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Lucas Cueto: „Wir werden alles reinhauen!“

Foto: Julia Schulz/Viktoria Köln

19.09.2020

Lucas Cueto ist mit seinen 24 Jahren schon in der Welt rumgekommen. Und das ist ungewöhnlich: Denn eigentlich ist der gebürtige Kölner, der einst beim SV Lövenich/Widdersdorf das Fußballspielen erlernte, eine echte rheinische Frohnatur. Umso schöner war im August die Rückkehr in die Domstadt. Wie er seinen bisherigen Weg erlebt hat und welche Ziele er in der neuen Saison mit Viktoria Köln anstrebt, verrät er im Interview.

Im Jugendbereich haben Sie bei Bayer 04 Leverkusen eine gute Ausbildung genossen. Sind dann aber in die U 18 von West Ham United gewechselt. Wie kam es dazu?

Lucas Cueto: In der Jugend von Leverkusen wurde viel Wert daraufgelegt, dass man in jeder Altersstufe gute Ergebnisse einfährt. Und in der Jugend ist es einfacher, wenn man dann auf größere und weiter entwickelte Jungs setzt. Talente, die einen gepflegten Fußball spielen und noch nicht so weit sind, bleiben manchmal auf der Strecke. Dann habe ich für mich die Entscheidung getroffen, dass dies zu dem Zeitpunkt in Deutschland überall der Fall war und bin nach England gegangen.

Doch es ging später wieder nach Deutschland zurück! Gab es in England keine Perspektiven mehr?

Cueto: Doch, sehr gute sogar. Aber dann hätte ich die Schule abbrechen müssen, was meine Eltern mir aber auch nicht erlaubt hätten. Dann bin ich wieder zurück nach Deutschland.

In der Saison 2013/2014 haben Sie in der A-Junioren-Bundesliga zunächst für den Bonner SC und dann für den 1. FC Köln insgesamt 19 Tore erzielt. Damit sind Sie Torschützenkönig geworden. In der Folge haben Sie schon im Kader der FC-Profis trainiert und einige Testspiele mit der ersten Mannschaft bestritten. Dennoch folgte im Frühjahr 2016 der Wechsel in die Schweiz zum FC St. Gallen. Gab es dafür besondere Gründe?

Cueto: Ich wollte Spielpraxis auf hohem Niveau und habe in meinen Augen auch – auf den Bühnen, die mir gegeben wurden – die entsprechende Leistung gebracht, egal ob im Training der FC-Profis oder in den Spielen der zweiten Mannschaft. Ich wollte dann einfach für mich den nächsten Schritt gehen und das war einfach nicht in der Regionalliga, sondern in einer höherklassigen Liga. Deswegen habe ich mich damals für die erste Liga in der Schweiz entschieden.

Zurück in Deutschland ging es dann im Sommer 2017 zu Preußen Münster. Wie haben Sie die Zeit dort erlebt?

Cueto: Sehr wechselhaft, doch alles in allem hatte ich eine sehr schöne Zeit. Ich habe sehr nette Leute kennengelernt. Ich war mit meinen 21 Jahren beim Wechsel immer noch jung und konnte viel dazulernen – besonders über das Leben an sich. Durch die eine oder andere Verletzung wurde ich sehr geprägt. Ich schaue aber dennoch auf eine schöne Zeit in Münster zurück.

Jetzt sind Sie wieder in Köln. Wieso war es so reizbar für Sie, zur Viktoria zu wechseln? Sie haben bei der Vertragsunterschrift ja schon gesagt, dass Sie die Viktoria für einen „sehr geilen“ Verein halten…

Cueto: Das stimmt! Und nach der Vorbereitung kann ich dies auch nur noch einmal bestätigen. Ich glaube, dass wir unheimlich viel Potenzial in der Mannschaft haben und wir geile Kicker im Team besitzen. Wir wollen alle Fußball spielen und haben ehrgeizige Ziele. Ich freue mich jetzt sehr darauf, dass die Saison endlich losgeht und dass wir eine gute Saison zusammen spielen können.

Sie sind in Köln geboren. Wie haben Sie die ersten Wochen zurück in Ihrer Heimat und bei der Viktoria erlebt?

Cueto: Sehr angenehm! Es ist ja immer schön, wieder ‚nachhause‘ zu kommen. Ich finde Köln ist an sich auch eine sehr reizvolle Stadt. Dass ich meine Familie und Freunde so nah bei mir habe, ist sehr angenehm und schön. Aber auch die Mannschaft an sich ist super! Die Jungs haben mich super aufgenommen und haben es mir sehr leicht gemacht, mich wohlzufühlen.

Die Saisonvorbereitung ist vorbei. Jetzt kommt die Meisterschaft. Welche Schulnote würden Sie der Vorbereitung geben?

Cueto: Wir haben eine sehr intensive Vorbereitung mit guten Testspielen, aber auch vernünftigen Ergebnissen, hinter uns. Die ganze Mannschaft hat hart gearbeitet. Die Vorbereitungszeit ist ja dafür da, dass man sich für die Saison in Form bringt und das haben wir in einer richtig guten Form gemacht. Deshalb würde ich eine gute Note geben.

Welche Rolle trauen Sie der Viktoria in der kommenden Saison zu?

Cueto: Wie gesagt: Ich bin absolut von der Mannschaft und dem Potenzial überzeugt. Was dann am Ende dabei rauskommt, sei dahingestellt. Da müssen wir darauf achten, und das meine ich auch wirklich vollkommen ernst, dass wir jeden Tag sehr hart an uns arbeiten sollten. Wir werden in jedem Spiel alles reinhauen, egal was wir haben. Genau dann können wir mit unserer spielerischen Qualität immer ein unangenehmer Gegner sein.

Wie schätzen Sie die Liga in dieser Saison ein? Wer sind für Sie die Favoriten auf den Aufstieg?

Cueto: Das ist sehr schwer zu sagen. Ich glaube, dass die 3. Liga Jahr für Jahr immer attraktiver wird. Das sieht man besonders auch an den Zuschauerzahlen. Denn es sind viele Traditionsvereine dabei, die natürlich dazu beitragen. Es ist eine sehr gute Liga, in der jeder jeden schlagen kann. Deshalb ist es für mich nicht so einfach, sich da vor der Saison einen Favoriten rauszupicken. Ich konzentriere mich auch lieber auf meine Arbeit und meinen Verein und möchte, dass wir eine erfolgreiche Runde spielen.

Was erwarten Sie für ein Spiel am Montagabend bei Waldhof Mannheim? Es werden ja auch wieder Zuschauer im Stadion sein dürfen.

Cueto: Erst einmal finde ich es natürlich super, dass wieder Zuschauer zugelassen sind. Vor Zuschauern macht es einfach deutlich mehr Spaß und darauf freue ich mich. Ich erwarte eine sehr intensive Partie gegen Waldhof Mannheim. Das ist eine sehr gute Mannschaft, die schon Pflichtspiele im Pokal absolviert hat. Wir müssen alles abrufen, um die Mannheimer zu schlagen.

Viktoria – das V steht für Vussball!

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