Auf zum Aufsteiger: Viktoria reist nach Verl

Am Samstag muss die Viktoria beim Aufsteiger SC Verl ran (Anpfiff 14.00 Uhr). Nachdem die Höhenberger zuletzt einen 2:1-Sieg gegen den TSV 1860 München verbuchen konnten, wartet in der Sportclub Arena der Verein mit dem besten Punktedurchschnitt der Liga – und der ist seit vier Spielen ungeschlagen.

Guerino Capretti weiß, dass der Fußball die unglaublichsten Geschichten schreibt. Der Trainer des SC Verl stieg letzte Saison nur mit seiner Mannschaft in die 3. Liga auf, da der erstplatzierte SV Rödinghausen lieber in der Regionalliga West verweilte. Nun, nach 14 Spieltagen in der dritthöchsten Spielklasse Deutschlands, ist sein Team dank des besten Punktedurchschnitts aller Klubs auf dem 4. Tabellenplatz, obwohl Verl zwei Spiele weniger auf dem Konto hat. Gleich abheben möchte der Trainer trotzdem nicht, auch nicht nach dem 4:2-Erfolg am Wochenende gegen den Halleschen FC. „Wir haben voll gepowert und unsere Tore gemacht. Wir freuen uns über den Sieg“, so Capretti hinterher.

Geradezu emotional war hingegen Viktoria-Cheftrainer Pavel Dotchev nach dem Heimsieg gegen den TSV 1860 München: „Ich freue mich sehr für die Jungs! Es war enorm wichtig, die drei Punkte zu gewinnen, nach so vielen Wochen. Gegen 1860 war das ein hartes Stück Arbeit für uns.“ Nach vier Spielen ohne Sieg konnte die Viktoria wieder einen Dreier einfahren und kletterte in der Tabelle auf den 7. Platz. Torschütze und Vorlagengeber Patrick Koronkiewicz freute sich nach der Partie über den verdienten Sieg: „Der Wille war komplett da. Jeder auf der Bank, jeder auf dem Feld glaubte zu einhundert Prozent daran – und mit dem Sieg haben wir uns für unsere Leistung belohnt.“

Diese gilt es nun auch bei dem Aufsteiger abzurufen. Die Statistik steht bereits auf der Seite der Viktoria: 16-mal traf man in der Regionalliga West aufeinander, neunmal konnte der Klub von der Schäl Sick als Gewinner vom Platz gehen. Nur dreimal ging der Sieg an die Schwarz-Weißen aus Verl. Beim letzten Aufeinandertreffen am 4. Mai 2019 gab es ein 1:1-Unentschieden im Sportpark Höhenberg. Stefano Maier brachte die Viktoria in Führung, bevor Aygün Yildirim, der zurzeit als wertvollster Spieler des SC Verl gehandelt wird, in der zweiten Hälfte ausglich.

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Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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