Der Kapitän bleibt an Bord. Marcel Risse (32) geht auch in der neuen Saison bei den Höhenberger Jungs voran. Die auf der Schäl Sick geborene Kölner Fußball-Ikone hat rechtzeitig zum Trainingsstart am morgigen Montag einen neuen Vertrag unterzeichnet.

Unvergessen bei Kölner Vussball-Fans ist Risses Tor des Jahres 2016: Im Derby bei Borussia Mönchengladbach traf er für den 1. FC Köln in der Nachspielzeit mit einem Freistoß aus 34 Metern zum Sieg.

Mit der Erfahrung aus 176 Bundesligaspielen (51 Torbeteiligungen) – davon 97 (31 Torbeteiligungen) für den FC – 64 Einsätzen in der 2. Liga (22 Torbeteiligungen) und 63 Drittligaspielen (20) soll Risse das junge Team auch in der neuen Saison führen.

Cheftrainer Olaf Janßen: „Ich denke, in der Tiefe kann nur ich es beurteilen, wie wichtig Marcel Risse in der abgelaufenen Saison für die Viktoria, für seine Mitspieler und für mich als Trainer war. Ich lege mich fest: Ohne Cello hätten wir es nicht geschafft, die Klasse zu halten. Er hat unsere brutale Situation vom ersten Tag an so angenommen, wie sie war, alle Widerstände mit der Truppe ausgehalten, ist auf und neben dem Platz voran gegangen! Nach dem Motto ‚Nicht jammern, sondern machen‘. Dabei hat er sein eigenes Spiel komplett in den Dienst der Mannschaft gestellt. Jeder Trainer wünscht sich einen solchen Kapitän. Dass er sich dazu entschieden hat, mit uns den Weg genauso weiterzugehen, trotz vieler anderer Optionen, macht mich für uns alle glücklich. Er wird wichtig sein, unserer jungen Mannschaft Halt zu geben!“

Marcel Risse: „Ich freue mich, den Weg weiter mitzugehen und ein Teil der Entwicklung unserer Truppe und unseres Vereins zu sein. Das letzte Jahr war sehr intensiv, und ich bin froh, dass der große Kern der Mannschaft zusammenbleibt. So haben wir im letzten Jahr das Fundament für die nächsten Schritte geschaffen, bei denen ich sehr gerne mit dabei bin.“

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Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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