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Viktoria unterliegt RB Leipzig trotz starken Auftritts mit 1:3

Foto: © Peter Ciper

20.08.2018

Erst in der zweiten Hälfte, wo die Kräfte der hart kämpfenden Viktorianer nachließen, geriet unsere Viktoria gegen den RB Leipzig auf die Verliererstraße. Das Erstrunden-Match im DFB-Pokal war bis zum Seitenwechsel eine offene Angelegenheit, in der die Viktoria sogar mit einer verdienten Pausenführung in die Kabine ging. Golley hatte eine sensationelle Vorlage von Koronkiewicz zum 1:0 verwertet. Dennoch ging der Bundesligist später mit einem 3:1-Erfolg vom Feld.

Trotz drei Ligen Unterschied zwischen beiden Mannschaften sah man im ersten Durchgang ein Spiel auf Augenhöhe. Die Gäste aus der Bundesliga gaben zwar spielerisch den Ton an, fanden gegen die Viktoria aber zu Beginn kein Mittel. Mit großem Einsatz warfen sich die Höhenberger in jeden Zweikampf und eroberten so meist noch vor der Gefahrenzone die Bälle. Auch offensiv hatten sie die erste Chance der Partie: Reiche legte einen Freistoß per Kopf auf Backszat ab, der den Kasten mit seinem Fallrückzieher aus acht Metern aber links verfehlte. (25.)

Das Tor von Sebastian Patzler war im ersten Durchgang kaum in Gefahr. Selbst dann war ein Viktorianer zuletzt am Ball: Forsberg flankte flach von rechts in den Fünfer, wo die Kugel durch Reiches Rettungstat das Tor knapp rechts passierte (34.). Es sollte die einzige echte Torchance der Leipziger in der ersten Hälfte bleiben. 

Koronkiewiczs Solo, Golleys Treffer

Wesentlich erfolgreicher war hingegen die Offensivabteilung der Viktoria, die schließlich unter großem Jubel im Stadion das verdiente 1:0 gegen den Bundesligisten erzielte. Lang eroberte im eigenen Strafraum den Ball und schickte Koronkiewicz auf die Reise. Über mehr als 70 Meter sprintete Paco auf dem rechten Flügel, vernaschte zwei Leipziger sehenswert und hatte dann im Halbfeld das Auge für den mitgelaufenen Golley. Unser Top-Stürmer drückte die scharfe Flanke aus rund fünf Metern über die Linie. (39.)

Doch die Führung hielt leider nicht lange an, denn beim Seitenwechsel stellte Ralf Rangnick, Trainer der Gäste, um und brachte mehr Leben in seine Mannschaft. Sekunden später zeigte diese erstmals, in welche Richtung die Partie fortan laufen würde. Doch unser Keeper Patzler parierte erst stark gegen Augustin und wehrte auch Brumas Versuch bei der anschließenden Ecke ab (47.)

Der Bundesligist kam zurück 

Dem steigenden Druck der Gäste konnte die Viktoria aber später kaum noch standhalten. Nach einer gespielten Stunde musste es dann passieren: Im Gewühl vor dem Höhenberger Tor drückte Poulsen das Leder über die Linie. (60.) Der hereingearbeitete Treffer motivierte die Gäste weiter, die nun auch offensiv den Ton angaben. Leider auch erfolgreich: Erst traf Augustin aus 16 Metern zwar noch die Latte (64.), dann nagelte Forsberg einen Abpraller mit vollem Risiko in das Herz der Viktorianer (69.). 

Trotz Rückstands steckte die Mannschaft von Patrick Glöckner aber keinesfalls auf. Mit letzten Kräften sollte noch irgendwie der Ausgleich her. Golley setzte sich im Mittelfeld stark durch und schickte den rechts freistehenden Koronkiewicz steil. Zum Torabschluss kam er jedoch nicht, da er vom eingewechselten Saracchi umgerissen wurde. Für diese Notbremse musste der Leipziger mit Rot vom Platz. (78.)

In Überzahl warf die Viktoria weiter alles nach vorne, hatte aber leider oft nicht mehr die Kraft, um den Bundesligisten zu knacken. Das nutzte RB in der Nachspielzeit aus und konterte mit Augustin gegen aufgerückte Viktorianer zum 3:1. (90.+3)

So schieden unsere Viktorianer trotz eines starken Auftritts im DFB-Pokal gegen RB Leipzig aus und können sich nun voll und ganz auf die Regionalliga-Saison konzentrieren, wo sie mit dieser Form sicherlich noch viele Punkte einfahren können. 

Vik! Vik! Viktoria!

 

Tore: 

1:0 Timm Golley (39.)

1:1 Yussuf Poulsen (60.)

1:2 Emil Forsberg (69.)

1:3 Jean-Kevin Augustin (90.+3)

Zuschauer: 4712

Viktoria Köln

Patzler – Lang, Reiche, Willers, Baumgärtel – Koronkiewicz, Saghiri, Lohmar (76. Klefisch), Backszat, Mfumu (56. Kreyer) -  Golley (82. Popovits) 

RB Leipzig 

Gulacsi – Laimer (46. Saracchi), Mukiele, Upamecano, Klostermann – Ilsanker (46. Kampl) , Demme – Forsberg, Augustin, Poulsen, Bruma (79. Konate)

 


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