Klassenerhalt! Unsere U19 sorgt für ein Novum und bleibt auch 2034/24 Teil der A-Junioren Bundesliga-West. Festgemacht hat die Wilhelm-Elf den Erfolg am vergangenen Samstag, der 1:0-Sieg über den SC Paderborn im Sportpark Höhenberg reichte zum vorzeitigen Ligaverbleib. Das Ganze ist nicht nur eine tolle Nachricht, sondern das Produkt einer außerordentlichen Entwicklung und ein absolutes Novum auf der Schäl Sick. Doch warum ist das so? 

Zunächst: Seit 2019 wird bei Viktoria Köln Bundesliga gespielt. Doch da es zwei Jahre lang coronabedingt keine Absteiger gab, hat es in der vergangenen Saison erstmals eine U19 von Viktoria Köln geschafft, sportlich die Klasse in der A-Junioren Bundesliga-West zu halten. Versteht sich von selbst, dass der erneute Klassenerhalt ebenfalls ein Novum ist.  

“Wir freuen uns unendlich über den wiederholten Klassenerhalt der U19”, zeigt sich auch Christoph John, Sportlicher Leiter des NLZ, begeistert. “Doch nicht nur darüber, dass sie das Ziel erreicht haben, sondern vor allem über die Art und Weise, wie sie das geschafft haben. Insbesondere bei der Spielidee hat das Team komplett überzeugt. Die Spieler haben sich während der Saison sowohl individuell als auch als Mannschaft sehr gut entwickelt. Da gebührt dem Trainer- und Funktionsteam große Anerkennung und ein großer Dank, dass sie dazu beigetragen haben!” 

Klassenerhalt Teil der Gesamtentwicklung des NLZ: “keine Eintagsfliege” 

Mit dem Verbleib in der höchsten deutschen Junioren-Spielklasse zeigt sich auch sportlich die konstante Weiterentwicklung im NLZ. Das sieht auch Yannik Hohmann, der Administrative Leiter des Nachwuchsleistungszentrums so: 

Aber auch die besondere Abstiegskonstellation lässt Hohmann aufatmen: “Der Wettbewerb war dieses Jahr aufgrund der fünf Absteiger brutal. Deshalb sind wir natürlich umso glücklicher, dass wir unser Ziel erreicht haben. Dass sich Viktoria Köln in dem Altersbereich so etabliert hat und keine Eintagsfliege mehr ist, ist ein besonderer Erfolg für unseren Verein.” 

Auch für Olaf Janßen ein großer Erfolg, wie er im Matchday-Talk vor dem Spiel gegen den FSV Zwickau verriet: “Das ist für uns natürlich elementar. Wenn sie nicht in der höchsten Spielklasse antreten würden, dann hätten wir nicht diese spielerische Qualität bei der U19. Im letzten Jahr haben acht A-Jugendspieler einen Profivertrag bekommen, dieses Jahr werden sicherlich welche folgen. Das ist unsere Philosophie. Aber das geht natürlich nur, wenn die U19 in der Bundesliga spielt.” 

Neues Team zeigt Reaktion auf Saisonstart 

Dass für unsere U19 erneut Abstiegskampf auf dem Plan steht, war in Höhenberg vor Saisonstart klar. Die Mannschaft, die 2021/22 den Klassenerhalt gesichert hat und nur knapp am FVM-Pokalsieg vorbeigeschrammt war, erreichte größtenteils das Herrenalter. Etwa Seokju Hong, Ilhan Altuntas, Florian Engelhardt und Weitere waren nun Teil der Profi-Mannschaft geworden. Es ging also, wie im Jugendbereich nunmal üblich, mit einer beinahe komplett neuen Mannschaft in die Saison.  

Neuer Kapitän wurde Kian Assadollahi. Der Sechser war, wie auch der nun mit einem Profi-Vertrag ausgestatteten Luca de Meester, Teil der letztjährigen U19. Der Saisonstart lief nicht wie erhofft, drei Punkte aus den ersten vier Spielen ließen wohl den ein oder anderen Fan schon an der Mannschaft zweifeln. Aber sie wurde immer besser und gewann deutlich gegen Rot-Weiss Essen (3:0) und beim Bonner SC (3:1), war dann gegen Tabellenführer Borussia Dortmund chancenlos (0:4), gegen Preußen Münster und in Duisburg (je 0:1) schaffte man es nicht, sich für gute Leistungen zu belohnen. 

Derbysieg als Wendepunkt – und es geht noch um etwas 

Das sollte sich dann aber in der Folge ändern: Am mittlerweile 10. Spieltag war der 1. FC Köln zu Gast in Höhenberg. Der Effzeh kam als Tabellenführer auf die Schäl Sick, doch die Wilhelm-Elf war klar überlegen. Am Ende stand ein 2:0-Derbysieg für Viktoria Köln auf der vorletzten Seite der Jahreschronik 2022, nach dem folgenden 1:1 bei Bayer Leverkusen war das Kalenderjahr beendet.  

Doch 2023 warteten nicht weniger Aufgaben auf Marian Wilhelm und sein Team: Kian Assadollahi hatte sich beim Sieg gegen den FC schwerer verletzt, darüber hinaus galt es auch, den Ausfall von Verteidiger Jonah Sticker zu kompensieren. Und auch das gelang, es folgten wichtige Siege gegen den VfB Hilden (3:2) und den SC Verl (2:1). Die Krönung dann im Sportpark Höhenberg mit großer Unterstützung – “Das ist einfach genial, wie man hier #Vamilie spürt”, zeigte sich Marian Wilhelm nach Abpfiff begeistert. Das goldene Tor beim 1:0-Sieg gegen Paderborn erzielte Luca de Meester, der auch schon in Verl das 1:0 beisteuerte.  

Am Samstag dann trifft die U19 auswärts auf Fortuna Düsseldorf (13 Uhr). Dabei geht es neben der Endplatzierung auch um die Qualifikation für den DFB-Pokal – bei einem Sieg und einer passenden Konstellation der Parallelspiele ist sogar Platz 4 noch drin.  

Nach der Bundesliga folgt die Sonderspielrunde 

Eine weitere Möglichkeit, sich für den DFB-Pokal zu qualifizieren, bietet der FVM-Pokal. Dort steigt unsere Mannschaft im Viertelfinale ein, dann geht es zu Fortuna Bonn. Angesetzt ist das Spiel für den 15. April (16 Uhr). 

Aber auch über den Pokal hinaus gibt es Wettkampfspiele für unsere Jungs. Denn sie werden an der Sonderspielrunde teilnehmen, die der DFB allen Vereinen der A-Junioren-Bundesligen angeboten hat, um den Teams auch nach der einfachen Runde der Bundesliga weitere Wettkampfpraxis möglichzumachen. 

Die Sonderspielrunde beginnt Ende März und wird bis Juni ausgespielt. In der Vorrunde werden die Teams nach regionalen Aspekten in Vierer- und Fünfergruppen eingeteilt und spielen jeweils einmal gegeneinander. Vereine, die an der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft 2023 teilnehmen, überspringen die Vorrunde und steigen direkt in der Hauptrunde ein. Hier treffen sie in „Liga A“ auf die Erst- und Zweitplatzierten der Gruppenrunde. Die Teams der „Liga A“ spielen in 4er- oder 5er-Gruppen, in Liga B werden nur 4er-Gruppen gebildet. 

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Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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