In einem schweren Spiel hat unsere Viktoria gegen den Wuppertaler SV mit einem 1:1 einen Punkt geholt. Die Gäste waren über 90 Minuten bemüht, kassierten kurz vor der Pause allerdings den Rückstand. Erst in der Schlussphase glich Derflinger per direktem Freistoß aus. Damit konnte die Viktoria zwar die Tabellenführung verteidigen, muss sich aber trotzdem mit einem Punkt begnügen.

Der erste Durchgang begann vielversprechend, als die Viktoria die Hausherren in ihrer eigenen Hälfte beschäftigte. Gegen die kompakte Abwehrreihe der Wuppertaler hatte sie aber einige Probleme und kam nur selten zu Abschlüssen. Diese waren dann aber brandgefährlich: Erst scheiterte Kreyer nach gutem Einsatz aus 18 Metern, indem er den Kasten links knapp verfehlte (12.), dann setzte Saghiri die Kugel aus gleicher Position aber am anderen Pfosten vorbei (21.).

Wuppertal wird offensiv stärker

Offensiv fand der WSV zu Beginn nur selten statt, wurde nach etwa einer halben Stunde aber besser. Eine Ecke landete als Abpraller im Rückraum bei Manno, der das Leder mit vollem Risiko aus 22 Metern an die Latte nagelte (29.). Ebenfalls nach einer Ecke fiel dann kurz vor dem Seitenwechsel die Führung der Wuppertaler. Langer flankte den Eckball von rechts in den Fünfer, wo sie gefährlich in Richtung Netz rutschte. Leider konnte die Viktoria erst hinter der Linie klären (45.).

In der zweiten Hälfte kamen die Gäste deutlich energischer aus der Kabine. Man erkannte, dass die Viktorianer mindestens einen Punkt mitnehmen wollte. Allerdings fehlte lange noch die Genauigkeit im Abschluss. Wuppertal hingegen stand weiterhin tief und lauerte auf Konter. 

Beinahe hätte das zum Erfolg und zur Vorentscheidung geführt: Manno konterte nach einem Eckball fast unbedrängt in den Viktoria-Sechzehner, wurde dann jedoch in höchster Not vom zurückeilenden Saghiri gestört, sodass er aus guter Position deutlich über die Latte bolzte. (61.)

Derflinger trifft zum Ausgleich

Aber endlich wurde auch die Viktoria für ihre Bemühungen belohnt. Derflinger, der gegen Rödinghausen in der Vorwoche aus einer Verletzungspause zurückkehrte, legte sich halbrechts den Ball zurecht und schlenzte ihn sehenswert in die rechte Torecke. Wuppertals Keeper Wickl sah direkt, dass die Kugel unhaltbar war und bewegte sich nicht. (84.)

Mit dem verdienten Ausgleich im Rücken trat die Viktoria deutlich selbstsicherer auf und drückte auf den Dreier. Wieder war es Derflinger, der per Freistoß die beste Chance hatte. Doch nun segelte sein Versuch aus 18 Metern knapp drüber. (87.)

So blieb es am Ende bei einem verdienten Punktgewinn für beide Mannschaften, der weder dem WSV noch unserer Viktoria zu helfen scheint. Aber die Saison ist noch lang und jeder Zähler kann entscheidend sein.

Vik! Vik! Viktoria!

 

Tore: 

1:0 Angelo Langer (45.)

1:1 Christian Derflinger (84.)

Zuschauer: 2423

Wuppertaler SV

Wickl – Pagano, Malura, Uphoff, Langer – Erwig-Drüppel (68. Hagemann), Grebe (77. Cirillo), Meier, Kühnel, Manno (74. Alabas) – Kramer

Viktoria Köln

Patzler – Koronkiewicz, Reiche, Willers, Baumgärtel – Saghiri (76. Lohmar), Wimmer (55. Bunjaku) – Holzweiler (68. Golley), Backszat, Derflinger – Kreyer 

 

Spielbericht von Lukas Elkemann

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