Viktoria Köln 1904
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Der Viktoria-Jahresrückblick 2020

Im Jahr 2020 verpflichtete die Viktoria unter anderem Timmy Thiele, Sebastian Mielitz und Jeremias Lorch (Foto: Julia Schulz/Viktoria Köln)

30.12.2020

Das Jahr 2020 geht zu Ende. Das ist ein guter Zeitpunkt, um bei Viktoria Köln auf die letzten zwölf Monate zurückzublicken. Es gab Höhen und Tiefen – und die Corona-Pandemie.

3. Januar: An einem Freitag gab es die erste Trainingseinheit im Jahr 2020. Dabei stand für die Profimannschaft, die in der 3. Liga auf Platz 16 überwintert hatte, ein Laktattest auf dem Programm.

5. Januar: Die Viktoria gewann das erste Testspiel im neuen Jahr beim Oberligisten TuRU Düsseldorf. Dabei setzte sich die Mannschaft aus Höhenberg mit 6:1 durch. Dabei traf Neuzugang Michael Seaton erstmals. Er erzielte in der 19. Minute das 1:0 für die Kölner.

7. Januar: Trainer- und Funktionsteam sowie der Kader reisten um 6.00 Uhr morgens nach Antalya zu. Dort gelandet ging es dann weiter nach Belek (Türkei), wo die Mannschaft ein einwöchiges Trainingslager absolvierte.

13. Januar: Viktoria Köln setzte sich im letzten Testspiel in der Türkei gegen den FC Astra Giurgiu, den rumänischen Meister aus dem Jahr 2016, durch. Die Höhenberger siegten im Titanic Belek Stadion mit 4:1 – und das, obwohl die meisten Fußball-Experten den Erstligisten im Vorfeld als starken Gegner angesehen hatten.

19. Januar: Der FC Viktoria Köln konnte das letzte Testspiel vor der ersten Drittligapartie im neuen Jahr gewinnen. Beim Regionalliga-Team vom SV Bergisch Gladbach setzten sich die Höhenberger mit 3:2 durch. Für die Tore der Kölner sorgten Richmond Tachie (2 x) und Simon Handle.

25. Januar: Erstes Ligaspiel im neuen Jahr! Dabei erreichte die Viktoria beim Chemnitzer FC ein 2:2. Mike Wunderlich und Albert Bunjaku trafen für Köln. Was dann aber in der Nacht folgte, sorgte für Unverständnis. Nach der Rückkehr aus Sachsen wurde der Viktoria-Fanbus mit seinen 35 Insassen, darunter auch Frauen, auf brutalste Art und Weise überfallen. Der Vorfall sorgte bundesweit für riesige Empörung.

31. Januar: Endlich – der Knoten war geplatzt! Nach 13 sieglosen Meisterschaftsspielen in Folge gewann Viktoria Köln in der 3. Liga wieder. Die Mannschaft von Cheftrainer Pavel Dotchev setzte sich beim favorisierten Halleschen FC in einer dramatischen Partie mit 4:3 durch und holte damit wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg.

1. Februar: Mit einem Sieg im Gepäck ließ sich besser feiern! Über 1.000 Gäste waren am Tag nach dem Auswärtserfolg in Halle dabei, um bei der siebten Karnevalssitzung von Viktoria Köln einen großartigen Abend zu verleben. Das galt natürlich auch für die Spieler und das Trainerteam der Viktoria. Ihr Auftritt war einer der Höhepunkte in der Stadthalle Köln Mülheim. Schließlich galt es, die Vereinshymne „Viktoria mi Hätz“ zusammen mit Sänger Patric zum Besten zu geben.

8. Februar: Im ersten Drittliga-Heimspiel des Jahres kassierte Viktoria Köln eine 2:4-Niederlage gegen die Bundesliga-Reserve des FC Bayern München. Damit rutschten die Höhenberger vorrübergehend auf den 17. Platz, der den Abstieg bedeutet hätte, ab. Besonders bitter: Vor 3.669 Zuschauern sicherten sich die Bayern erst sehr spät den Sieg. Christopher Richards (89.) und Sarpreet Singh (90. + 4) sorgten erst in der Schlussphase für den Erfolg des späteren Drittliga-Meisters.

1. März: Viktoria Köln schaffte mit dem zweiten 1:0-Sieg in Folge den Sprung von den Abstiegsplätzen. Nach einem Erfolg gegen Großaspach in der Woche zuvor und dem Sieg im Audi Sportpark beim FC Ingolstadt belegte die Mannschaft endlich wieder Rang 16.

7. März: Last-minute-Sieg gegen Preußen Münster! Pavel Dotchev, der zum 237. Mal in der 3. Liga als Trainer an der Seitenlinie stand und damit zusammen mit Peter Vollmann Rekordhalter der Spielklasse wurde, lag mit seinem Team bis zur 83. Minute mit 0:1 zurück, ehe Albert Bunjaku und Mike Wunderlich mit ihren Treffern doch noch für einen Heimerfolg vor 3.147 Zuschauern sorgten. Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand wusste, es sollte das letzte Drittliga-Spiel der Viktoria für lange Zeit bleiben. Denn in der Folge musste der Spielbetrieb der 3. Liga aufgrund der Corona-Pandemie bis Ende Mai ausgesetzt werden.

 

 

1. April: April, April! Die Viktoria berichtete, dass die Heimspiele in der kommenden Saison in der LANXESS arena austragen werden sollen. Da hieß es: „Die für den Sportpark Höhenberg geplante Rasenheizung kann voraussichtlich aufgrund der Corona-Krise nicht fristgerecht zur neuen Saison fertiggestellt werden. Um weiterhin im Rechtsrheinischen spielen zu können, zieht Viktoria in Deutschlands größte und bestbesuchte Multifunktionsarena im Kölner Stadtteil Deutz um.“ Die Resonanz auf die „falsche“ Nachricht war trotzdem erfreulich. Die Medien hatten den Aprilscherz allerdings durchschaut. „Viktoria Köln bewahrt den Humor“, titelte www.liga-drei.de. Und auf www.liga3-online.de hieß es, der Blick auf das Datum habe verraten: „Es handelt sich natürlich um einen Aprilscherz.“

28. April: Auch wenn der Ball ruhte, es gab die eine oder andere richtungsweisende Entscheidung während der spielfreien Zeit – zum Beispiel für das Nachwuchsleistungszentrum von Viktoria Köln: Ende April wurde verkündet, dass das NLZ ab dem 1. Juli 2020 eine neue Leitung bekommt. Christoph John (Sportlicher Leiter des NLZ) und Yannik Hohmann (Organisatorischer Leiter des NLZ) wurden entsprechend vorgestellt.

12. Mai: Aufatmen bei Viktoria Köln – die komplette Mannschaft, die Trainer und das Funktionsteam waren zum zweiten Mal auf den Erreger SARS-CoV-2-RNA getestet worden. Es konnte keine Corona-Erkrankung festgestellt werden. Damit durfte die Profimannschaft der Viktoria wieder ins reguläre Mannschaftstraining einsteigen. Zuvor konnte nur allein oder später in kleinen Gruppen und unter Einhaltung der Abstandsregeln trainiert werden.  

30. Mai: Erstes Ligaspiel nach dem Lockdown – dabei patzte die Viktoria ausgerechnet am Rekord-Tag ihres Trainers Pavel Dotchev. Denn dieser stand zum 238. Mal in der 3. Liga als Chefcoach an der Seitenlinie. Damit löste er den bisherigen Rekordinhaber Peter Vollmann (237 Spiele) endgültig ab. Im leeren Eintracht-Stadion – Zuschauer wurden bis zum Ende der Saison nicht mehr zugelassen – unterlag Köln beim späteren Aufsteiger Braunschweig mit 2:4.

27. Juni: Klassenerhalt! Zwar verlor die Mannschaft von Cheftrainer Pavel Dotchev das Auswärtsspiel beim 1. FC Kaiserslautern mit 0:3, doch weil Preußen Münster gleichzeitig nicht in Mannheim siegte, konnte die Viktoria in der Tabelle nicht mehr auf einen Abstiegsplatz rutschen. Die Freude war zunächst aufgrund der Niederlage noch verhalten. Doch spätestens bei der Rückkehr in Köln war sie riesig. Jetzt konnte für die Saison 2020/2021 in der 3. Liga geplant werden.

1. Juli: Dieser Tag ist bei Viktoria Köln ein ganz besonderes Datum. Denn 1904 schlug die Geburtsstunde des heutigen Klubs, der damit 116 Jahre alt wurde. Und in Höhenberg beschenkte man sich an diesem Tag selbst. Mit 5:1 fegte die Viktoria im letzten Heimspiel der Saison die Würzburger Kickers vom Platz. Für die Krönung sorgte Alexander Höck. In seinem ersten Profispiel gelang dem jungen Abwehrspieler fünf Minuten nach seiner Einwechslung das 5:1 (90. + 2). Dass ein 18-jähriger Neu-Profi im ersten Meisterschaftsspiel nach nur 300 Sekunden trifft, hatte es zuvor bei der Viktoria noch nicht gegeben.

4. Juli: Viktoria Köln schloss die erste Drittliga-Saison der Vereinsgeschichte auf dem zwölften Platz ab. Am 38. und letzten Spieltag holten die Höhenberger in der MERKUR SPIEL-ARENA in Düsseldorf noch einmal ein 1:1 beim KFC Uerdingen. Nachdem Assani Lukimya die Krefelder in der ersten Hälfte in Führung gebracht hatte, erzielte Albert Bunjaku in den zweiten 45 Minuten den Ausgleich.

6. August: Viktoria-Cheftrainer Pavel Dotchev trommelte erstmals seine teils neu formierte Mannschaft zusammen, um für die Saison 2020/2021 zu trainieren. Die neuen Gesichter beim Trainingsauftakt: Sebastian Mielitz, Maximilian Rossmann, Jeremias Lorch, Lucas Cueto und Rückkehrer René Klingenburg.

14. August: Viktoria Köln verlor das erste Testspiel vor der neuen Saison gegen Hertha BSC Berlin mit 0:2. Im Amateurstadion des Berliner Olympiaparks trafen Dodi Lukébakio (40.) und Daishawn Redan (79.) für die Hauptstädter. Die Partie fand im Rahmen eines Kurz-Trainingslagers der Viktoria statt. Hierbei verweilte Dotchev mit seiner Mannschaft in Berlin.

18. August: An diesem Tag wurde verkündet, dass Marcel Risse in der Saison 2020/2021 für Viktoria Köln spielen wird. Der Torschütze des Jahres 2016 wurde vom 1. FC Köln ausgeliehen. Bei den Geißböcken hatte er sich in den Jahren zuvor zum Publikumsliebling entwickelt.

31. August: Schlechte Neuigkeiten für Youngster Alexander Höck. Wie die Magnetresonanztomographie (MRT) bestätigte, riss beim 18-Jährigen bei einem Testspiel das vordere Kreuzband. Damit war noch vor Saisonstart klar, dass der 18-Jährige im Jahr 2020 verletzungsbedingt nicht mehr zur Verfügung stehen würde.

2. September: Viktoria Köln sicherte sich die Unterstützung des früheren Bundesliga-Keepers Georg Koch (zuvor unter anderem Arminia Bielefeld, Fortuna Düsseldorf, 1. FC Kaiserslautern und MSV Duisburg) im Bereich Torwart-Scouting und -Training.

12. September: Letztes Testspiel vor Beginn der neuen Saison – dabei trennte sich Viktoria Köln vom KFC Uerdingen mit 0:0. Bei der Generalprobe für den Drittliga-Saisonstart zeigten die Höhenberger Licht und Schatten, auch wenn sie einem Treffer am Ende etwas näher waren.

21. September: Viktoria Köln erreichte beim ersten Ligaauftritt in der neuen Drittliga-Saison ein 2:2. Nachdem die Höhenberger in der ersten Halbzeit durch Treffer von Arianit Ferati (7.) und Marcel Costly (20.) kalt von Waldhof Mannheim erwischt wurden, kämpften sie sich in der zweiten Hälfte in die Partie zurück. Max Christiansen per Eigentor (51.) und Mike Wunderlich (78.) sorgten noch für den Ausgleich. 

26. September: Im ersten Heimspiel der Saison 2020/2021 musste sich Viktoria Köln gegen den SV Wehen Wiesbaden mit 0:2 geschlagen geben. Die Gastgeber erspielten sich mehr Torgelegenheiten, doch die Gäste aus Hessen agierten effektiver. Es gab allerdings auch etwas Positives zu berichten. Zum ersten Mal nach dem 7. März konnten wieder Viktoria-Anhänger bei einem Drittliga-Spiel dabei sein. Obwohl die Entscheidung kurzfristig kam, nutzten noch 1.186 Besucher die Gelegenheit, die Partie in Höhenberg zu sehen.

3. Oktober: Viktoria Köln fuhr den ersten Saisonsieg ein. Das Team von Cheftrainer Pavel Dotchev gewann am dritten Spieltag mit 2:0 beim 1. FC Magdeburg. Vor 4.400 Zuschauern sorgten Maximilian Rossmann (12.) und Lucas Cueto (18.) vor der Pause für die beiden Treffer. In der MDCC-Arena geriet der Vorsprung danach nicht mehr in Gefahr, sodass die Kölner die Heimreise mit drei Punkten im Gepäck antraten.

10. Oktober: Erster Heimsieg der neuen Saison – die Höhenberger besiegten den früheren Erstligisten FC Ingolstadt mit 2:0. Gegen die Schanzer zeigten die Gastgeber über die gesamte Spielzeit eine gute Leistung. Albert Bunjaku (10.) und Lucas Cueto (90. + 2) sorgten im Sportpark Höhenberg für die Treffer der Gastgeber, den aufgrund neuer Corona-Verordnungen nur noch 300 Zuschauer sehen konnten.

21. Oktober: Die Corona-Lage spitzte sich in Nordrhein-Westfalen zu, sodass Viktoria Köln jetzt wieder komplett auf Zuschauer verzichten musste. Dafür lief es sportlich. Denn die Höhenberger schoben sich in der Drittliga-Tabelle auf den zweiten Rang vor. Der 3:2-Erfolg gegen die Bundesliga-Reserve vom FC Bayern München stand zwar bis zur letzten Sekunde auf der Kippe. Doch trotz Unterzahl – Maximilian Rossmann sah in der 21. Minute die Rote Karte – brachten die Kölner den Erfolg mit riesigem Kampfgeist über die Zeit. Mike Wunderlich (1.), Timmy Thiele (14.) und Lucas Cueto (27.) sorgten dabei für die Viktoria-Treffer.

24. Oktober: Nach vier Siegen in Folge kassierte Viktoria Köln eine herbe Auswärtsniederlage. Mit 1:5 mussten sich die Höhenberger beim Spitzenspiel dem F.C. Hansa Rostock geschlagen geben. In Rostock konnte noch vor Zuschauern gespielt werden. 7.500 Heim-Fans waren im Ostseestadion dabei und sahen, wie die Gastgeber vorerst an die Tabellenspitze stürmten. Wenig später sorgte die Politik wieder dafür, dass in ganz Deutschland vorerst keine Fans mehr in die Stadien durften. Und auch Viktoria Köln wurde in den Tagen nach dem Rostock-Spiel von der Covid19-Realität eingeholt. Es gab den ersten positiven Corona-Befund im Mannschaftskader.  

8. Dezember: Viktoria Köln verkündete den Einstieg in den eSport. Der Verein aus dem Stadtteil Höhenberg schloss dafür eine Kooperation mit ThatsFootball. Durch die Zusammenarbeit mit TF eSports, selbst Organisator vieler Online-Turniere, gehen ab dem 31. Januar drei eSportler für die Viktoria beim DFB-ePokal an den Start.  

19. Dezember: Nachdem die Viktoria in den Wochen zuvor von weiteren Corona-Erkrankungen zurückgeworfen wurde und es dazu Verletzungspech gab, zeigte sie im letzten Heimspiel des Jahres noch einmal eine packende Leistung. Am Ende mussten sich die Höhenberger gegen die SG Dynamo Dresden dennoch geschlagen geben. Gegen den Drittliga-Spitzenreiter lagen die Gastgeber sogar noch mit 2:1 in Führung, ehe die Gäste aus Sachsen das Blatt in der Schlussphase wendeten und mit 4:2 gewannen. Lucas Cueto (3. per Handelfmeter und 65.) hatte die Kölner zuvor gleich zweimal in Führung gebracht.

27. Dezember: Nach einer kurzen Weihnachtspause kehrten die Spieler der Viktoria ins Training zurück. Zunächst stand für die Mannschaft, die aktuell auf Platz elf der Drittliga-Tabelle steht, ein Leistungstest auf dem Programm.


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