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Sebastian Mielitz im Interview: „Im Spiel gibt es keine Freunde“

Sebastian Mielitz, die Nummer eins bei Viktoria Köln (Foto: Markus Scheuren/Viktoria Köln)

16.02.2021

Sebastian Mielitz ist seit Saisonbeginn die neue Nummer eins bei Viktoria Köln. Der 31-Jährige spricht im Interview über den Konkurrenzkampf im Tor, den Trainerwechsel und die jüngsten Spielabsagen. 

Herr Mielitz, seit etwas mehr als einem halben Jahr sind Sie nun in Köln. Wie haben Sie Ihre erste Zeit in der Domstadt erlebt?

Sebastian Mielitz: Bisher habe ich Köln durchweg positiv erlebt. Ich fühle mich hier sehr gut aufgehoben. Die Mannschaft hat mich sehr gut aufgenommen als ich ankam. Bei der Viktoria generell gefällt es mir sehr gut, ich kann nichts Negatives sagen.

Die Viktoria hat mit André Weis und Yannik Bangsow zwei weitere gute Schlussmänner im Kader. Wie erleben Sie den Konkurrenzkampf auf der Torhüter-Position und wie helfen Sie sich gegenseitig?

Mielitz: Bei uns herrscht eine Art „positiver Konkurrenzkampf“. Wir respektieren uns gegenseitig sehr, das ist denke ich sehr wichtig. Somit agieren wir auch als Team, was im Profi-Fußball auch nicht immer üblich ist. Wir pushen uns gegenseitig zu guten Leistungen in jedem Spiel. 

Für Sie persönlich ist die Saison gut gestartet, im September haben Sie die Fans zum Spieler des Monats gewählt. Das hat auch der Mannschaft geholfen, der Start in die Spielzeit war sehr stark. Warum konnte die Mannschaft den Schwung nicht mit in den Spätherbst nehmen?

Mielitz: Das ist eine Frage, die wir uns alle stellen. Wir müssen zugeben, dass wir einige Fehler gemacht haben, sonst wäre es nicht zum Trainerwechsel gekommen. Wir sind dabei vieles aufzuarbeiten und haben mit dem neuen Trainer intensiv gearbeitet in der letzten Zeit. Ich bin jedenfalls frohen Mutes für die nächsten Spiele.

Wie erleben Sie die Arbeit von Olaf Janßen als Chefcoach und was hat sich zu der Zeit unter Pavel Dotchev geändert?

Mielitz: Es ist immer schwierig, Trainer zu vergleichen. Jeder Trainer hat seine eigene Handschrift. Ich hoffe, dass die Handschrift des neuen Trainers erkennbar und dann auch erfolgreich wird. Das ist etwas, das sich natürlich die ganze Mannschaft wünscht. Erfolgserlebnisse schweißen eine Mannschaft zusammen. 

Ein Spiel haben Sie auch unter Daniel Zillken absolviert. Nun ist er als Co-Trainer ins Trainerteam aufgerückt. Welche Impulse gibt er der Mannschaft?

Mielitz: Er gibt uns durchweg positive Impulse auf den Weg. Er ist ein positiv verrückter Mensch. Wie er uns auf das Spiel in Wiesbaden vorbereitet hat, war einfach klasse. Wir sind froh, dass er nun ein Teil des Trainerteams geworden ist. Trotz der kurzen Zeit hat er bereits eine Menge Input geben können und für Begeisterung gesorgt. 

Leider konnte das Spiel gegen den SV Meppen nicht stattfinden. Wie sehr hatten Sie sich auf das Wiedersehen mit Ihrem langjährigen Teamkollegen Torsten Frings gefreut?

Mielitz: Ich freue mich generell auf jedes Spiel. Es wäre einfach ein Spiel um wichtige drei Punkte gewesen – auch wenn Torsten Frings, mit dem ich ein paar Jahre gemeinsam kickte, beim Gegner an der Seitenlinie gestanden hätte. Aber im Spiel gibt es keine Freunde. Wir wissen natürlich nicht, wann es nachgeholt wird. Wir bereiten uns einfach auf den nächsten Gegner vor. Wir hoffen, dass sich das Wetter etwas bessert und Fußballspielen auch in unserem Stadion wieder möglich wird. 

Es sind bereits zwei Spiele, die wetterbedingt abgesagt wurden. Das bedeutet auch, dass der Terminkalender zum Saisonendspurt etwas enger wird. Wie nehmen Sie die Situation wahr?

Mielitz: Es wird ein knackiges Programm. Unsere Spiele werden fast nur noch im englischen Stil ausgetragen, alle drei oder vier Tage steht ein Spiel an. Das wird knackig. Dann wird jeder einzelne Spieler gebraucht. Hoffentlich hilft es uns, die Idee des Trainers bestmöglich zu verinnerlichen. Dann werden wir auch hoffentlich wieder positive Ereignisse erleben können. 

Was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie von den jüngsten Spielabsagen erfahren haben?

Mielitz: Gegen Magdeburg war es sehr speziell. Etwa fünf Minuten vor dem Aufwärmen wurde uns mitgeteilt, dass das Spiel abgesagt wurde. So kurz vor dem Spiel bin ich schon voll im Wettkampfmodus und voll fokussiert. In dem Moment, in dem ich mitbekomme, dass ein Spiel abgesagt wird, falle ich in eine Art Loch. Die ganze Anspannung, die man vor so einer Partie normalerweise hat, fällt auf einmal weg. Vor allem, weil man nicht das machen darf, worauf man sich vorbereitet hat. Vor dem Spiel gegen Meppen habe ich den Wetterbericht im Auge behalten. Nichtsdestotrotz haben wir uns bis zur Absage ganz normal auf das Spiel vorbereitet.

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