Aller guten Dinge sind drei: Nach 1899 Hoffenheim und dem FC Bayern München freut sich Viktoria Köln zum dritten Mal in Folge auf einen Bundesligisten als Erstrundengegner im prestigeträchtigen DFB-Pokal.  

„Nach dem Super-Glückslos Bayern München im vergangenen Jahr mussten wir schon mit einer gewissen Demut nach Dortmund fahren. Dass wir nun mit Werder Bremen erneut einen Traditionsverein zugelost bekommen haben, macht uns natürlich überglücklich“, bringt Viktoria-Vize-Präsident Holger Kirsch die Stimmungslage auf der Schäl Sick auf den Punkt. „Wir freuen uns auf Nationalstürmer Niclas Füllkrug und Mitchell Weiser, der ja eine Köln-Vergangenheit hat. Wir werden sicherlich im Höhenberger Sportpark ein tolles Fußballfest erleben. Und wenn an dem Tag alles passt, glaube ich, dass wir uns auch eine kleine Chance ausrechnen können.“

Auch bei Stephan Küsters ist die Vorfreude bereits spürbar. „In der ersten Runde ein Bundesligist, das ist immer ein Highlight. Und das mit sicherlich richtig guten Fans aus Bremen“, erklärt der Sportliche Leiter der Viktoria: „Wir werden sicherlich einen ausverkauften Höhenberg haben. Von daher werden wir einfach die erste Runde genießen, und dann schauen wir, was dabei herauskommt.“

Die Betonung liegt sowohl bei Kirsch als auch Küsters durchaus auch auf Höhenberg: Denn im Gegensatz zum Vorjahr, als die Viktoria – auch aus TV-logistischen Gründen – gegen den FC Bayern im RheinEnergieSTADION spielte, wird die Partie gegen den SV Werder im Sportpark auf der Schäl Sick ausgetragen. Die Spiele der ersten Runde finden vom 11. bis 14. August statt, die genaue Terminierung der Partien folgt. Lediglich die Spiele mit Beteiligung des FC Bayern (bei Preußen Münster) und RB Leipzig (bei der SV Wehen Wiesbaden) finden erst Ende September statt, da der Meister und der Pokalseiger am 12. August um den Supercup spielen.

Ein Erstrundenspiel der Viktoria gegen Werder hat es übrigens schon einmal gegeben: Am 30. August 1980 fand die Partie der damaligen Zweitligisten im Weserstadion statt. Die Gastgeber siegten in der Verlängerung mit 6:3. Nachdem die Viktorianer Eckhard Fischer (75.) und Matthias Brücken (87.) in der Schlussphase der regulären Spielzeit einen 0:2-Rückstand egalisieren konnten, trafen in der Verlängerung Norbert Meier (99./115.), Uwe Reinders (106,) und Benno Möhlmann (117.) für Bremen – Jürgen Jendrossek (108.) konnte für die Kölner lediglich zum zwischenzeitlichen 3:4 verkürzen. 

Die hochkarätig besetzten Werderaner feierten am Ende der Saison als Meister der Zweiten Bundesliga Nord mit nur vier Niederlagen in 42 Saisonspielen bei einem Torverhältnis von 97:33 den direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga. Viktoria hingegen verpasste als Tabellenelfter der Nordstaffel haarscharf die Qualifikation für die damals neue eingleisige 2. Liga. Die Duelle um Punkte gegen Werder endeten 0:0 (A) und 1:2 (H). Die drei Pflichtspiele in der Saison 1980/81 sollten bis heute die einzigen der beiden Klubs bleiben, das vierte steigt also nun im August 2023.

Viktoria Köln wird zeitnah über den Ticket-Vorverkauf fürs Erstrundenspiel gegen Werder Bremen informieren. Bis dahin bitten wir ausdrücklich, von formlosen Anfragen abzusehen. Grundsätzlich gilt:

— Mitglieder und Dauerkarteninhaber genießen ein Vorkaufsrecht fürs DFB-Pokalspiel gegen Werder Bremen (alle Infos zu Dauerkarten für die Saison 2023/24 gibt es hier).

— Der Verkauf von Gäste-Tickets wird ausschließlich über den SV Werder Bremen laufen.

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Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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