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Olaf Janßen: "Gute Entscheidungen brauchen Geduld"

Olaf Janßen, Cheftrainer von Viktoria Köln (Foto: Jakob Settgast/Viktoria Köln)

09.06.2021

Während die Spieler der Viktoria in ihrem verdienten Urlaub sind, beschäftigt sich Chefcoach Olaf Janßen (54) mit der Zusammenstellung des Kaders für die kommende Saison. Im Interview spricht der Trainer über die besondere Lage auf dem Transfermarkt, die Bedeutung der Mannschafts-DNA und warum er heute abgeklärter zu Werke geht als noch vor ein paar Jahren.

Herr Janßen, die Sommerpause ist in diesem Jahr relativ kurz. Können Sie die Zeit nutzen, um Kraft zu tanken oder gilt es sich komplett auf die Kaderzusammenstellung zu fokussieren?

Olaf Janßen: Bestenfalls schafft man es abzuschalten, denn innerhalb der Saison ist dies nur schwer möglich. Die letzten Wochen haben viel Energie gekostet. Somit versuche ich, einen Spagat zwischen Entspannung und Planung der Saisonvorbereitung hinzubekommen, indem ich mir den Tag einteile.

Hilft Ihnen Ihre jahrelange Expertise als Trainer dabei, die Dinge abgeklärter anzugehen?

Janßen: Ja, definitiv. Einer der wichtigsten Aspekte bei der Weiterentwicklung eines Trainers ist die gesammelte Erfahrung. Ich bin mittlerweile ein anderer Coach, als ich es noch vor zehn oder fünfzehn Jahren war. Und das hilft sehr.

Am 21. Juni beginnt das Training bei Viktoria Köln. Bislang wurde mit Florian Heister nur ein Neuzugang vermeldet. Wird es zum Trainingsauftakt noch weitere Verpflichtungen geben?

Janßen: Da wir noch rund zehn Plätze zu besetzen haben, wäre das schön. (lacht) Aber es wird eine riesige Herausforderung, denn wir haben hohe Ansprüche. Das Transferfenster ist diesmal ein besonderes, da viele Vereine durch die Corona-Pandemie gebeutelt sind. Wir sehen, dass in höheren Ligen Kaderplätze gestrichen werden, um Geld einzusparen. Dadurch könnten Spieler dazu geneigt sein, sich in tieferen Ligen anzusiedeln. Wir sind in den letzten Monaten sehr fleißig gewesen, aber man braucht auch Geduld, um gute Entscheidungen zu treffen.

In der letzten Spielzeit sprachen Sie oft von der ‚DNA der Mannschaft‘, die das Team sowohl auf als auch neben dem Platz geprägt hat. Muss diese nun durch den Zulauf weiterer Spieler neu entwickelt werden oder kann man auf die Arbeit der letzten Saison aufbauen?

Janßen: Es ist wichtig, dass unsere Spielphilosophie, also unsere DNA, erhalten bleibt. Das ist kein Prozess, der anfängt oder aufhört, sondern der sich stetig weiterentwickelt. Wir haben gesagt, dass wir so viele Spieler wie nur möglich mitnehmen wollen, die unsere DNA aufgesogen und gelebt haben. Das werden dann auch die Jungs sein, die vorweggehen und die neuen Spieler mitnehmen. Das ist ein entscheidender Faktor. Denn nur durch so eine Haltung kann man Widerstände und Dellen in der Entwicklung überstehen. Es stimmt mich optimistisch, dass die Jungs bis jetzt eine tolle Haltung an den Tag gelegt haben.

Auch zum Saisonabschluss hat Ihre Mannschaft Haltung bewiesen und den Bitburger-Pokal gewonnen. Konnten Sie den Moment genießen oder dachten Sie direkt an die erste Hauptrunde im DFB-Pokal?

Janßen: Der Name ‚Pokalendspiel‘ sagt ja bereits, dass es ein Finale ist und danach nichts mehr kommt. Somit wurde der Erfolg zusammen genossen und das gehört sich auch so. Dass wir nun im DFB-Pokal spielen, ist natürlich das i-Tüpfelchen. Da lassen wir uns überraschen, wer uns am 4. Juli zugelost wird.

Haben Sie einen Wunschgegner für die erste Runde im DFB-Pokal: Vielleicht ein Verein, in dem Sie selbst als Trainer oder Spieler aktiv waren?

Janßen: Da ich durchaus rumgekommen bin, gibt es einige davon. (lacht) Natürlich hat das ein gewisses Geschmäckle, aber am Ende des Tages sind wir glücklich, dabei sein zu können. Wen wir als Gegner bekommen, entscheidet allein die Losfee. Wir sind allerdings gespannt.

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