Über 90 Minuten schien nichts an diesem 2. Advent für Viktoria zu laufen. Doch dann kam Jonah Sticker, dann kam das 1:1. Das verdiente 1:1. In Halbzeit eins gingen die Gastgeber, denen der Punkt zur Hinrunden-Meisterschaft reichte, in Führung. Viktoria war in Halbzeit zwei druckvoll, offensiv und belohnte sich dank eines späten Treffers von Jonah Sticker mit dem Remis.

Vor dem Spiel: Die bayrischen Gastgeber gingen als Tabellenführer und mit 10 Siegen in Folge in das Spiel. Viktoria unterdessen verlor die vergangene Heimpartie gegen Ulm (1:3), auswärts gab es zuletzt ein 3:3 in Münster. 

Veränderungen: Olaf Janßen hatte im Vorfeld einige Ausfälle zu beklagen: Stefano Russo, Michael Schultz und Luca Marseiler fehlten allesamt gelbgesperrt, zudem blieben die verletzten Moritz Fritz und Donny Bogicevic daheim in Köln. So wechselte Janßen gleich 5-mal, es kamen David Kubatta, Lars Dietz, Florian Engelhardt, Niklas May und David Philipp in die Startformation.  

Verlauf des Spiels: Es zeichnete sich früh ab, dass die Mannschaft von Olaf Janßen eine Antwort auf die zuletzt schwächeren Auftritte parat hatte. So kamen die Schäl-Sick-Jungs in Form von Jeremias Lorch zur ersten Torgelegenheit (7. Minute). Doch die Regensburger gingen noch in der ersten Halbzeit in Führung, Noah Ganaus traf per Abstauber zum 1:0 (27.).

Nach Wiederbeginn dann der Schock: Acht Minuten lang musste Simon Handle im eigenen Strafraum behandelt werden, wurde dann durch Luca de Meester ersetzt (57.) und ins Krankenhaus gebracht, wo er nun im stabilen Zustand ist. Schon zur Halbzeit musste Jeremias Lorch raus, für ihn kam Suheyel Najar in die Partie (46.). Später im Spiel musste auch Christoph Greger angeschlagen vom Feld (83.)

Viktoria blieb druckvoll, näherte sich immer mehr dem Kasten der Gastgeber. Aufgrund der langen Verletzungspause gab es 11 Minuten Nachspielzeit, in der unter anderem der eingewechselte Valdrin Mustafa sowie Lars Dietz zu großen Chancen kamen. Doch es war Jonah Sticker, der aus kurzer Distanz den Knoten platzen und die Viktoria-Vamilie feiern ließ (90.+8)!

Viktoria-O-Ton: 

Olaf Janßen (After-Match-PK): „Für mich war es heute sehr besonders, Trainer dieser Mannschaft zu sein“, so Janßen nach der Partie. „Wir hatten in den letzten Wochen einen schweren Weg.“ Janßen lobte die „Haltung, Einstellung und das Wir-Gefühl“ seiner Mannschaft, sprach von einem „verdienten, wenn auch hart umkämpften Punkt.“

Viktoria-Aufstellung: Ben Voll – Lars Dietz, Christoph Greger (84. Jonah Sticker), David Kubatta (81. Valdrin Mustafa) – Patrick Koronkiewicz, Jeremias Lorch (46. Suheyel Najar), Florian Engelhardt, Niklas May – David Philipp, Simon Handle (57. Luca de Meester) – André Becker

Tore: 1:0 Noah Ganaus (27.), Jonah Sticker (90.+8)

Gelbe Karten: 
Regensburg: Tobias Eisenhuth, Dominik Kother, Noah Ganaus
Viktoria: Niklas May

Zuschauer:innen: 7.104

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Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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