Am Samstag (Anpfiff 14.00 Uhr) reist der Hallesche FC zum Sportpark Höhenberg. Für beide Teams verlief das vergangene Wochenende positiv: So haben die Domstädter nach dem 2:1-Auswärtserfolg in Zwickau drei Punkte mehr auf dem Konto und auch die Mannschaft aus Halle konnte ihren Vorsprung auf die Abstiegsplätze um drei Zähler vergrößern.

Der HFC eröffnete den 31. Spieltag am Freitagabend gegen den KFC Uerdingen im bwin-Topspiel. In einer dramatischen Schlussphase sicherte sich die Mannschaft von Trainer Florian Schnorrenberg einen Sieg im eigenen Stadion. Nach 61 Minuten geriet Halle jedoch zunächst in den Rückstand: Der Krefelder Mike Feigenspan lupfte den Ball über HFC-Keeper Sven Müller aus spitzem Winkel und stellte auf 0:1. Der gebürtige Kölner im Kasten verhinderte in der Folge noch das 0:2. In der Schlussphase gingen seine Vordermänner aufs Ganze und wurden dafür belohnt. In der 89. Minute traf Innenverteidiger Stipe Vucur mit einer Direktabnahme zum 1:1-Ausgleich. Doch mit dem einen Punkt war der HFC nicht zufrieden. Und so traf Terrence Boyd in der Nachspielzeit zum 15. Mal in dieser Saison und sorgte für großen Jubel im ERDGAS Sportpark. Für die Truppe aus der größten Stadt Sachsen-Anhalts war es der erste Sieg nach zuvor fünf Spielen ohne Dreier. „Es ist ein sehr gutes Gefühl, wieder ein Spiel gewonnen zu haben“, sagte Coach Schnorrenberg nach Abpfiff am Magenta-Sport-Mikrofon. „Wir haben eine engagierte Leistung gezeigt. Ich bin total happy, dass wir das Spiel sogar noch drehen konnten.“

Ebenfalls erfreut waren die Kölner, als sie am Sonntag wieder in den Bus Richtung Domstadt einstiegen. Denn dank des 2:1-Auswärtserfolgs in Zwickau nahmen sie drei Punkte mit nach Hause. In Abwesenheit von Timmy Thiele (gesperrt nach Gelbroter Karte) und Lucas Cueto (angeschlagen) sorgten die Kölner Innenverteidiger für die Tore. Es war etwa eine Stunde gespielt, als Moritz Fritz nach einer Ecke von Marcel Risse zur 1:0-Führung einnickte. Keine zehn Minuten später trat Risse erneut zur Ecke an, diesmal von der anderen Seite. Michael Schultz, der bereits gegen Unterhaching seine Kopfballstärke unter Beweis gestellt hatte, stieg im Strafraum am höchsten – 2:0 für Viktoria! Der Zwickauer Anschlusstreffer durch Lars Lokotsch in der Nachspielzeit kam zu spät. Somit haben die Kölner fünf der letzten sechs Spiele gewonnen und sich am FSV Zwickau vorbei auf Rang neun geschoben. „Wir haben Zwickau in der zweiten Halbzeit fast komplett von unserem Tor weggehalten. Wir wurden für unseren Fleiß belohnt“, resümierte Viktoria-Chefcoach Olaf Janßen nach dem vierten Auswärtssieg in Folge.

Beide Teams haben wichtige Punkte für den Klassenerhalt geholt. Die Hallenser stehen nun sechs Zähler vor den Abstiegsrängen. Die Höhenberger haben indes zehn Punkte Vorsprung auf den akut abstiegsbedrohten KFC Uerdingen. Doch die Mannschaft von Olaf Janßen wird das Spiel gegen Halle sicher nicht auf die leichte Schulter nehmen, schließlich verlor sie das Hinrundenspiel in Sachsen-Anhalt mit 0:2.

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Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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