediglich Abwehrspieler Ali Odabas fällt aufgrund eines Muskelbündelrisses im Gesäß aus.

Spieler im Fokus:

Dass Johannes Brinkies ein außerordentlich guter Drittliga-Keeper ist, hat die Viktoria in der Hinrunde am eigenen Leib erfahren müssen. In der Hinrundenbegegnung vereitelte der 27-Jährige eine Großchance nach der anderen. Als Kapitän ist er für seine Mannschaft unverzichtbar, lediglich eine Partie hat er in der laufenden Saison verletzungsbedingt verpasst. Der Schlussmann war zuvor beim F.C. Hansa Rostock aktiv, wo er auch etliche Jugendmannschaften durchlief.

Trainer:

Seit 2018 ist Joseph Andrew – genannt „Joe“ – Enochs Chefcoach beim FSV. Seitdem schaffte er mit dem Verein zweimal den Klassenerhalt. Als Spieler war der einstige US-Nationalspieler zwölf Jahre lang (1996 bis 2008) für den VfL Osnabrück aktiv. Für die Niedersachsen stand Enochs in 388 Pflichtspielen auf dem Feld und blieb dem Klub nach seiner Zeit als Spieler unter anderem als Leiter des NLZ und als Jugendtrainer treu. Von 2015 bis 2017 spielte die erste Mannschaft von der Bremer Brücke unter seiner Regie. Zur Saison 2018/2019 wechselte er dann schließlich nach Sachsen. 

Bisherige Spiele:

Die beiden Teams trafen bisher dreimal aufeinander. Bei der ersten Begegnung gab es für die Viktoria eine herbe Packung: Mit 4:0 schickten die Zwickauer ihre Gäste zurück in die Domstadt. Doch bereits in der Rückrunde hatte die Mannschaft von der Schäl Sick eine Antwort parat und gewann mit 3:0 im Sportpark Höhenberg. Aufgrund des Unentschiedens in der Hinrunde ist die Bilanz somit ausgeglichen.

Vereinshistorie:

Seit 1950 steht der Verein als erster DDR-Oberligameister und dreimaliger Pokalsieger (1963, 1967 und 1975) in den Geschichtsbüchern des Fußballs. Bis 1983 hielten sich die Schwäne im Oberhaus. Damit waren sie gewissermaßen der HSV des Ostens, denn kein Verein spielte länger ununterbrochen in der DDR-Oberliga. 1975 sorgten die Zwickauer in Europa für Furore als sie es bis ins Halbfinale des Europapokals der Pokalsieger schafften. Nach der Wende verpasste der Klub zunächst den Sprung in die 2. Bundesliga. Von 1994 bis 1998 war Zwickau dann aber zweitklassig. Seit 2016 spielt der FSV in der 3. Liga. 

Partie in den Medien:

Anpfiff der Begegnung zwischen dem FSV Zwickau und Viktoria Köln ist am Sonntag um 13:00 Uhr in der GGZ Arena. Die Partie überträgt Magenta Sport ab 12:45 Uhr live. Zudem werden die Anhänger der Viktoria wie gewohnt über die Social Media Kanäle von Viktoria Köln (FacebookInstagram und Youtube) und den Live-Ticker auf Twitter auf dem Laufenden gehalten. 

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