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TV-Erlöse gesteigert: 3. Liga bis 2027 weiter live bei MagentaSport

MagentaSport, hier Christoph Greger im Interview, wird bis 2027 weiter alle Spiele der 3. Liga live übertragen. (Foto: Julia Schulz/Viktoria Köln)

12.10.2022

In der 3. Liga werden auch in den kommenden vier Jahren alle 380 Spiele pro Saison live bei MagentaSport zu sehen sein. Die TV-Plattform der Deutschen Telekom hat sich im Ausschreibungsverfahren der nationalen audiovisuellen Medienrechte durchgesetzt und verfügt künftig über komplette Live-Exklusivität für alle Partien. Was ändert sich? Wie gestaltet sich der Regelspieltag? Warum gibt es kein Montagsspiel mehr? Hier gibt es die wichtigsten Fragen und Antworten.

Wo ist die 3. Liga künftig live zu sehen?

MagentaSport überträgt bis Sommer 2027 weiterhin alle 380 Spiele pro Saison live. Der Unterschied: Die TV-Plattform der Deutschen Telekom verfügt ab der Saison 2023/2024 über komplette Live-Exklusivität. Magenta hält nicht nur die Pay-TV-Liverechte wie bisher, sondern kann Spiele auch frei empfangbar übertragen und per Sublizenz an Free-TV-Partner vergeben. Gemäß Vertrag sind mindestens zehn Begegnungen pro Saison frei empfangbar auszustrahlen.

Kann ich die 3. Liga nur noch auf Magenta verfolgen?

Nein. Die Sport A hat für ARD und ZDF ein umfangreiches Highlightpaket für die Spiele der 3. Liga erworben. Die ARD und ihre 3. Programme sowie das ZDF können demnach von jeder Partie direkt nach Abpfiff eine Zusammenfassung in einer Länge von bis zu 18 Minuten zeigen. Highlight-Rechte an allen Spielen halten künftig auch DAZN und Sky. Beide Anbieter dürfen jeweils Zusammenfassungen von bis zu sechs Minuten von jeder Begegnung senden – sowohl im Pay-Bereich als auch frei empfangbar. Bei MagentaSport sind ebenfalls weiterhin die Höhepunkte aller Spiele zu sehen. Die 3. Liga ist damit breiter denn je im TV aufgestellt.

Wie gestaltet sich der Regelspieltag der 3. Liga ab der Saison 2023/2024?

Der normale Spieltag in der 3. Liga erstreckt sich über drei statt vier Tage. Am Freitagabend wird unverändert eine Partie ausgetragen. Kernzeit bleibt der Samstagnachmittag mit sechs Spielen, wobei hier nun die Option auf eine Partie am späteren Nachmittag oder frühen Abend besteht. Die übrigen drei Partien sind sonntags zu drei verschiedenen Uhrzeiten geplant. Neu sind dabei die Termine um 16:30 Uhr und 19:30 Uhr. Letztere Anstoßzeit tritt an Stelle des Montagsspiels.

Am letzten Spieltag jeder Saison werden wie gewohnt alle zehn Partien zeitgleich samstagnachmittags angepfiffen. Die wenigen Wochenspieltage der 3. Liga teilen sich wie gewohnt in jeweils fünf Begegnungen am Dienstag- und Mittwochabend auf.

Ist mit dem neuen Medienrechte-Vertrag eine Steigerung der Erlöse verbunden?

Ja – und zwar signifikant. Mit dem neuen Medienrechte-Vertrag knackt die 3. Liga über die Laufzeit von vier Jahren erstmals die Marke von 100 Millionen Euro. Pro Saison werden ab Sommer 2023 TV-Einnahmen in Höhe von jährlich 26,2 Millionen Euro brutto generiert. Im Vergleich zur aktuell noch laufenden Rechteperiode bedeutet dies eine Steigerung von rund 67 Prozent. Über die genaue Ausschüttung des Netto-Erlöses an die Klubs wird der Ausschuss 3. Liga noch beraten und einen Vorschlag an die DFB-Gremien unterbreiten. Dieser Vorgang soll bis Ende 2022 abgeschlossen sein.

Peter Frymuth, zuständiger DFB-Vizepräsident Spielbetrieb und Fußballentwicklung, betont: „Dieser Vertrag ist ein starkes Zeichen für die 3. Liga. Auf dieser Grundlage kann die Liga ihre positive Entwicklung in Bezug auf Attraktivität und Aufmerksamkeit fortsetzen. Nach den vorherigen Maßnahmen aus der Task Force 3. Liga ist darüber hinaus mit der beträchtlichen Steigerung der Erlöse der nächste Schritt zur notwendigen wirtschaftlichen Stabilisierung gemacht. Ich hoffe, dass die Klubs die verbesserten Voraussetzungen vernünftig und bestmöglich nutzen.“

Warum gibt es in der 3. Liga kein Montagsspiel mehr?

Die Entscheidung wurde im Februar 2022 getroffen. Dem Entschluss war ein umfassender Beteiligungsprozess auf Initiative des Ausschusses 3. Liga vorausgegangen. Eingebunden waren neben den Fachbereichen im DFB auch die aktiven Fanszenen und -organisationen sowie die Klubs. Der DFB hatte darüber hinaus das Meinungsforschungsinstitut YouGov mit einer unabhängigen, repräsentativen Marktforschung zur 3. Liga und ihren möglichen Anstoßzeiten beauftragt. Parallel führten die meisten Klubs eigene Beteiligungsformate unter Einbeziehung ihrer Gremien, Fans, Partner und Sponsoren durch.

Heraus kam ein breites Meinungsbild, das der Ausschuss 3. Liga zum Anlass nahm, die zuständige DFB GmbH Co & Co. KG zu beauftragen, den neuen Medienrechtevertrag der 3. Liga ohne Montagsspiele auszuschreiben. Mit seiner Empfehlung folgte der Ausschuss unter anderem dem Votum der Managertagung, in dessen Rahmen elf der 20 Drittligisten – darunter auch Viktoria Köln – gegen die Fortsetzung der Montagsspiele über die Saison 2022/2023 hinaus gestimmt hatten. Sieben Klubs hatten sich eine Beibehaltung des Termins am Montagabend unter bestimmten Voraussetzungen vorstellen können. Zwei Klubs hatten sich bei der Abstimmung enthalten.

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