Viktoria Köln 1904

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Mart Ristl: „So eine Zeit kommt keinem Menschen gelegen“

Foto: Peter Ciper/Viktoria Köln

03.04.2020

Seit dieser Saison gehört Mart Ristl zum Kader von Viktoria Köln. Der defensive Mittelfeldmann spielte zuvor beim VfR Aalen, dem FC Sochaux (Frankreich) und beim VfB Stuttgart – und zwar von der Jugend bis zu den Herren. Dabei absolvierte er sogar drei Partien in der 1. Bundesliga. Im Nachwuchsbereich kam er zu 24 Länderspielen. Ristl gilt als Spieler, der Verantwortung übernimmt und vorneweg geht – und das, obwohl er erst 23 Jahre alt ist. Jetzt stellte er sich unseren Fragen.

Herr Ristl, im letzten Sommer wechselten Sie aus Aalen zu Viktoria Köln. Wie kam es dazu?

Mart Ristl: Über meinen Berater gab es bereits Jahre zuvor Kontakt zu Pavel Dotchev. Bei der Viktoria hat es dann mit der Zusammenarbeit geklappt. Die Viktoria ist ein aufstrebender Verein mit Ambitionen und guten Ideen. Das ist für jeden Spieler interessant.

Sie haben bisher 20 Drittliga-Einsätze für die Höhenberger auf Ihrem Konto. Wie sind Sie bislang mit Ihrer ersten Viktoria-Saison zufrieden?

Ristl: Mit der Anzahl der Einsätze in der Hinrunde bin ich zufrieden, mit denen in der Rückrunde bisher nicht. Als Aufsteiger 35 Punkte nach 27 Spielen auf dem Konto zu haben, ist in Ordnung. Persönlich kann ich noch nicht zufrieden sein, denn ich habe vor allem in den letzten Spielen mein Potenzial nicht auf den Platz gebracht.

Bekamen Sie deshalb zuletzt nicht mehr so viele Einsatzzeiten?

Ristl: Das liegt zum einen daran, weil ich in den beiden Spielen unmittelbar nach der Winterpause schwächere Leistungen gebracht habe, zum anderen haben es die anderen Jungs anschließend auch richtig ordentlich gemacht. Als Spieler hofft man natürlich trotzdem, dass man in einer schwächeren Phase auch mal den Rücken gestärkt bekommt und einem weiter das Vertrauen gegeben wird. Und man muss im Training zeigen, dass man auf einem guten Weg ist.

Kommt die Corona-Pause für Sie vielleicht zum richtigen Zeitpunkt?

Ristl: So eine Zeit kommt keinem Menschen gelegen. Und es gibt auch nichts Schlimmeres, als untätig zuhause auf der Couch zu liegen und individuell sein Training zu absolvieren. Ich wäre gerne jeden Tag auf dem Rasen mit den Jungs und am Wochenende in vollen Stadien, was aber verständlicherweise nicht möglich ist. Für einen Mannschaftssportler gibt es nichts Schöneres als täglich in die Kabine zu kommen, anschließend auf den Platz zu gehen und mit dem Team hart zu arbeiten.

Wie verbringen Sie Ihre Zeit aktuell?

Ristl: Aktuell bin ich mit meiner Verlobten in meiner Stuttgarter Heimat. Ich halte mich privat fit, lerne viel und stelle mich auch gelegentlich an den Herd.

Wie sieht Ihre persönliche Hoffnung aus? Würden Sie die Saison gerne zu Ende spielen?

Ristl: Meine persönliche Hoffnung ist die, dass möglichst viele Menschen gesund bleiben. Auch ich selbst mache mir extrem viele Gedanken über meine Familienangehörigen im fortgeschrittenen Alter. Zum Beispiel hatte vor einigen Tagen meine Mutter Geburtstag. Und wir haben selbst dieses Treffen aus Vorsicht lieber verschoben, da allgemein das Risiko bis auf ein Minimum heruntergeschraubt werden sollte. Sportlich gesehen, wäre es natürlich schön, wenn man diese Saison nochmal auf dem Grün stehen dürfte. Aber das ist, wie gesagt, nicht das Wichtigste!

Viktoria – das V steht für Vussball!

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