Der FC Viktoria Köln wird den im Sommer auslaufenden Vertrag mit Jürgen Kohler, aktuell Trainer der U 19 der Höhenberger, nicht verlängern. Darauf haben sich der Vereinsvorstand und der Coach der A-Junioren-Bundesligamannschaft verständigt.

„Wir stellen im Rahmen der Corona-Pandemie sehr viele Dinge auf den Prüfstand“, berichtet Franz Wunderlich, Sportvorstand der Viktoria. „Ein Thema ist dabei, im Nachwuchsbereich wirtschaftlicher zu arbeiten und ihn neu zu strukturieren.“ Im Rahmen dieser Planungen gab es auch ein sehr konstruktives Gespräch mit Jürgen Kohler. „Dabei haben wir uns darauf verständigt, den Vertrag nicht zu verlängern“, so Wunderlich. Er betont, dass er die Arbeit des Weltmeisters von 1990 schätzt: „Jürgen hat in den letzten zwei Jahren sehr gute Arbeit für uns geleistet. Er ist sehr ambitioniert. Daher fällt es uns in dieser für Fußball-Klubs sehr unsicheren Zeit schwer, ihm entsprechende Perspektiven aufzuzeigen.“

Jürgen Kohler ergänzt: „Mir hat die Arbeit bei der Viktoria sehr viel Spaß gemacht. Egal ob Platzwart, Spieler, Trainerkollegen oder Vorstand – ich habe mich mit allen sehr gut verstanden. Es waren zwei wunderbare Jahre, die jetzt zu Ende gehen. In dieser Zeit konnte ich einige Talente weiterentwickeln, Ideen für das Nachwuchsleistungszentrum einbringen und als Cheftrainer gleich zwei Aufstiege feiern: mit der U 19 in die Bundesliga und mit der 1. Mannschaft von der Regional- in die 3. Liga. Ich verstehe, dass Veränderungen nötig sind. Mir eröffnet das die Möglichkeit, für andere – perspektivisch interessante – Projekte bereitzustehen.“

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Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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