Der FC Viktoria Köln hat mit dem zweiten 1:0-Sieg in Folge den Sprung von den Abstiegsplätzen geschafft. Nach dem Erfolg gegen Großaspach in der Vorwoche und dem Sieg am Sonntag beim FC Ingolstadt belegt die Mannschaft von Viktoria-Cheftrainer Pavel Dotchev in der 3. Liga Rang 16.

Pavel Dotchev setzte im Audi Sportpark vor 4.972 Zuschauern auf Schlussmann André Weis. In der Abwehr waren Jonas Carls, Sead Hajrović, Dominik Lanius und Marcel Gottschling (für Patrick Koronkiewicz, Riss in der Sehne im Adduktorenbereich) im Einsatz. André Dej und Hamza Saghiri begannen auf der Sechserposition. Simon Handle, Mike Wunderlich und Steven Lewerenz bildeten das offensive Mittelfeld. Michael Seaton agierte kurzfristig als vorderste Spitze, nachdem sich Albert Bunjaku beim Aufwärmen einen Hexenschuss zugezogen hatte.

Die Viktoria begann recht offensiv, schon in der ersten Minute erspielten sich die Kölner einen Eckball. Dieser blieb allerdings ohne Wirkung. Ingolstadt versuchte zunächst, den Spielaufbau der Höhenberger früh zu stören. Das änderte sich aber im Laufe der Partie. Eigene Offensivbemühungen von den Gastgebern waren zu Beginn nicht zu sehen. Ab der zehnten Minute wurden die Schanzer stärker. Besonders nach Eckbällen, so wie in der 16. Minute, wirkten sie gefährlich. Allerdings fanden zwei Standards hintereinander keinen Abnehmer.

 

 

In der 25. Minute hatte Maximilian Beister die erste gute Chance für den FCI. Doch er fand nach seinem Linksschuss aus zehn Metern in Keeper Weis seinen Meister. Eine weitere gute Aktion der Ingolstädter folgte in der 43. Minute, als Frederic Ananou aus 25 Metern trocken abzog. Doch sein Geschoss aus zentraler Position ging über den Kasten der Kölner. Ansonsten passierte in den ersten 45 Minuten nicht mehr viel, sodass es mit dem 0:0 in die Kabinen ging.

Pavel Dotchev schickte sein Team in unveränderter Aufstellung in die zweite Halbzeit. Das Spiel nach vorn wurde jetzt genauer und somit gefährlicher. In der 53. Minute sorgte ein großartiger Konter der Kölner für die Führung: Seaton erlief auf der linken Seite einen langen Ball aus der eigenen Hälfte und brachte ihn schön in die Mitte auf Lewerenz, der das Leder mit dem linken Fuß an Torhüter Fabijan Buntic vorbei im Gehäuse der Gastgeber versenkte.

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Fünf Minuten später zog Beister aus 18 Metern mit links ab, doch sein Schuss verfehlte das Tor von Weis. Die Viktoria geriet jetzt stärker unter Druck. Nach Fehler von Dej in der 63. Minute verhinderte Weis nach einer tollen Aktion von Dennis Eckert Ayensa mit einer Glanzparade den Ausgleich. Fünf Minuten danach gab es aber wieder Gefahr durch die Kölner. Wunderlichs Distanzschuss aus 30 Metern ging letztlich allerdings deutlich über das Ingolstädter Gehäuse. Diese Art der Entlastung war in dieser Phase aber wichtig.

In den letzten zwanzig Minuten bekam Viktoria Köln wieder etwas mehr Ruhe in die Partie. Allerdings gelang beim Spiel in die Spitze immer noch wenig. Aufgrund der fehlenden Entlastung mussten die Gäste bis zum Schlusspfiff zittern, um nicht doch noch den Ausgleich zu kassieren. „Wir haben mit der ersten richtig guten Chance in der zweiten Halbzeit gleich ein Tor gemacht“, sagte Viktoria-Trainer Dotchev nach dem Spiel. Seine Einschätzung: „Am Ende war es ein glücklicher Sieg.“  

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Aufstellung: André Weis – Jonas Carls, Sead Hajrović, Dominik Lanius, Marcel Gottschling – André Dej (66. Moritz Fritz), Hamza Saghiri (88. Bernard Kyere) – Simon Handle, Mike Wunderlich, Steven Lewerenz (83. Fabian Holthaus) – Michael Seaton

Tore: 0:1 Steven Lewerenz (53.)

Gelbe Karten:

FC Ingolstadt: Nico Antonitsch (90.)

Viktoria Köln: André Dej (34.), Marcel Gottschling (75.), Hamza Saghiri (87.)

Zuschauer: 4.972

Viktoria – Das V steht für Vussball!

Eintrittskarten für Drittliga-Heimspiele von Viktoria Köln sind im Online-Ticketshop, in der Viktoria-Geschäftsstelle am Sportpark Höhenberg und in den bekannten Vorverkaufsstellen (bitte die jeweiligen Öffnungszeiten beachten) erhältlich.

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Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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