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Lukas Möbus — ein waschechter Kölner im eVussball

eSportler Lukas „Obafemimoebus“ Möbus (Foto: Besnik Abazaj/Viktoria Köln)

13.02.2021

Lukas „Obafemimoebus“ Möbus ist einer der drei eSportler, die das Trikot von Viktoria Köln tragen. Mit guten Ergebnissen in der „Weekend League“ macht er regelmäßig auf sich aufmerksam. Als echter Kölner fühlt er sich beim Klub von der Schäl Sick sehr wohl und ist unter anderem im DFB-ePokal für die Höhenberger angetreten. Im Interview spricht er über sein Leben als eSportler und den Ausgleich zwischen FIFA und Freizeit.

Herr Möbus, wann fängt für Sie der Arbeitstag in der Regel an?

Lukas Möbus: Es kommt darauf an, was bei mir am Tag ansteht, welche Turniere wir haben und zu welcher Uhrzeit diese anfangen. Ich gestehe, mein Tagesrhythmus ist etwas unterschiedlich – verglichen mit anderen Berufstätigen. Wenn mein Tag geregelt ist, fängt er um etwa zwölf Uhr an. Wenn er aber etwas aus den Fugen gerät, kann es auch 14 oder 15 Uhr sein. Daran muss man sich aber gewöhnen, das ist einfach ein Job, der zu anderen Zeiten stattfindet. 

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus? Wann haben Sie ‚Feierabend‘?

Möbus: Ich mute mir selbst etwa drei bis vier Stunden Training am Tag zu. Man sollte nicht zu übereifrig sein, sonst kann es auch in die falsche Richtung gehen. Zum Arbeitsalltag gehört auch, dass ich auf meinem Twitch-Kanal streame. Dort kann man mir zuschauen, wie ich ‚Content create‘ (Inhalte produziere; Anm. d. Red.). Meine Streamingzeiten sind in der Regel zwischen 22.00 Uhr und 3 Uhr morgens. Ich bin also zu etwas späteren Zeiten aktiv. 

Sie haben gewissermaßen Ihr Hobby zum Beruf gemacht. Gibt es bei Ihnen eine Art „Work-Life-Balance“?

Möbus: Ich denke, dass ich meine Work-Life-Balance ganz gut im Griff habe. Natürlich beschäftige ich mich intensiv mit dem Spiel. Aber auch als eSportler habe ich meine Freizeit, so wie es auch bei anderen Jobs der Fall ist. Zu meiner Freizeit gehört auf jeden Fall auch der Sport. Oder ‚Socializing‘, wie man heute zum Treffen von Freunden sagt – auch wenn das aufgrund der Corona-Pandemie aktuell nicht in gewohnter Form stattfinden kann. Das sind Dinge, die mir den Kopf gewissermaßen freimachen. So gehe ich dann mit neuer Energie in meine Streams. Damit bin ich auch aufnahmefähig für meine Zuschauer.

Sie sind bei TF eSports beschäftigt und durch die Kooperation mit Viktoria Köln seit Dezember 2020 gewissermaßen ein Teil des Vereins. Wie empfinden Sie die Zusammenarbeit bisher?

Möbus: Die Zusammenarbeit mit Viktoria Köln gefällt mir ausgesprochen gut. Für mich als waschechter Kölner ist das eine tolle Sache. Auch meine Familie besteht aus ‚Kölsch Bloot‘. Dementsprechend habe ich mich im vergangenen Sommer sehr gefreut, dass mit Marcel Risse ein weiteres Urgestein der Stadt auf die Schäl Sick gewechselt ist. Viktoria Köln erlebe ich als einen hochgradig sympathischen Verein. Dementsprechend ist es für mich als Kölner eine sehr feine Sache, im Viktoria-Trikot spielen zu dürfen. 

Ihre Leistungen werden an Ihrem Abschneiden in der „Weekend League“ gemessen. Wie wichtig ist Ihnen das und wie gehen Sie damit um, wenn es nicht nach Maß läuft?

Möbus: Bevor ich eSportler wurde, habe ich ein schlechtes Ergebnis in der Weekend League persönlicher genommen. Wenn man schon etwas länger im Geschäft ist und Woche für Woche spielt, weiß man, dass es nicht immer nach Plan laufen kann. Leistungen sind auch tagesformabhängig und weitere Faktoren, wie die persönliche Stimmung, müssen passen. Man kann nicht jede Woche gleich liefern. Schlechte Ergebnisse muss man sich auch selbst verzeihen können. Wenn man aber gut abschneidet und ein 30-0 (alle WL-Partien gewonnen; Anm. d. Red.) holt, muss man zufrieden sein.

Abschließend eine kurze Frage: Vussball oder eVussball?

Möbus: Beides hängt gewissermaßen zusammen. Da es aber mein Job ist und ich dementsprechend mein Geld damit verdiene, ist es für mich natürlich der eVussball.

Viktoria – das V steht für Vussball!

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