Zweiter Heimsieg für Viktoria Köln in der laufenden Saison: Die Mannschaft von Cheftrainer Olaf Janßen bezwang den MSV Duisburg am Samstagnachmittag im Sportpark Höhenberg mit 4:2. Nachdem es nach Treffern von Simon Handle (31.) und Moritz Fritz (44.) zur Halbzeit 2:0 gestanden hatte, wurde es am Ende noch einmal eng. Doch zwei Tore in der Nachspielzeit vom eingewechselten David Philipp bescherten den Gastgebern letztlich doch einen klaren Sieg.

Nachdem die Viktoria einige Verletzte und Grippekranke zu beklagen hatte, musste Olaf Janßen sein Team umbauen. Der Viktoria-Cheftrainer setzte im Tor weiter auf Moritz Nicolas. In der Abwehr spielten Niklas May, Aaron Berzel, Moritz Fritz und Simon Handle. Davor agierten Kai Klefisch und Jeremias Lorch auf der Sechserposition. Luca Marseiler, Youssef Amyn und Marcel Risse besetzten das offensive Mittelfeld. Lenn Jastremski war vorderste Spitze.

Es dauerte eine Weile, bis beiden Teams ein konstruktiver Spielaufbau gelang. Somit wurde es zu Beginn eher nach Eckbällen gefährlich. Die erste herausgespielte Aktion bereitete Marseiler in der 13. Minute von der linken Seite vor. Handle nahm den Ball aus halbrechter Position volley. Doch sein 14-Meter-Geschoss kam direkt auf MSV-Keeper Leo Weinkauf. Nur 60 Sekunden später hatte Jastremski fünf Meter vor dem Tor eine gute Chance, Weinkauf war erneut zur Stelle.

In der 22. Minute kam der MSV durch Kolja Pusch zu einer Kopfballgelegenheit, doch sein Versuch ging links am Nicolas-Gehäuse vorbei. Die Möglichkeit war ein guter Beleg dafür, dass die Gäste inzwischen auch gut in der Partie waren. Dagegen sprach allerdings die 31. Minute: Nach Risse-Hereingabe köpfte Fritz an den rechten Pfosten. Dann reagierte Handle am schnellsten und drückte den Abpraller am linken Pfosten aus kurzer Distanz über die Linie – 1:0.

Vier Minuten später folgte ein Doppelchance für Jastremski: Zunächst scheiterte er an Weinkauf, den Nachschuss setzte er rechts knapp neben das Tor. Der MSV Duisburg drängte aber noch vor der Pause auf den Ausgleich. So richtig gefährlich waren die Angriffe der Gäste aber nicht. In der 44. Minute gab es stattdessen Ecke von der linken Seite für die Kölner: Risse passte kurz auf Marseiler, der das Leder in die Mitte auf den Kopf von Fritz flankte – 2:0. Kurz danach war Halbzeit.

Direkt nach der Pause gab es für Trainer Olaf Janßen keinen Grund, zu wechseln. Und so startete die Viktoria unverändert in Hälfte zwei. Gleich zu Beginn hatten die Gastgeber sogar die Möglichkeit, den Vorsprung auszubauen. Allerdings fehlte im Abschluss die letzte Konsequenz. Anschließend forcierten die Duisburger ihr Offensivspiel. Im Großen und Ganzen waren die Aktionen aber ungefährlich. Die beste Chance hatte deshalb wieder Köln: Handle verzog aus 14 Metern freistehend (59).

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In der Schlussphase ging es dann Schlag auf Schlag. Obwohl die Gastgeber mehr vom Spiel hatten, sorgte der eingewechselte Marvin Ajani in der 85. Minute für den 1:2-Anschlusstreffer der Gäste. Der bei Köln für Marseiler eingetauschte David Philipp traf sechs Minuten später aber zum 3:1. Doch damit nicht genug: Orhan Ademi verkürzte kurz danach für den MSV auf 2:3 (90. + 3.). Eng wurde es für Köln aber trotzdem nicht. Denn Philipp gelang postwendend das 4:2 (90. + 5).

Aufstellung: Moritz Nicolas – Niklas May, Aaron Berzel (57. Christoph Greger), Moritz Fritz, Simon Handle – Kai Klefisch, Jeremias Lorch (73. Patrick Sontheimer) – Luca Marseiler (66. David Philipp), Youssef Amyn, Marcel Risse – Lenn Jastremski

Tore: 1:0 Simon Handle (31.), 2:0 Moritz Fritz (44.), 2:1 Marvin Ajani (85.), 3:1 David Philipp (90. + 1), 3:2 Orhan Ademi (90. + 3), 4:2 David Philipp (90. + 5)

Gelbe Karten:

Viktoria Köln: Luca Marseiler (39.), Lenn Jastremski (84.)

MSV Duisburg: Marvin Bakalorz (39.), Rolf Feltscher (48.), Darius-Dacian Ghindovean (87.), Julian Hettwer (90.), Niko Brettschneider (90. + 4), Pavel Dotchev (90. + 4)

Zuschauer: 3.205

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