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Timmy Thiele: „Mein Fußballerherz hat geblutet“

Timmy Thiele ist zurück im Mannschaftstraining (Bild: Julia Schulz/Viktoria Köln)

14.09.2021

Timmy Thiele spielt seit der vergangenen Saison bei Viktoria Köln. In dieser Spielzeit konnte der 30-jährige Stürmer bislang allerdings verletzungsbedingt nur einmal mitwirken. Nun ist er zurück im Mannschaftstraining und spricht im Interview über seine Verletzung, die Offen- und Defensive der Viktoria, Social Media und den kommenden Gegner.

Herr Thiele, verletzungsbedingt sind Sie in den vergangenen Wochen ausgefallen. Lediglich am zweiten Spieltag gegen den FSV Zwickau standen Sie 28 Minuten auf dem Feld. Wie geht es Ihnen und was war der Grund, warum Sie nur individuell trainieren konnten?

Timmy Thiele: Mir geht es deutlich besser. Ich bin wieder im Besitz meiner Kräfte und freue mich, zurück im Mannschaftstraining zu sein. Darauf habe ich lange gewartet und auch hingearbeitet. Wieso, weshalb und warum ich ausgefallen bin, hat verschiedene Gründe. Unter anderem habe ich offenbar aus der letzten Saison eine Verletzung mitgenommen. Irgendwann hat sich der Körper gemeldet und gesagt: ‚Stop – ich brauche mal eine Pause.‘ Nun habe ich mich aber wieder zurückgekämpft und bin wieder da.

Wie schwer ist es Ihnen gefallen, von der Tribüne aus zuzuschauen und nicht aktiv mitwirken zu können? Wie groß ist der Unterschied?

Thiele: Der Unterschied ist natürlich riesig. Mein Fußballerherz hat geblutet. Ich bin ein Spieler, der immer versucht, alles auf dem Platz zu lassen. Es ist wohl für jeden Leistungssportler ein Schlag ins Gesicht, wenn man dem Beruf nicht nachgehen kann. Ich habe mir natürlich in dieser Saison auch viel mit der Viktoria vorgenommen. Das konnte ich bis jetzt leider noch nicht umsetzen. Von daher war es sehr schwer, Woche für Woche draußen zu sitzen und nur zuschauen zu können, wie sich die Mannschaft den Allerwertesten aufreißt und am Ende oft keine Punkte mitnehmen konnte. Ich freue mich aber jetzt, zurück auf dem Trainingsplatz zu sein. Hoffentlich kann ich der Mannschaft schnell wieder helfen.

Wie viel Einfluss hat man als Verletzter auf die Mannschaft, wenn man nicht jeden Tag zusammen trainiert?

Thiele: Ich denke, dass ich generell in der Mannschaft ein gutes Standing habe. Während der Trainingseinheiten der Jungs oder meinen Behandlungen habe ich natürlich versucht, so viel wie möglich beim Team zu sein und den Jungs Mut zuzureden. Wir sind eine neu zusammengestellte Mannschaft und arbeiten hart. Ich habe probiert, mich einzubringen, wo ich nur konnte und versucht, den Jungs ein gutes Gefühl zu geben.  

Bislang hat die Mannschaft nur fünf Punkte auf dem Konto. Mit 16 Gegentoren hat die Viktoria die meisten Treffer in der Liga kassiert. Aber auch die Stürmer haben in dieser Saison noch nicht getroffen. Wo hakt es? Im Sturm oder in der Defensive?

Thiele: Es hat meiner Meinung nach von beidem etwas – sprich in der Offen- und Defensive. Um erfolgreich spielen zu können, braucht man ein erfolgreiches Gerüst. Die Defensive beginnt allerdings auch gleichzeitig vorne. Wir müssen stabil stehen und so wenig Gegentore wie möglich kassieren. Das ist auch die Devise für die nächsten Wochen und Monate, weil nur so kann man Spiele gewinnen. Wenn wir den Laden hinten sauber halten, denke ich schon, dass wir vorne unsere Qualitäten ausspielen und Tore schießen können.

Sie persönlich sind auf den Social Media Kanälen sehr aktiv. Wie viel Spaß machen Ihnen solche Dinge?

Thiele: Während der Corona-Pandemie hat sich eine Menge verändert. Den Support, den man sonst bei jedem Training oder Spiel bekam, gab es über lange Zeit auf einmal nur noch über Social Media. Deswegen versuche ich über diesen Weg, viele Leute an meinem Alltag teilhaben zu lassen und ihnen zu zeigen, wie es mir geht oder was ich mache und wie meine Einstellung zu verschiedenen Dingen ist. Aus dem Grund hoffe ich natürlich, dass ich dem ein oder anderen auch mal ein Lächeln in Gesicht zaubern kann. Bei den Jungs aus der Mannschaft hat das schon öfter geklappt.

Im Januar gab es in der Familie weiteren Zuwachs. Wie sehr hat sich Ihr Alltag dadurch noch einmal verändert und wie sieht ein Tag bei Familie Thiele aus?

Thiele: Wir haben jetzt zwei Kinder. Und das ist eine Bereicherung für das Leben. Neben unserem Sohn Lionel haben wir eine wundervolle Tochter namens Livy bekommen, worauf ich unfassbar stolz bin. Wir stehen morgens alle zusammen auf und haben einen gut eingeteilten und geplanten Tagesablauf. Wir verbringen sehr viel Zeit miteinander und genießen es richtig. Ich freue mich tagtäglich, so eine tolle Frau und zwei grandiose Kinder zu haben. Ich habe eine wundervolle Familie.

Am Freitag trifft die Viktoria in der HDI Arena in Hannover auf den Aufsteiger TSV Havelse. Was erwarten Sie für eine Partie?

Thiele: Es wird ein sehr hart umkämpftes Spiel. Havelse hat jetzt den ersten Punkt geholt und deswegen sicherlich auch Blut geleckt. Wir müssen unsere Leistung auf den Platz bringen und das umsetzen, was man von uns sehen will und was wir uns erarbeitet haben. Dann glaube ich, dass es nur einen Sieger nach dem Spiel geben kann: Und das sind wir.

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