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Gegnercheck Elversberg: Bleibt Klassenerhalt das Ziel für den Spitzenreiter?

Der nächste Heim-Gegner für Moritz Fritz und seine Kollegen ist erneut ein Aufsteiger (Foto: Besnik Abazaj/Viktoria Köln)

11.10.2022

Endlich wieder Heimspiel! Und was für eins: Am Samstag (Anpfiff 14:00 Uhr) kommt der Spitzenreiter aus Elversberg in den Sportpark Höhenberg. (Tickets gibt es hier) Neben dem besten Torschützen der Liga hat die Sportvereinigung weitere interessante Namen und Anekdoten parat. Wir haben die Saarländer für Euch mal genauer unter die Lupe genommen

Saisonstart: Bereits die ersten beiden Spiele der Saison waren vielversprechend: 5:1-Sieg in Essen zum Drittliga-Auftakt und Champions-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen aus dem DFB-Pokal gekickt (4:3). Seitdem holte die SVE in zehn Spielen 22 Punkte, schlug unter anderem die Aufstiegs-Konkurrenten Dynamo Dresden (3:2), Waldhof Mannheim (1:0) und 1860 München (4:1). Wobei: Aufstiegskonkurrenten? „Unser Ziel ist nach wie vor der Klassenerhalt“, sagte Neuzugang Jannik Rochelt (24) noch in einem Interview im September. Dabei wäre der Klassenverbleib nach jetzigem Tabellenstand wahrlich keine Überraschung mehr – Elversberg thront derzeit auf Rang eins der 3. Liga.

Letztes Ligaspiel: Am vergangenen Samstag gastierte der MSV Duisburg in der Ursapharm-Arena an der Kaiserlinde in Elversberg. Vor etwa 4.000 Zuschauern gewannen die Saarländer 3:0, die Schlussoffensive mit den Treffern von Kevin Koffi (83.) und Israel Suero Fernandez (90 +3.) sorgte für die Tabellenführung. Das erste Tor schoss Valdrin Mustafa in Minute 12, in Abwesenheit des aufgrund eines Magen-Darm-Infekts ausgefallenen Luca Schnellbacher brillierte der Stürmer und wurde vom Kicker zum Spieler des Spiels gekürt (2,0). Und auch unter der Woche war die SVE erfolgreich: Mit 12:0 gewann man im Saarlandpokal gegen Landesligist Besseringen - mehr als die Hälfte der Treffer zum Achtelfinaleinzug schossen Nick Woltemade (4) und Valdrin Mustafa (3). 

Spieler im Fokus: Der 24-Jährige Mustafa kam Ende August 2021 vom SC Verl, der den Stürmer wiederum erst zwei Monate zuvor von Rot-Weiß Koblenz verpflichtete. Am Deutschen Eck brillierte Mustafa in der Saison 2020/21 mit 18 Buden, in der laufenden Saison traf der gebürtige Saarländer dreimal und legte ein weiteres Tor vor. Angefangen in der Jugend des FC Saarbrücken zog es den Mittelstürmer im Alter von 16 Jahren zum 1. FC Kaiserslautern, wo er zum Junioren-Nationalspieler reifte. In Mustafas Vita stehen sowohl sechs Länderspiele für die U21 Albaniens sowie fünf für die des Kosovo. Allerdings ist sein letzter Einsatz im Nationaldress schon fast zwei Jahre her.

Kader: Mustafa ist mit 24 Jahren noch einer der jüngeren Akteure der SVE: Mit 26,00 Jahren haben die Saarländer den drittältesten Kader der 3. Liga, in Mittelstürmer Luca Schnellbacher (28/7 Tore) aber auch den besten Torschützen in den eigenen Reihen. Dank dreier Vorlagen rangiert Schnellbacher mit zehn Scorer-Punkten auch in diesem Ranking ganz oben. Mit Jannik Rochelt (24 Jahre/4 Tore/5 Assists), Manuel Feil (28/2/6) und Kevin Koffi (36/4/3) finden sich drei weitere Elversberger unter den Top-11-Scorern der Liga. Mit 28 erzielten Toren ist die Sportvereinigung das gefährlichste Team der Liga. Den Aufstiegs-Kader der vergangenen Spielzeit hat Elversberg in weiten Teilen zusammengehalten und punktuell verstärkt: Marcel Correia (33, zuvor SC Paderborn) bringt Bundesliga-Erfahrung mit und ist neuer Abwehrchef, Thore Jacobsen (25/Werder Bremen) hält nach Kreuzbandriss im letzten Jahr die Defensive auf der Sechs zusammen. Hinzu kommt neben Luca Dürholtz (29/RWE), Lukas Pinckert (22/Vik. Berlin) und Jannik Rochelt (23/Ulm) auch Nick Woltemade (20/Werder Bremen). Der 1,98 Meter große Mittelstürmer kam per Leihe von der Weser ins Saarland und erweitert den hochkarätigen Stürmer-Pool der SVE.

Trainer: „Wir sehen in Horst Steffen einen fachlich und menschlich starken Trainer, unter dessen Leitung wir unsere Gesamtziele im Blick behalten können und werden“, lobte Sportdirektor Nils-Ole Book (36) seinen Coach bei der vorzeitigen Vertragsverlängerung 2021. Seit 2018 ist der gebürtige Krefelder für die Geschicke an der Kaiserlinde zuständig und kein Unbekannter in der 3. Liga: Nachdem der 53-Jährige in den Jugendabteilungen des MSV Duisburg und von Borussia Mönchengladbach aktiv war, coachte er in der 3. Liga die Stuttgarter Kickers (2013-15), Preußen Münster (2015-16) und den Chemnitzer FC (2017-18), wo er jeweils in der laufenden Saison seines Amtes enthoben wurde. Sein Glück scheint Steffen im Saarland gefunden zu haben, nach Platz 4 und zweimal Rang 2 gelang der Sportvereinigung unter der Leitung Horst Steffens im Sommer der Aufstieg in Liga drei.

Aufstiegsambitionen: „Wir wollen die Liga mit unserer Art, Vussball zu spielen, bereichern und für positive Überraschungen sorgen“, das waren die Worte von Sportdirektor Book vor der Saison. Nach elf Spielen kann man sagen: das ist der SVE bislang gelungen! Und was folgt? Mit 25 Punkten nach 11 Partien legt Elversberg den sechstbesten Saisonstart der 3.Liga-Geschichte hin. Besser waren zu diesem Zeitpunkt nur Dynamo Dresden (15/16; 29 Punkte), der SC Paderborn und Magdeburg (17/18; 28 bzw. 27 Punkte), Offenbach (10/11; 28 Punkte) und Heidenheim (13/14; 26 Punkte). Bei allen außer den Kickers Offenbach stand zum Saisonende der Aufstieg in die 2. Bundesliga fest.

Historie: 1907 als FC Germania Elversberg gegründet, spielte die SVE im Saarland hinter dem 1. FC Saarbrücken, Borussia Neunkirchen und dem FC 08 Homburg lange eine eher untergeordnete Rolle. 1980 gelang dem Verein aus Spiesen-Elversberg (Bevölkerungsdichte: 1.111 Einwohner je km2) erstmals der Aufstieg in die Oberliga Südwest, ab 1998 war die Sportvereinigung 15 Jahre lang Teil der Regionalliga. 2012/13 stieg Elversberg erstmals in die 3. Liga auf, musste aber mit 40 Punkten direkt wieder zurück in die vierthöchste Spielklasse. Seit 2014 gehörte die SVE immer zu den Top-Five der Regionalliga Südwest, die Krönung gelang im vergangenen Sommer mit der Rückkehr in die 3. Liga.

Tickets: Ihr seid heiß auf die Partie gegen den Spitzenreiter, aber habt noch kein Ticket für das Spiel? Kein Problem! In unserem Ticketshop könnt ihr noch zuschlagen, hier gelangt ihr direkt zur Partie.

Partie in den Medien: Anpfiff der Partie ist am Samstag um 14:00 Uhr im Sportpark Höhenberg. Für alle, die zu Hause mitfiebern wollen, wird das Spiel ab 13:45 Uhr live bei Magenta Sport übertragen. Über unsere Social-Media-Kanäle (FacebookInstagramTwitterYouTube) halten wir euch natürlich auch auf dem Laufenden.
Und wie gewohnt: Unser Vussballradio Schäl Sick geht ab 13:50 Uhr mit Jakob und Besnik an den Mikrofonen LIVE auf Sendung.

Viktoria – das V steht für Vussball! 

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