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Mützen, Bälle und „ein tolles Spiel“ – Solidarität und Unterstützung für ukrainische U19-Vussballer

Lukas Kubek, Bekir Gediktas, Rexhep Ajdari und Kaan Karaduman übergeben vor dem Spiel einen Teil der Bälle und Mützen an die ukrainischen Vussballer (Foto: Besnik Abazaj/Viktoria Köln)

21.10.2022

Ein Abend im Zeichen der Solidarität: Beim Testspiel unserer U19 gegen die Auswahl von Nachwuchsvussballern aus Kiew ging es um mehr als einen Kick auf dem Kunstrasen. Die ukrainischen Gäste bekamen neben der Möglichkeit, sich auf höchstem Niveau mit anderen Vussballern zu messen, Bälle und Wintermützen für die kalte Jahreszeit mit auf den Weg. „Das ist eine Selbstverständlichkeit für uns“, stellt Viktoria-Geschäftsführer Eric Bock klar. „Unsere Solidarität und Unterstützung hören nicht mit dem Abpfiff auf. Es ist uns ein Herzensanliegen, dass die Jungs gut durch die kalte Jahreszeit kommen – da helfen wir, wo wir können!“

Auf Kunstrasenplatz 1 im Sportpark Höhenberg ging es ab 19 Uhr um das Sportliche. Doch wenige Minuten zuvor versammelten sich alle Spieler mit ihren Trainern und Schiedsrichtern im Mittelkreis zum gemeinsamen Foto. Ganz in rot Viktorias U19, in blau-schwarz die Auswahl aus Kiew. Bestehend aus knapp 20 Vussballern aus der ukrainischen Hauptstadt, die aufgrund des Krieges ihren Weg nach Deutschland gesucht haben. Allesamt ohne ihre Familien, gelegentlich kämen Mütter für ein paar Tage zu ihren Jungs, erzählte der ehrenamtlich engagierte Trainer Stefan Roens.

 „Grundsätzlich ist es für unsere Jungs immer eine tolle Sache, gegen solche Mannschaften zu spielen. Dann auch noch gegen einen Bundesligisten direkt vor der Haustüre – unsere Jungs sind ja noch in Hennef in der Sportschule untergebracht“, zeigte sich Roens nach dem Spiel dankbar. Vor allem, so der Coach, gehe es für seine Jungs darum, sich für andere Vereine zu präsentieren. Schließlich war man im Sommer mit einem Antrag beim FVM, als Mannschaft am Ligabetrieb am Mittelrhein teilzunehmen, gescheitert. „Bis auf zwei Spieler sind alle im jüngeren Jahrgang, da geht es dann vor allem um die kommende Saison. Insofern ist das eine großartige Sache, dass wir hier eingeladen wurden!“

Aus dem Vollen schöpfen konnte Roens am Mittwochabend nicht, schließlich seien einige Jungs heimwehgeplagt bereits in die Heimat zurückgekehrt, manche Vussballer haben aber auch den Weg in Vereine im Umkreis geschafft. So ist einer von Roens‘ Schützlingen mittlerweile Teil der U19 des Bonner SC und traf im letzten Bundesliga-Spiel auf die Viktoria.

„Richtig gutes Vussballspiel“ endet 5:1 für Viktorias U19

Ab 19 Uhr waren die Augen dann auf das Vussballspiel im Sportpark gerichtet. Viktorias U19-Cheftrainer Marian Wilhelm baute seine Truppe im Vergleich zum 3:1-Sieg in Bonn ordentlich um: Ben Dennerlein rückte für Juri Schüchter ins Tor, einzig Josia Walther, Enno Lang und Kaden Amaniampong starteten erneut.

 „Wir haben etwas nervös angefangen, Mitte der ersten Halbzeit haben wir dann gut ins Spiel gefunden und hatten gute Chancen. Die Gegentore fallen dann durch individuelle Fehler, so stand es zur Halbzeit dann 1:2.“- kommentierte Roens die erste Halbzeit, in der Bekir Gediktas und Josia Walther für die Viktoria trafen.

Im zweiten Durchgang erhöhten Fabrizio Fili und Doppelpacker Egzon Zendeli noch auf 5:1 und machten ihren Trainer glücklich: „Über das ganze Spiel hatten wir für mein Empfinden eine gute Kontrolle. Vor allem während des Spiels haben wir gute Schritte gemacht, sind unserer Spielidee immer näher gekommen und haben dann im Laufe des Spiels die Dominanz entwickelt. Gerade im Gegenpressing waren wir da, waren sehr präsent. In meinen Augen geht das Endergebnis dann auch so in Ordnung.“

Zumindest zum letzten Punkt hatten die beiden Coaches unterschiedliche Auffassungen: „Am Ende haben wir aus meiner Sicht zu hoch verloren. Aber die Viktoria hat auch einfach richtig guten Vussball gespielt. Insgesamt war es ein – auch physisch – gut geführtes Spiel, sehr fair von beiden Seiten. Rundum ein richtig gutes Vussballspiel“, gab sich Roens dann aber wider einig mit Wilhelm. Der Viktoria-Coach sah „ein super spannendes Spiel! Die erste Halbzeit war sehr eng, Wir hatten tolle Gäste, die ein einwandfreies Spiel hingelegt haben. Sehr kameradschaftlich, mit tollen Einzelspielern. Mannschaftsübergreifend war das sehr herzlich, somit auf jeden Fall ein tolles Spiel!“

Aufstellung 1. Halbzeit: Ben Dennerlein – Enno Lang, Rexhep Ajdari, Kaden Amaniampong, Hassan Ali – Lukas Kubek, Kaan Karaduman – Bekir Gediktas, Josia Walther – Eric Preljevic, Oshomah Ichue

Aufstellung 2. Halbzeit: Ben Dennerlein – Salvatore Giambra, Ramez Masry, Joel Udelhoven, Jonah Sticker – Kian Assadollahi – Fabrizio Fili, Eray Isik, Egzon Zendeli, Koray Örgün – Berat Gediktas

Tore: 1:0 Bekir Gediktas, 2:0 Josia Walther, 3:1 Fabrizio Fili, 4:1 Egzon Zendeli, 5:1 Egzon Zendeli

Es soll nicht das letzte Aufeinandertreffen sein

Das U19-Spiel, das wetterbedingt vom April in den Oktober verlegt werden musste, bleibt aber nicht das letzte Spiel einer Viktoria-Mannschaft gegen ukrainische Vussballer: Bereits am Samstag, den 12. November geht es weiter - dann trifft unsere U16, derzeitiger Tabellenführer der Bezirksliga, auf eine weitere ukrainische Auswahl. Die genaue Uhrzeit sowie den Spielort geben wie Euch noch rechtzeitig bekannt. Geschäftsführer Eric Bock: „Nach diesem tollen Spiel der A-Junioren ist die Vorfreude auf die Partie der U16 groß. Und da unsere Profis erst an dem Sonntag spielen, freuen wir uns auf viel Unterstützung für die beiden U16-Mannschaften!“

Viktoria – das V steht für Vussball! 

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