Viktoria Köln 1904
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Glücklicher Punkt im Topspiel

© Peter Ciper

25.03.2018

Im Topspiel der Regionalliga West hat unsere Viktoria am Sonntag einen glücklichen Punkt gegen Spitzenreiter Uerdingen einfahren können. Beim KFC holte man einen 1:1-Auswärtszähler. Damit sind die Viktorianer zwar weiterhin auf dem zweiten Platz, könnten aber durch die Nachholspiele wieder vorbeiziehen.

Die Hausherren aus Uerdingen erwischten bei gutem Fußballwetter den leicht besseren Start, gefährlich vor den Kasten von Patzler kamen sie aber nicht. Bei den vielen Ungenauigkeiten im letzten Felddrittel hatte unsere Viktoria keine Mühe, die Angriffe zu verteidigen. Erst nach rund neun Minuten wurde es erstmals brenzlig, als Uerdingens Innenverteidiger Schorch aus etwa 30 Metern abschloss, das Kölner Tor aber knapp verfehlte.

Durch die erste Torchance der Partie wurde die Mannschaft von Chef-Trainer Olaf Janßen geweckt und traute sich öfter an den gegnerischen Strafraum. Eingreifen musste KFC-Keeper Vollath aber nicht.

Insgesamt hatten die Gastgeber deutlich mehr von der Anfangsphase und kamen durch Bittroff nach einer Viertelstunde zur nächsten Möglichkeit. Doch sein Kopfball nach einer scharfen Freistoßflanke segelte knapp an der langen Ecke vorbei. Auch beim nächsten Standard waren die Uerdinger gefährlich, als Kefkir einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld stramm auf den Kasten wuchtete. Patzler war zur Stelle, hatte freie Sicht und fing den Ball sicher.

Mit vereinten Kräften überstand unsere Viktoria Angriffsversuch um Angriffsversuch der Hausherren. Eigene Offensivaktionen wurden allerdings von der bombenfesten KFC-Defensive abgewehrt. Schon kurz nach der Mittellinie waren die Gegenstöße der Viktorianer oft schon beendet. Erst in der 27. Minute kamen unsere Jungs zum ersten guten Abschluss auf den Kasten des zuvor unbeschäftigten Vollath. Von der rechten Seite zog Holzweiler in die Mitte und visierte aus 25 Metern die linke Torseite an. Diese Idee hatte der Torhüter aber erwartet und schnappte sich das Leder sicher.

Danach wurde das Spiel aber offener. Unsere Viktoria merkte, dass sie durch zielstrebige Kombinationen ebenfalls in den Strafraum kommen können und verstärkten daher die Offensivbemühungen. Allmählich erhöhten die Gäste den Druck und trieben die Uerdinger immer weiter zurück in die eigene Hälfte. Dennoch waren die Viktorianer im ersten Durchgang kaum gefährlich. Zwei Hereingaben von Eichmeier nach ruhenden Bällen landeten jeweils direkt in den Händen des herauslaufenden Torhüters Vollath. Vor dem Pausenpfiff hatten unsere Jungs die bis dahin beste Chance, als Wunderlich den Kasten per Freistoß aus 25 Metern knapp links verfehlte.

Viktoria geht in Führung

So ging eine insgesamt recht abschlussarme Partie verdient torlos in die Kabinen. Mit dem Seitenwechsel begann dann die turbulente zweite Hälfte, die eines Topspiels würdig war. Sie startete für unsere Viktoria perfekt: Halbzeit-Joker Saghiri steckte zentral stark auf Mittelstürmer Kreyer durch, der in der Folge halblinks frei vor dem Krefelder Kasten auftauchte. Mit der ersten echten Großchance der Viktorianer auf dem Fuß blieb er ganz ruhig und netzte flach unten rechts ein. Die Führung für die Mannschaft von Trainer Janßen!

Der Ausgleich als Startschuss eines Uerdingers Offensiv-Feuerwerks

Doch die direkte Antwort der Hausherren ließ nicht lange auf sich warten. Über links kombinierte sich der KFC sehenswert nach vorne, bis Krempicki sechs Meter vor dem Kasten freigespielt wurde. Mit vereinten Kräften warfen sich unsere Verteidiger in die Schussbahn und blocken den Schuss ab. Leider ließ der Druck Uerdingens nicht ab. Bis dann der fällige Ausgleich fiel. Auf dem rechten Flügel hatten die Hausherren zu viel Platz uns durften ungestört flanken. In der Mitte konnte Patzler die scharfe Hereingabe von Holldack nur noch abfälschen. Dadurch landete der Ball aber genau auf dem Fuß von Beister, der beim leeren Tor aus fünf Metern keine Probleme hatte und zum 1:1 traf. (57.)

Mit seinem Tor hatte Beister Blut geleckt und trieb seine Mannschaft an. Wenige Sekunden später verschätzte sich Willers bei einer Flanke vom linken Flügel leicht und ließ den Stürmer im Rücken ungedeckt. Beister nahm die Kugel mit einem Seitfallzieher direkt, verfehlte das Traumtor aber knapp, da sein Versuch haarscharf an der langen Ecke vorbeisegelte. (61.) Spätestens jetzt war Feuer im Spiel. Die über 4800 Zuschauer sahen, wie die Krefelder auf den Siegtreffer drückten und unsere Viktoria defensiv oft schwamm.

Wieder rund zwei Minuten nach der Beister-Chance hatte der KFC die nächste Hundertprozentige. Unsere Jungs waren aufgerückt. Das nutzten die Hausherren aus. Mit drei Angreifern stürmten sie auf das Viktoria-Tor zu. Aus der Zentrale legte Beister auf Reichwein ab, der aus halblinker Position frei zum Abschluss kam. Doch der Eingewechselte zog gegen Patzlers tolle Fußabwehr den Kürzeren. (63.)

KFC verschießt Elfmeter

Uerdingen ließ nicht locker. Die Mannschaft von Neu-Coach Stefan Krämer wollte vor toller Kulisse den so wichtigen Sieg gegen unsere Viktoria einfahren. In der 67. Minute bekamen sie die Chance zur Führung auf dem Silbertablett serviert: Nach einem schlimmen Fehlpass von Keeper Patzler konnte sich der KFC im Strafraum festsetzen. Zunächst sah es so aus, als könnten es unsere Jungs wieder gut klären, doch dann sah Schiedsrichter Steffens ein Foul und zeigte auf den Punkt. Oguzhan Kefkir hatte also die Chance, aus elf Metern die mittlerweile verdiente Führung der Hausherren zu erzielen. Glücklicherweise machte Patzler seinen Bock wieder gut und konnte den schwach geschossenen Elfmeter souverän halten.

Der Druck der Uerdinger nahm aber auch nach der vergebenen Elfmeter-Möglichkeit nicht wieder ab. Nach guter Kombination auf der linken Außenbahn und anschließender Flanke rutschte Bittroff der Ball am rechten Strafraumeck jedoch über den Schlappen. Dadurch segelte der Versuch knapp rechts vorbei. (74.) Unsere Jungs kamen nur noch durch Entlastungsangriffe nach vorne. Aber dort waren sie gefährlich. Alleine trieb Handle die Kugel halbrechts nach vorne und ließ seinen Gegenspieler auf der linken Strafraumkante aussteigen. Leider war sein folgender Abschluss zu unplatziert und landete in den Armen des Keepers. (77.)

Also ging es wieder in die andere Richtung, die nächste Großchance des KFC stand an. Eine Ecke von links schien erst geklärt zu sein, als Krempickis Fernschuss abgeblockt wurde. Davon prallte die Kugel aber zu Dorda, der aus 25 einfach mal abzog. Sein strammer Versuch streifte die Latte. Glück für die Viktorianer, die sich fortan dem Abpfiff entgegensehnten. (82.)

Den Abpfiff erlebten aber nur noch zehn Kölner vom Feld aus. Der schon verwarnte Eichmeier ließ sich bei einem Einwurf anscheinend zu viel Zeit und sah dafür seine zweite Gelbe. Damit musste er die dreiminütige Nachspielzeit von draußen ansehen. (90.)

In Überzahl wurde die letzte Motivation der Hausherren geweckt. Die ganze Mannschaft wollte den Sieg erzwingen und wurde dabei von der großartigen Atmosphäre in der Grotenburg unterstützt. Aber unsere Jungs stemmten sich mit aller Macht dagegen. Sie wollten den einen Punkt über die Zeit retten. Sekunden vor dem Abpfiff schien es allerdings, als sei alles umsonst gewesen, als die letzte Welle der Uerdinger den Ball bis in den Fünfer bringen konnte. Doch Sebastian Patzler behielt den Überblick, reagierte auf der Linie glänzend und rettete den glücklichen Punkt (90.+3).

Durch das Unentschieden bleibt es im Kampf an der Tabellenspitze weiter spannend. Allerdings ist das nun schon das zweite Remis in Folge. Schon bald muss der nächste Sieg her! Da unsere Mannschaft noch zwei Nachholspiele mehr machen muss als Uerdingen, hat das Team von Coach Janßen momentan den leichten Vorteil. Aber den kann man eben nur mit weiteren Siegen wirklich nutzen.

Vik! Vik! Viktoria!

Tore:

0:1 Kreyer (49.)

1:1 Beister (57.)

Zuschauer: 4827

KFC Uerdingen

Vollath – Bittroff, Schorch, Erb, Dorda – Öztürk, Krempicki – Kefkir, Dörfler (56. Holldack) – Musculus (62. Reichwein), Beister (82. Müller)

FC Viktoria Köln

Patzler – Lang, Reiche, Willers, Eichmeier – Müller, Junglas (82. Backszat) – Handle, Wunderlich (46. Saghiri), Holzweiler (69. Rüzgar) – Kreyer 


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