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Gegnercheck: Viktoria reist zum MSV Duisburg

Beim letzten Spiel gegen den MSV Duisburg schoss Albert Bunjaku die Viktoria zum Sieg (Foto: Peter Ciper/Viktoria Köln)

05.11.2020

Nach zwei Niederlagen in Folge will das Team von Cheftrainer Pavel Dotchev das Ruder herumreißen. Die nächste Möglichkeit, wieder auf die Siegesstraße zu kommen, gibt es am Montagabend (19.00 Uhr) beim MSV Duisburg in der Schauinsland-Reisen-Arena. Die Zebras haben in dieser Saison mit sich selbst zu kämpfen und sind laut Trainer Torsten Lieberknecht im „Wiedergutmachungsmodus“ – und genau das macht den MSV unberechenbar.

Die letzte Saison:

Kaum jemand hatte zu Beginn der letzten Rückrunde daran gezweifelt, dass Duisburg den Aufstieg noch verpassen könnte. Das Team von Torsten Lieberknecht stand seit dem 14. Spieltag an der Tabellenspitze, gewann zwölf Partien in der Hinrunde und besaß mit Kapitän Moritz Stoppelkamp einen der gefährlichsten Scorer der Liga. Doch die Rückrunde verlief anders als geplant: Mit 17 Punkten holte man nicht einmal halb so viele Zähler wie in der ersten Hälfte der Saison und rutschte im engen Spitzenfeld auf den fünften Platz ab. Besonders bitter dabei: Mit einem Sieg mehr hätten die Zebras die Meisterschaft gefeiert.

Der Saisonauftakt:

Während die meisten Drittligisten mittlerweile acht Partien auf dem Konto haben, sind es beim MSV nur sieben. Durch Corona konnte die Mannschaft im Oktober nicht zu jedem Pflichtspiel antreten, erst letzte Woche steckten sich erneut ein Spieler und ein Betreuer mit dem Virus an. Zudem fiel Kapitän Stoppelkamp mit Pfeiffrischen Drüsenfieber für längere Zeit aus, was vielleicht den schlechten Start der Zebras erklärt: Nach der 0:5-Pleite im DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund holte man aus den ersten drei Spielen in der Liga nur zwei Punkte. Seitdem war Torsten Lieberknechts Elf im „Wiedergutmachungsmodus“, wie er nach dem Sieg gegen 1860 München sagte. Doch richtig in Fahrt kommt der MSV nicht: Am Mittwoch gab es beispielsweise eine 2:3-Heimniederlage gegen den 1. FC Saarbrücken.

Der Kader:

Bei den Abgängen hatten die Zebras in dieser Transferperiode kein Glück: Mit Petar Sliskovic ließen sie den derzeitigen Anführer der Torschützenliste für 150.000 Euro zu Türkgücü München ziehen, auch der Weggang von Lukas Daschner (FC St. Pauli) schmerzte sicherlich. Doch die neuen Einsatzkräfte scheinen vielversprechend. Mit Maximilian Sauer kam ein rechter Verteidiger von der SpVgg Greuther Fürth, der in der 2. Bundesliga bereits 96-mal auf dem Feld stand. Im Angriff haben sich die Duisburger mit Orhan Ademi die Dienste eines Stürmers mit Bundesliga-Erfahrung gesichert. Zudem gab Kapitän Stoppelkamp beim Nachholspiel gegen Saarbrücken sein Comeback und wird voraussichtlich auch gegen die Viktoria spielen können. Das werden die Abwehrspieler Dominik Schmidt und Arne Sicker nicht: Beide kassierten gegen Saarbrücken einen Platzverweis.

Person im Fokus:

Marvin Compper ist seit dieser Saison zwar beim MSV nicht mehr als Spieler aktiv, er blieb den Zebras aber trotzdem erhalten. Der heute 35-Jährige hing seine Fußballschuhe nach der letzten Saison an den Nagel und wurde Co-Trainer an der Seite von Torsten Lieberknecht. Dieser beschreibt die Zusammenarbeit mit dem gebürtigen Tübinger als eine „Win-Win-Situation“. Compper kam zu einem Einsatz im Trikot der deutschen Nationalmannschaft (1:2 gegen England) und wurde somit der erste deutsche Nationalspieler für seinen damaligen Arbeitgeber TSG Hoffenheim.

Der Trainer:

Für Torsten Lieberknecht sind Berg- und Talfahrten Normalität. Der Rekordtrainer von Eintracht Braunschweig führte die Niedersachsen aus der Regionalliga Nord bis in die Bundesliga – und wieder zurück in die 3. Liga. Nach zehn Jahren beim BTSV sucht er nun mit dem MSV Duisburg eine neue Herausforderung, bisher mit mäßigem Erfolg: In seinem ersten Jahr bei den Zebras stieg man aus der 2. Bundesliga ab, in seinem zweiten verpasste man die Relegation um einen Punkt und ein Tor.

Die Historie:

Als Gründungsmitglied der Bundesliga ist der MSV Duisburg zwar in den deutschen Profiligen ein bekanntes Gesicht, doch die ganz großen Titel blieben bisher aus. 2016/2017 kürte man sich zum Meister der 3. Liga, zudem waren die Zebras viermal DFB-Pokalfinalist. 1979 erreichte der MSV das UEFA-Pokal-Halbfinale, doch man scheiterte am späteren Pokalsieger Borussia Mönchengladbach.

Die bisherige Bilanz:

Noch vor Gründung der Bundesliga trafen Viktoria Köln und der MSV Duisburg das erste Mal aufeinander: Am 25. August 1957 gab es ein 1:0 im Kölner Radstadion gegen den Meidericher SV. Doch seitdem ist die Bilanz zugunsten der Zebras ausgefallen: Sieben Siege und drei Unentschieden stehen bei zehn Niederlagen zu Buche. In der vergangenen Saison verlor die Viktoria auswärts mit 1:2, gewann aber am vorletzten Spieltag dank eines Treffers von Albert Bunjaku mit 1:0 zu Hause.

Die Partie in den Medien:

Anpfiff der Begegnung zwischen dem MSV Duisburg und Viktoria Köln ist am Montag um 19.00 Uhr. Die Partie wird live bei Magenta Sport übertragen. Über die Social Media Kanäle von Viktoria Köln (Facebook, Instagram und YouTube) und den Live-Ticker auf Twitter werden die Höhenberger Anhänger ebenfalls auf dem Laufenden gehalten.

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