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Gegnercheck: Der VfL Osnabrück empfängt die Viktoria

Moritz Nicolas war in der letzten Saison an den VfL Osnabrück verliehen worden (Foto: Viktoria Köln)

02.09.2021

Am Montag (Anpfiff 19.00 Uhr) reisen die Höhenberger Jungs an die Bremer Brücke. In der Heimspielstätte des VfL Osnabrück konnte die Viktoria noch nie einen Sieg einfahren. Und den Zweitligaabsteiger dieses Mal zu schlagen, wird eine wahre Herausforderung: Die Strategie des neuen Trainers Daniel Scherning scheint aufzugehen und Kapitän Marc Heider ist torgefährlich wie selten zuvor.

Saisonstart:

Der VfL Osnabrück ist zurück in der Spur. Nachdem der Saisonstart durch Erfolge beim 1. FC Saarbrücken in der 3. Liga (2:1) und gegen den SV Werder Bremen im DFB-Pokal (2:0) geglückt war, ließen Niederlagen gegen den SV Wehen Wiesbaden und den MSV Duisburg den Verein in der Tabelle fallen. Doch die Niedersachsen konnten zuletzt das Ruder durch ein Unentschieden gegen die Würzburger Kickers (1:1) sowie Erfolge gegen Borussia Dortmund II (2:1) und Türkgücü München (3:0) rumreißen. Bevor der Absteiger aus der 2. Bundesliga nun auf die Höhenberger trifft, bestanden sie unter der Woche eine Pflichtaufgabe: Am Dienstag besiegten die Lila-Weißen in der 1. Runde des Niedersachsenpokals den SV Atlas Delmenhorst (Regionalliga Nord) mit 3:0.

Kader:

Durch den Abstieg musste der Verein für Leibesübungen einige seiner Schlüsselspieler hergeben. So verließ Mittelstürmer Etienne Amenyido den Klub und schloss sich für eine Ablösesumme von 500.000 Euro dem FC St. Pauli an. Ebenfalls werden die Anhänger der Lila-Weißen Offensivmotor Sebastian Kerk vermissen, der in der vergangenen Saison 38 Einsätze absolvierte und 10 Tore schoss. Kerk unterschrieb bei Hannover 96 und kommt bei den Norddeutschen in fast jedem Spiel zum Einsatz. Insgesamt verabschiedeten sich 19 Spieler von den Niedersachsen, darunter auch der ausgeliehene Torwart Moritz Nicolas von Borussia Mönchengladbach, der nun für die Viktoria zwischen den Pfosten steht.

Doch begrüßte der Verein auch 16 Neuankömmlinge in Osnabrück. Angreifer Felix Higl (vom SSV Ulm, Regionalliga Südwest), Rückkehrer Sven Köhler (vorher an den SC Verl ausgeliehen) und Florian Kleinhasl (vom VfB Stuttgart II, Regionalliga Südwest) konnten in der Vorbereitung überzeugen und spielten bisher in jedem Pflichtspiel. Weniger überraschend bei der Betrachtung der Startelf ist, dass Sören Bertram einen Stammplatz bekommen hat. Der mittlerweile 30-Jährige hat nicht nur Erfahrungen im Ober- und Unterhaus gesammelt, sondern kommt mittlerweile auch auf 167 Drittligapartien. Allerdings hat Bertram nach sechs Spielen in der 3. Liga noch keine Torbeteiligung für den VfL 1899 vorzuweisen.

Spieler im Fokus:

Osnabrück-Kapitän Marc Heider ist keiner, der kommt und geht. Der mittlerweile 35-Jährige aus Sacramento (Kalifornien) durchlief die Jugend bei den Lila-Weißen, bevor er mit 21 Jahren zum SV Werder Bremen II ging, mit denen er in der Folge aus der Regionalliga Nord in die 3. Liga aufstieg. Dort schloss er sich dem Ligakonkurrenten Holstein Kiel an, bei denen er sechs Spielzeiten verbrachte, bevor er 2016 zurück an die Bremer Brücke wechselte. Mit den Niedersachsen stieg er in die 2. Bundesliga auf und ist auch dabei geblieben, als es wieder runter in die 3. Liga ging. So kommt Heider mittlerweile auf 191 absolvierte Spiele und rangiert auf dem 22. Platz der Rekordspielerrangliste des VfL. Doch zum alten Eisen gehört der Offensivmann noch nicht: In sechs Drittligapartien kam Heider bisher auf zwei Tore und drei Vorlagen. In jedem Spiel, in dem der Kapitän eine Torbeteiligung hatte, stand später ein Punktgewinn auf dem Konto.

Der Trainer:

Daniel Scherning ist mit 37 Jahren einer der jüngsten Trainer dieser Drittligasaison. Der gebürtige Paderborner, der die letzten fünf Spielzeiten unter Steffen Baumgart und Stefan Emmerling als Co-Trainer beim SC Paderborn verbrachte, zieht seit Juli dieses Jahres die Strippen an der Seitenlinie für den VfL Osnabrück. „Daniel Scherning ist mit seiner emotionalen Art und seiner Idee von aggressivem, erfolgsorientiertem Offensivfußball der richtige Mann“, sagte Osnabrück-Geschäftsführer Michael Welling bei der Verkündung. Und seine bisherige Pflichtspielhistorie für die Lila-Weißen kann sich sehen lassen: Fünf Siege aus den ersten acht Spielen stehen bei der Truppe von der Bremer Brücke zu Buche.

Historie:

In der Saison 2017/2018 gab es wenig Erfreuliches für den VfL 1899. Nach einem misslungenen Saisonstart kam man nicht über einen 17. Tabellenplatz in der 3. Liga hinaus. Dies war für die Niedersachsen das schlechteste Ergebnis ihrer Drittligahistorie und viele Spieler verließen in der Folge den Klub. Doch unter Daniel Thioune wurde die Spielzeit abgehakt. Die Mannschaft kam wieder in die Spur, und zwar fulminant. Denn in der Hinrunde der Saison 2018/2019 verloren die Norddeutschen lediglich ein Spiel. So hielten sich die Niedersachsen über die Saison hinweg an der Spitze der 3. Liga. Am 34. Spieltag standen sie nach einem 2:0-Erfolg gegen den VfR Aalen als Drittligameister fest. Dabei war es vor allem die Defensive, die zu bestechen wusste: In 16 Partien konnte die Null gehalten werden. In der 2. Bundesliga war der VfL anschließend für zwei Saisons dabei, ehe es wieder in die dritthöchste deutsche Spielklasse ging.

Bisherige Bilanz:

In sechs Pflichtspielen zwischen 1978 und 1981 standen sich beide Mannschaften in der 2. Bundesliga Nord gegenüber. Viktoria Köln konnte dabei nur das Heimspiel 1979 mit 2:1 gewinnen (die Tore für die Kölner erzielten Frank-Michael Schonert und Bernhard Ochmann), dreimal hieß der Sieger der Begegnung VfL Osnabrück. Das letzte Testspiel im März dieses Jahres endete mit 3:3-Unentschieden. Während der damalige Zweitligist in der ersten Hälfte in Führung ging und diese in der Folge verwaltete, kam die Viktoria durch Tore von Albert Bunjaku, Enes Tubluk und Michael Seaton spät zum Ausgleich. Zwei Treffer bereitete damals Youssef Amyn vor.

Die Partie in den Medien:

Anpfiff der Partie ist am Montag um 19.00 Uhr an der Bremer Brücke. Das Spiel zwischen Viktoria Köln und dem VfL Osnabrück wird ab 18:45 Uhr live bei Magenta Sport übertragen. Über die Social-Media-Kanäle des Vereins (Facebook, Instagram, Twitter, YouTube) werden die Anhänger natürlich auch wieder auf dem Laufenden gehalten. Einen Liveticker wird es auf der Viktoria-Homepage auch geben.

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